Ratgeber Wasser Spezial
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Workshop: Wasseranlage im Caravan nachrüsten: Wasser marsch!

Sie möchten die Wasseranlage in Ihrem Caravan erneuern oder nachrüsten? Wir zeigen, wie's geht.

Morgens zum Start in den Tag Zähne putzen und Katzenwäsche im eigenen Caravan. Später Frühstücksgeschirr rasch abspülen. Schön, wenn das Wasser dafür einfach aus dem Hahn sprudelt.

Bei schlicht ausgestatteten Wagen wie etwa einem Eifelland Deseo lässt sich eine Wasseranlage nachträglich mit wenig Aufwand einbauen, ebenso in älteren Caravans bei Bedarf auch leicht erneuern.

Alles beginnt mit den Vorüberlegungen und dem Maßnehmen. Tankposition, Verlauf des Abwasserschlauchs und die Stromquelle sollten im Vorfeld geklärt sein. Zum Entwässern eignet sich ein 3/4-Zoll-Schlauch, während für den Zulauf ein Innendurchmesser des Schlauchs von zehn bis 12 Millimeter ausreicht. Für das Abwasser keinen Spiralschlauch nehmen, da der Absperrhahn sonst möglicherweise nicht gut abdichtet.

Lieber etwas mehr Schlauch vorsehen und dann bei Bedarf kürzen. Um das flexible Kabel mit 1,5 Quadratmillimeter zu verlegen, eignen sich selbstklebende Kabelkanäle aus dem Baumarkt. Rohrschellen halten den Abwasserschlauch nach dem Verlegen in Position.

Als nächstes wird die Elektrik vorbereitet. Eine geeignete Stromleitung anzapfen und das Kabel sauber mit den Kanälen zu den Wassertanks verlegen. Verwenden Sie Ader­­end­hül­sen, damit die Schraubverbindungen die Kabellitzen nicht abtrennen. Sinnvoll ist es, die Tauchpumpe mit Steckverbindungen aus dem Autozubehör auszustatten. Das ermöglicht ein leichtes Abnehmen der Pumpe zum Warten oder Austauschen.

Achten Sie darauf, das Kabel sorgfältig vom Wassertank zu trennen, um Probleme mit der Elektrik zu vermeiden. Den Frischwasserschlauch mit Rohr­­schel­len an Pumpe und Zulauf fixieren. Wenn die Pumpe komplett verkabelt ist, können Sie einen kurzen Probelauf auch ohne Wasser durchführen.

Im Test-Deseo kommen zwei Zehn-Liter Kanister von Killian zum Einsatz (Telefon 0?27?71/8?11?88, www.killian-caravan-profi.de). Es handelt sich um Weithalskanister, die kompakt sowie leicht sind und sich einfach reinigen und austauschen lassen. Die Kanister (rund 10 Euro pro Stück) mit einer Leiste gegen Verrutschen am Einbauort sichern.

Anschließend befestigen Sie die Abwassergarnitur ebenfalls mit einer Schlauchschelle am Ablauf. Prüfen, wo der Schlauch am besten nach außen geführt werden kann. In dem Bodenbereich sollten keine Träger oder Leitungen verlaufen. Mit einer Lochsäge (Durchmesser etwa 24 mm), eine Öffnung für den Abwasserschlauch bohren. Das Loch anschließend mit Hohlraumkonservierer aus dem Autozubehörhandel gegen Wasser schützen. Dazu von innen ein Stück Pappe auf das Loch drücken und von unten sprühen, um den Innenraum zu schonen. Den Schlauch nun unter Berücksichtigung von stetigem Gefälle durch das Loch nach außen führen. An der Wand halten die Rohrschellen ihn in Position.

Mit abtupfbarer Dichtmasse kann der Schlauch am Durchbruch noch zusätzlich abgedichtet werden. Den Schlauch außen nach etwa 50 Zentimetern kappen und mit zwei Schellen am Unterboden befestigen. Bei Bedarf kann man das Endstück der Abwasserleitung mit einem Stück Folie gegen Verschmutzung während der Fahr schützen. Ein Absperrorgan aus dem Gardena-System verhindert, dass Abwasser unbeabsichtigt ausläuft. Zudem kann es mit Gegenstück direkt auf das Killian-Wassertaxi (rund 36 Euro) aufgesteckt werden und garantiert so ein geschlossenes Abwassersystem.

Killian plant, in Kürze ein Wassertaxi auf den Markt zu bringen, das bereits mit solch einem Anschlussstück ausgestattet ist. Auf Campingplätzen mit Kanalisation am Stellplatz können Caravaner mit einem zusätzlichen Schlauch das Abwasser auch direkt ableiten.

Autor

Foto

Foto: Kai Feyerabend

Datum

9. Januar 2008
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