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Trinkwasser konservieren 17 Bilder Zoom

Wasser konservieren im Caravan: Erfrischung ohne Risiko

Sauberes und konserviertes Wasser ist unterwegs keine Selbstverständlichkeit. Ohne die richtige Vorsorge kann auf Reisen im Wohnwagen der Schluck aus dem Tank durchschlagende Wirkung haben.

Wasser ist das am intensivsten überwachte Lebensmittel. Den Durst direkt aus der Leitung zu stillen – kein Problem. Noch vor wenigen Generationen hingegen konnte ein Schluck Wasser lebensgefährlich sein. Viren, Pilze, Bakterien und andere Mikroorganismen waren ebenso unbekannt wie moderne Hygienestandards. Entwarnung also am heimischen Hahn – doch wie sieht es unterwegs im Caravan aus?

Prinzipiell gilt auch hier die Aussage: Kommt was Gutes rein, kommt auch was Gutes raus. Wir haben daher einmal unter realen Praxisbedingungen das Frischwasser unter die Lupe genommen; genauer gesagt, mit dem tragbaren Keimmessgerät Lumitester PD20 von Hyserve analysiert.

Der Test: Wie frisch ist das Wasser im Caravan-Tank?

Abgestandenes Frischwasser im Tank musste zeigen, was in ihm steckt. Als Vergleichsbasis zogen wir Proben aus dem Kaltwasserhahn und dem Trinkwasserspender in der Redaktionsküche. Beide Proben gelten mit 8 RLU respektive 14 RLU als "sehr sauber" und damit als völlig unbedenklich.

Das erste Glas des drei Wochen alten Frischwassers aus dem Wasserhahn in der Küche des Caravans brachte es auf 181 RLU und nach kurzem Leitungsdurchspülen auf 59 RLU. Die Hygieneexperten von Hyserve attestieren diesen Proben gerade noch eine "geringe organische Kontamination", wobei "vermutlich noch kein Wachstum von Bakterien" vorliegt; mit der Trinkwasserqualität aus der Leitung kann das kühle Nass aus dem Wohnwagen jedoch nicht mehr mithalten. Noch eklatanter fallen die Proben aus dem herumliegenden, mit Restwasser gefüllten Zapfschlauch aus: Hier brachte es das erste Glas Stagnationswasser auf 476 RLU. Ein Wert, der trotz der in den ersten Frühlingstagen recht frischen Außentemperaturen auf eine Kontamination hindeutet.

Wasser und Tank müssen sauber sein

Um sauberes Trinkwasser über einen längeren Zeitraum an Bord zu haben, gilt es, möglichst sauberes Wasser in ein nicht minder sauberes Tank- und Leitungssystem zu füllen. Je weniger Keime von Anfang an vorhanden sind, desto länger dauert es, bis ihre Anzahl auf ein bedenkliches Maß anwächst. Und dieses Bakterienwachstum lässt sich mit den entsprechenden Mitteln sogar noch deutlich bremsen: Silber ins Wasser, lautet die Zauberformel.

Silber, genauer gesagt Silberionen, mögen die kleinen Keime nämlich gar nicht. Die positiv geladenen Edelmetall­ionen blockieren Rezeptoren der Mikroorganismen und hemmen damit wichtige Stoffwechselprozesse. Sie werden dadurch vorübergehend inaktiv, können sich jedoch nach Monaten wiederbeleben und vermehren.

In unserer Übersicht (siehe PDF) haben wir jeweils die flüssigen Tankzusätze aufgelistet, es gibt praktisch alle Präparate jedoch auch in Pulverform. Die Zusätze müssen nach jeder Tankauffüllung nach Anleitung zudosiert werden, entfalten aber recht rasch ihre Wirkung. Silber in metallischer Form, als Draht, auf Keramik aufgebracht oder als Garn verwoben, entlässt nur nach und nach wirksame Ionen ins Trinkwasser, weshalb der Tank niemals leerlaufen sollte. Dennoch variiert...

Mehr über die verschiedenen Methoden der Trinkwasser-Konservierung, Ihre Wirkungsweise, eine Übersichtstabelle und einen Schnelltest für Sauberkeit finden Sie im kostenpflichtigen PDF "Wasser im Caravan - Das 17-Seiten-Spezial" zum Download.

Autor

Foto

Ingolf Pompe, fotalie/Alexander Raths, Shutterstock

Datum

3. Juli 2015
Dieser Artikel stammt aus Heft CARAVANING 06/2015.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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