Abriss: So bekommen Sie das alte Zeug runter
Als erstes wird ein Dichtband aus dem Aluminium-Profil gezogen, das an den Enden mit kleinen Schrauben fixiert ist.
Dann werden die Schrauben in der Leiste gelöst – nicht ohne Mühe, denn sie sitzen in unserem Fall ab Werk schief, und teilweise sind die Köpfe vernuckelt. Wir schlitzen sie deshalb mit einem Deltaschleifer auf, der auch als Säge funktioniert.
Dann lässt sich ein konventioneller Flachschlitz-Schraubenzieher ansetzen.
Ein Heißluftfön heizt danach der Kederleiste ein, damit sich der dauerelastische Kleber besser löst. Vorsicht, dass nicht der heiße Strahl empfindliche Kunststoffteile trifft und ansenkt. Die richtige Temperatur ist ein Erfahrungswert.
Wenn sie erreicht ist, lassen sich Keile (am besten aus Kunststoff, ersatzweise Holz) seitlich in die Leiste stoßen. Das heiße Alu-Profil kann jetzt gefühlvoll Stück für Stück von der Seitenwand weggedrückt werden. Keine Gewalt anwenden, lieber wieder nachheizen, denn Aluminium bricht leicht.
Nun beginnt die Knochenarbeit: Der alte Kleber wird am Fahrzeug und den Leisten mit dem gleichen Material vollständig abgezupft. Das AluProfil wird zusätzlich von außen mit Silikonentferner abgerieben (den gibt es beispielsweise in Lackierbetrieben). Fehlt nur noch die Kontrolle der Kanten, etwa auf hervorstehende Heftklammern, die wir wieder sanft einschlagen.


