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Bürstner Trecento: Klassisch

Als Nachfolger des Amara tritt der Bürstner Trecento in kleine Fußstapfen, macht aber einen dicken Schuh.

Mit seinen neuen Modellen ist Bürstner wieder voll bei der Musik. Zumindest den Namen nach. Den Auftakt machte der Belcanto, jetzt folgt der Trecento. Trecento steht nicht nur für die Zahl dreihundert, sondern auch für eine im 14. Jahrhundert populäre, weltliche Liedkunst für hohe Männerstimmen.

Klassisch, nicht altmodisch, kommt auch der Bürstner Trecento daher. Vor allem dann, wenn er in der 390 Euro teuren Zweifarb-Metalliclackierung „Mocca“ seinen unbescheidenen Auftritt hat. Der Aufpreis für die nur im kühleren Norden sinnvolle Lackierung nimmt sich relativ gering aus, da der Trecento serienmäßig silberlackierte Bug, und Heckteile zum weißen Blechkleid trägt und damit deutlich sachlicher ist. Die Glattblechkarosserie entsteht aus einteiligen Seitenwänden. Darum fehlt der bei Belcanto und Flipper erkennbare Blechfalz unter den Fenstern. Eine zwei Millimeter dickere Styroporschicht – die Bodenstärke wächst von 38 auf 40 Millimeter – soll die Wärmedämmung verbessern und den Trittschall reduzieren.

Von Sachlichkeit will das Interieur des Trecento nichts wissen. Das neue Bürstner-Topmodell und Nachfolger des mäßig erfolgreichen Amara schlägt mit seinem warmen Nussbaumdekor und den schokobraunen Friesen an den gerundeten Oberschrankklappen voll in Richtung edles Designermobiliar. Wie bei Bürstner üblich, lässt sich das Innenraumdesign mit zwölf Polsterstoffen nuancieren. Der einzig aufpreispflichtige Stoff (245 Euro) heißt Novalife und soll äußerst resistent gegen Schmutz und leicht zu reinigen sein. Seinem Charakter entsprechend ignoriert der Trecento Familien als Zielgruppe.

Zumindest gibt es keine Grundrisse mit Stockbetten. Alle neun Modelle sind auf Paare zugeschnitten, die grundsätzlich auf festen Betten nächtigen. Von seinem Vorgänger Amara übernimmt der Trecento lediglich die vier Kompaktgrundrisse 410, 460 und 470 TS sowie den 470 TL. Der 14 484 Euro teure 410er bietet ein Doppelbett quer im Bug, eine Seitendinette und eine schmale Heckküche. Ähnlich aufgeteilt sind die 15 460 Euro teuren 470 TL (Längseinzelbetten) und TS (Längsdoppelbett). Der abgebildete, 15 573 Euro teure 460 TS ist ein Vertreter der Französisches-Bett-Fraktion, kombiniert mit einer klassischen Sitzgruppe im Heck. Den platzsparend am Kleiderschrank montierten Flachbildschirm bietet Bürstner samt Halterung für 800 Euro an, die dazu passenden Satellitenanlagen kosten zwischen 1895 und 2731 Euro.

Bei 525 TS (18 147 Euro, 6,09 Meter Aufbaulänge) und 525 TL (18 218 Euro, 6,41 Meter Aufbaulänge) stimmt Bürstner die Nasszellenumrisse und Form der Winkelküchen auf die Betten ab, damit der Zugang zu den Einzelbetten (TL) bzw. ins zentrale, von Nachtkästchen flankierte Doppelbett (TS) stets komfortabel möglich ist. Alternativ zu den klassischen Sitzgruppen der 525er offeriert Bürstner 540er-Modelle mit Salonsitzgruppen und rundem Tisch, die 566 bzw. 495 Euro Aufpreis kosten, aber auch 2,50 statt 2,30 Meter breit sind. Mit dem formal unauffälligsten Interieur geht der 18 713 Euro teure Trecento 530 TS ins Rennen, der ein Französisches Bett mit offener Waschecke, Seitendinette und großer Winkelküche im Heck kombiniert. Seinen höheren Grundpreis rechtfertigt der Trecento mit seiner Serienausstattung, die Federkernmatratzen, begehbare Deichselabdeckung, Stabilformstützen, Schlingerdämpfer und 104-Liter-Kühlschrank umfasst. Extras wie Truma Therme, Panoramadachhaube, Teppichboden und Alufelgen fasst Bürstner im 630 Euro teuren Luxus-Paket zusammen.

Technische Daten
Hersteller: Bürstner
Modell: Trecento
Preis: ab 14484 EUR

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Datum

1. September 2005
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