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Fendt Saphir: Vorstellung: Stein auf Stein

Mit dem überarbeiteten Saphir und vorbildlicher Detailarbeit sortiert sich Fendt neu.

Verdutzt mag sich mancher die Augen reiben beim Blick auf die Fendt-Modellpalette 2009. Da finden sich nur noch die altbekannten, überwiegend nach Edelsteinen benannten Baureihen Saphir, Platin, Topas und Diamant (mit Diamant VIP). Wo ist der Bianco geblieben?

War die erst in der vergangenen Saison neu präsentierte, im Einsteigersegment platzierte Reihe ein Flop? Im Gegenteil, sagen die Verantwortlichen, außer in Deutschland sei der Bianco auch in Südeuropa und den Niederlanden ausgezeichnet angekommen. Wesentliche Bianco-Elemente habe man deshalb in den neuen Saphir implantiert. Man wolle aber keine ausufernde Modellflut, sondern ein klares, überschaubares Angebot, und da erscheint denn auch die erneute Konzentration auf edle Steine und Metalle logisch.

Kein Stein blieb da, sieht man genauer hin, auf dem anderen, allesamt sind sie außen und innen völlig neu gestaltet. Die Kontur prägt jetzt eine aerodynamisch dreidimensional gewölbte Bug- und eine nach außen gerundete Heckpartie mit dem Effekt einer neun Zentimeter größeren Nutzlänge. Außer einem großzügigeren Raumgefühl ergeben sich so mehr Sitztiefe auf der hinteren Bank der Rundsitzguppe im Heck oder, je nach Grundriss, breitere Stockbetten.

In beispielloser Weise hat Fendt­ für diesen Modelljahrgang an der Optimierung praktischer Details gearbeitet. So bekam die Eingangstür einen zusätzlichen Türgriff innen, die Kurbelstützen erhielten zur besseren Erreichbarkeit Spindelverlängerungen. Ein wahres Sahnestückchen ist der Bugkasten: Die Klappe schließt dicht und öffnet perfekt, die Ladekante sitzt tief ohne Barriere, der Riffelblechboden ist eine stabile und saubere Sache, Reserve­rad, Rolltank, Stützenkurbel, Unterlegkeile sind bestens zugänglich platziert, ein konturierter Gasflaschenhalter erleichtert den Flaschentausch.

Im Inneren freut man sich bei jeder Baureihe über drei Zentimeter mehr Stehhöhe (jetzt 1,95 m) und das auf jeden Grundriss abgestimmte Lichtkonzept. Auch hier gibt es sorgfältige Detailpflege wie etwa eine Stauklappe zur Sitztruhe neben dem Eingang – bei Platin, Topas und Diamant sogar als Rollenauszug; alle Türen und Schübe im Küchenbereich sind mit Pushlocks gesichert; der Hubtisch (außer Einsäulentisch) ist zum leichteren Einstieg in die Sitzgruppe auf Rollen verschiebbar.

Auch die Mittelwaschräume wurden optimiert, unter anderem mit einem etwas höher angebrachten Waschbecken. Beim Saphir locken die Ausstattungslinien „Style elegance“ und „Style exklusiv“ mit besonders edlen Stoff­kombinationen, Teppich, Mikrowelle hinter einer Küchen­stauschrankklappe, weißen Alufelgen und Chromapplikationen. 16 Grundrisse für fast jeden Anspruch stehen zur Wahl, die Saphir-Grundpreise bewegen sich zwischen 13680 und 19370 Euro.

Kompakt-Info
  • Saphir als Fendt-Einsteigerklasse komplett erneuert
  • Aufbaulänge ca. 4,65–6,25 m, zGG 1100–1700 kg, 13680–19370 Euro
  • Zahlreiche Detailverbesserungen an sämlichen Fendt-Baureihen

Autor

Foto

Foto: Stefan Weidenfeld

Datum

27. August 2008
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