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Hymer Eriba-Nova: Machtübernahme

Über 20 Jahre lang wurde der Eriba-Nova in seiner Grundform gebaut. Höchste Zeit für einen Nachfolger. Und der stellt einiges auf den Kopf.

Das Bessere ist des Guten Feind. Und somit ist das Schicksal des Eriba-Moving besiegelt. Dessen Platz erbt zum Modelljahr 2005 der neue Eriba-Nova. Die Machtübernahme vollzieht sich zwar nicht zum ersten Mal, aber nun konsequenter. Bereits beim Modellwechsel 1995/1996 schlüpfte der angegraute Nova ins glattblecherne Kleid des damals noch jungen Moving. Doch statt von der Bildfläche zu verschwinden, feierte der Moving ein Jahr später Wiedergeburt. Erstmals wendet Hymer damals beim Moving Karosseriebautechnik aus dem Wohnmobil an. Das einteilige Dach steht beim Moving dank seiner gerundeten Kanten auf den Seitenwänden. Statt Holzlatten werden ins Sandwich aus Glattblech-Alu und PU-Schaum Bleche einlaminiert, an die sich das Mobiliar krallt.

Erst jetzt ist Hymer in der Lage, die aufwendige Karosserie so preiswert herzustellen, dass sie auch in einem günstigeren Segment Anwendung finden kann: Der Nova zieht erneut ins Moving-Häuschen ein.

Wie zu Beginn seiner Karriere findet sich der Name Moving nun als Autarkpaket in den Preislisten und als prominenter Schriftzug auf der Außenhaut des Nova wieder. Der neue unterscheidet sich optisch sowohl von seinem Vorgänger als auch vom verblichenen Moving. Bug und Heck sind zu Gunsten eines besseren Verhältnisses von Außen- zu Nutzlänge nicht mehr mit voluminösen Profilen versehen. Auf der Eingangsseite nimmt eine doppelte Kederleiste Vorzelt und Klötze für die Stangenbefestigung auf.

Wichtiger als die Änderungen an der Fassade sind die Neuerungen im Inneren. Gerundete Möbelklappen mit großflächigen Ziergriffen ersetzen konventionelle Rahmenklappen und -türen. Grünlich schimmerndes Glas als Regalböden lockert die Reihen der in Lugano Birnbaum dekorierten Deckenschränke auf und ersetzt die braun getönten Vitrinentüren. Hinter transparenten Kunststoffblenden sorgen Lichterketten für indirekte Beleuchtung.

Ferner ist das schlichtere Mobiliar auch leichter als das des Vorgängers. Die gebogenen Klappen bestehen aus Wabenmaterial, an tragenden Elementen wie Stehern kommt Sperrholz zum Einsatz. Als „offen“ definiert Hymer den neuen Küchenblock mit runder Spüle und rundem Dreiflammkocher. Wohl wissend, dass sich der Flammenabstand verringert, verweist Hymer auf die größere nutzbare Arbeitsfläche. Mit Holzmöbeln und einem Fenster werden die Toilettenräume wohnlicher. Ganz neu im Nova-Programm ist der Nova 435. Der 465 wurde um 180 Grad gedreht, der 490 hat ein breiteres Doppelbett bekommen, und der 530 wurde länger. Mit neuem Sideboard neben dem Bett und hochgesetztem Kühlschrank (optional 150 Liter) kommt der nun schmalere 545 daher.

Auch der 555 wurde 2,30 Meter breit. Mit Kinderbetten diagonal übers Eck geht der große 680er neue Wege. Der neue Eriba Nova ist Anfang Juli beim Hymer-Händler zu sehen.

Technische Daten
Hersteller: Eriba Hymer
Modell: Eriba Nova 435
Preis: ab 14590 EUR
Schlafplätze: 3
Zul. Gesamtgewicht: 1350 kg
Länge: 6100 mm
Breite: 2300 mm

Autor

Datum

15. Juni 2004
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