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Knaus Südwind: Rundumüberholung

Knaus hat sich wieder gefangen. Das jedenfalls gilt für die neue Produktpalette. Mit einer Rundumüberholung des Südwind wollen die Jandelsbrunner nach oben.

Technik, Funktion, Design, Kreativität, Initiative, Veränderung, Experimente, Dynamik – all das steht für Knaus. Sagt zumindest Thomas Dickenberger, der wortgewaltige Geschäftsführer der Knaus Tabbert Group. In einem Schaubild, das alle sechs Marken seines Unternehmenskonglomerats mit Merkmalen benennt, bildet Knaus den Part des Technischen, des Modernen ab. Die Botschaft: Knaus will mit Innovationen und mit technischer Kompetenz punkten.

Das ist auch dringend nötig, denn Knaus steckt in einem tiefen Tal der Tränen. Die Zulassungszahlen fielen im vergangenen Jahr viel stärker als bei der Konkurrenz, Kunden maulten ob der Qualität, Händler ob der nicht immer zeitgemäßen Produkte. Schon machte das Gerücht die Runde, Knaus werde bald von einem Investor geschluckt. So etwas liest sich nicht gerade gut in diesen Tagen, besonders dann nicht, wenn man wie Knaus einst der Caravan-Branchenprimus war.

Thomas Dickenberger und auch sein Marketing- und Vertriebskollege Reinhard Hoßfeld vermieden es deshalb tunlichst, den anwesenden Journalisten bei der Präsentation der neuen Knaus-Produkte Zahlen vorzulegen. Während sich die Konkurrenz mit (echten?) Umsatzzuwächsen oder Zulassungsrekorden feierte, blickte man bei Knaus lieber nach vorne als zurück. „Wir hatten den T@ jetzt gerade im Lifestyle-Magazin MAX, das hat noch kein anderer Hersteller geschafft“, lobte Dickenberger zwar ein Produkt aus einem anderen Unternehmensteil, aber so etwas wirft auch etwas Licht auf Knaus. Erfolg ist Gemeinschaftswerk. Das soll auch für den Südwind gelten. Der bestverkaufte Caravan bei Knaus wird für 2004 völlig umgekrempelt.„Wir zünden beim Südwind ein Feuerwerk“, umschreibt Thomas Dickenberger das im Marketingdeutsch, was sich treffender als perfekte Detailpflege beschreiben ließe. Ein gutes Beispiel, dass es bei Knaus mehr denn je auf bessere Technik ankommt, ist die auf 30 mm verdickte Isolationsschicht zwischen dem Gaskasten und dem Innenraum. So etwas sieht man nicht, man spürt es nur.

Auch er doppelschalige Gaskastendeckel mit Vierfachverriegelung und ergonomisch intelligent gelöstem Schwenkmechanismus erschließt sich dem Betrachter erst auf den zweiten Blick. Genau diese Detailpflege aber macht den Unterschied aus zwischen dem alten und dem neuen Knaus. Da passen die Aluminiumprofile gut ins Bild, die die Seitenwände des Südwind nach unten hin sicher abschließen. Eher optischer Natur sind die Gründe für die Umgestaltung der Rücklichter des in immerhin 21 Grundrissvarianten angebotenen Bestsellers aus dem Bayerischen Wald. Die lang gestreckten Rücklichter zeigen auf Anhieb die Zugehörigkeit zur Knaus-Familie – alle Caravan- und Reisemobil-Modelle sehen von hinten gleich aus. Im Innern orientiert sich der Südwind am letztjährigen Eurostar Style: edle Design- Leuchten, ergonomisch geformte Eckelemente und Rückenpolster in den Bug- und Hecksitzgruppen; die umlaufenden Ablagen an den Oberschränken werden durch ein Profil ersetzt, das noch einen Kabelkanal beherbergt.

Technische Daten
Hersteller: Knaus
Modell: Südwind 400 FD
Preis: ab 12120 EUR
Schlafplätze: 3
Zul. Gesamtgewicht: 1200 kg
Länge: 6090 mm
Breite: 2290 mm

Autor

Datum

7. August 2003
5 4 3 2 1 0 5 0
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