Alles über Caravan Salon 2016
LMC Style 540 K 9 Bilder Zoom

Neue Caravans für die Saison 2016 von LMC: Modulsystem für Vivo, Musica und Maestro

Die Einsteiger-Baureihe Style von LMC bekommt drei neue Grundrisse, Vivo, Musica und Maestro profitieren von der jetzt stringenten Plattform-Strategie: Alle sind auf derselben Basis aufgebaut.

Mit dem Style fing es an: Seine Günstig-Plattform "C 15" bildet die Basis für die in Sassenberg gebauten Konzerngeschwister Dethleffs C'Go und, ganz frisch, Bürstner Premio. Nun weitet sich das Modulsystem auf die Mittelklasse aus: Der 2015 überarbeitete Musica vererbt seine Konstruktion an die unter- und oberhalb positionierten Modelle Vivo und Maestro.

Die Neuordnung hat Einfluss auf die Preise der Mittelklasse: Steigen sie bei Vivo um 2,9 und 2,6 Prozent, wird der Maestro um 7,5 Prozent günstiger. In Zahlen: Ein Vivo kostet rund 1000 Euro weniger als ein Musica, ein Maestro 3000 Euro mehr. Als größte Vorteile der Plattformstrategie nennt LMC Qualitätssteigerung durch routiniertere Fertigung und die Möglichkeit, alle Baureihen mit Rahmenfenstern (Maestro Serie) und Alde-Heizung zu bestücken – weshalb der Scandica 2016 fehlt. Mehr zu Gestaltung und Ausstattung von Vivo, Musica und Maestro rechts.

Zurück zum Style, der 4,5 Prozent teurer wird und jetzt ab 14.990 Euro startet. Die Baureihe umfasst sechs Grundrisse, zwei davon sind neu. Als Hauptmotiv gewählt haben wir den Style 540 K, den 2,30 Meter breiten Familien-Klassiker. Ebenfalls frisch ist der 450 D, der Freunde eines Queensbetts über den Preis ködern will. Die Länge des Betts kompensiert eine kurze Hecksitzgruppe ohne Querbank. Und der Style 460 D hat statt des kleinen Unterbau-Kühlschranks nun einen 140-Liter-Smart-Tower an Bord.

Die leicht gestiegenen Preise sollen Kaltschaummatratzen und Großraumschubladen in den Küchen rechtfertigen. Es bleibt bei den drei Ausstattungpaketen Exclusiv, Luxus und Deko. Die Preise fehlen noch.

Eine Basis: Vivo, Musica, Maestro

Vier Grundrisse gibt es in allen drei Mittelklasse-Baureihen, sechs Überschneidungen bei Vivo (ab 17.990 Euro) und Musica (ab 18.990 Euro), ebenfalls sechs bei Musica und Maestro (ab 22.480 Euro). Die Chancen, dass Kunden ihren Wunschgrundriss auch in ihrer Wunschoptik bekommen, steigen damit. Die drei Bilder unten zeigen die drei Baureihen am Beispiel des Grundrisses 470 D. Neben den offensichtlichen Differenzen grenzen sie sich in Ausgestaltung und Ausstattung ab. Den größten Sprung gibt es zwischen Musica und Maestro, der beleuchtete (Steck-)Baldachine über den Oberschränken, eine Vitrine im Eingangsbereich und, hier allerdings nicht zu sehen, üppige beleuchtete Eckelemente an der Sitzgruppe hat. Auch im Toilettenraum verfügt der Maestro über Türen, wo Vivo und Musica offene Regale haben. Von außen unterscheiden sich die drei Geschwister durch Dekore und Scheiben – der Maestro hat Rahmenfenster.

Auch technisch hat LMC seine Wagen weiterentwickelt. Künftig verlaufen Kabel und Wasserleitungen gemeinsam mit den Warmluftsträngen in perforierten Kabelkanälen. Somit sind die erwähnten Bauteile geschützt und dennoch leicht erreichbar, falls Reparaturen oder Nachrüstungen anstehen. Zur Serienausstattung gehören ab Modelljahr 2016 die selbstnachstellenden Alko-Trommelbremsen (AAA), Vivo und Maestro bekommen den Musica-Dreiflammkocher mit Gussrost. Außerdem offeriert LMC praktische Auszüge für die Außenklappen. Dank identischer Wandausschnitte ebenfalls für alle drei. Der holzfreie LLT-Wand- und Bodenaufbau bleibt bestehen.

Fendt Bianco Selection 465 SFB: Ingo Werner

Autor

Foto

Bernd Thissen, Hersteller (1)

Datum

21. August 2015
Dieser Artikel stammt aus Heft CARAVANING 08/2015.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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