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Caravan Neuheiten 2015: Fünf neue CARAVANING-Erfindungen für 2015

Einige Serienmodelle und Studien wurden erst kurz vor dem Caravan Salon fertig. CARAVANING hat eine vollständige Messe-Nachlese für Sie aufbereitet. Hier alle Neuheiten fürs Modelljahr 2015.

1. Knaus-Studie Travelino: Hauptsache leicht

Sogar einen sechsseitigen Prospekt hat Knaus für den Travelino gedruckt – doch der fahrfertig unter 650 Kilogramm schwere Experimental-Caravan mit Luftfederfahrwerk ist eine Studie. Entworfen, konstruiert und gebaut hat sie Martin Ross, Designer und Entwickler beim Möbelspezialisten Vöhringer Group. Boden, Dach und Wände bestehen aus XPS-Schaum-Sandwich, die Möbel aus Platten mit leichtem, stabilem Wabenkern aus Papier. Die eigentliche Besonderheit: fast alle Möbelteile halten durch Steckverbindungen zusammen. Schrauben und Klebstoffe kommen nicht zum Einsatz.

Enorm variabel zeigt sich der Innenraum: Das Bad entfaltet sich erst, wenn der Platz darin gebraucht wird. Die Toilette fährt auf einem Schlitten in Position, der Kleiderschrank nutzt das Bad als "Garage", wenn er beim Umbau des Bugsofas in ein Doppelbett im Weg sein sollte. Auch der Kühlschrank steht auf Rollen, dank derer er sich unters Bett verkrümelt, als Beistelltisch andient oder sich zur Außenluke bugsieren lässt. Nach draußen ausziehen lässt sich auch eine Küchenarbeitsplatte mit Spüle. Der leichte Zweiflamm-Kocher wird dann einfach auch vor die nach oben öffnende Tür getragen. Das Geschirr steckt in einem Schaumstoffblock, der an der Küchenschrankklappe befestigt ist und einfach mit ein- und ausklappt. Freilich ist der Travelino eine Studie. Doch die leichten Materialien und viele der Platzsparideen könnten relativ kurzfristig in Knaus-Serienprodukte einfließen.

2. Tabbert Cellini 750 mit Slide-Out: Aus- und abgefahren

Wenn groß nicht groß genug ist, kann Tabbert jetzt helfen: Für den Cellini 750 HTD, ein 10,22 langer und 2,50 Meter breiter 2,8-Tonnen-Luxus-Tandemachser, gibt es nun einen Küchen-Slide-Out von Zulieferer E&P-Hydraulics.Die Ausfahrtechnik kommt aus den USA und kostet 5.000 Euro Aufpreis. Damit summiert sich der Grundpreis auf 55.340 Euro. Der Tabbert Cellini ist das Nachfolgemodell des Grande Puccini, dessen Grundrisse und Aufbautechnik er eins zu eins übernimmt. Ein Schwestermodell ist der Knaus Eurostar.

3. Dethleffs Beduin Avantgarde: Ganz in weiß

Das Sondermodell Beduin Avantgarde basiert auf dem Einzelbett-Modell 510 ER und bringt für einen Grundpreis von 23.990 Euro jede Menge Ausstattung und ein exklusives Innendesign mit. So stattet Dethleffs die Betten mit leichten Evopore-HR-Luxusmatratzen aus, LED-Lichtbänder in den Oberschränken lassen das walnussfarbene Möbeldekor und die von Chanel inspirierten Polster aus Tweedstoff edel leuchten. Die Küche wertet Dethleffs mit einer zusätzlichen, ausklappbaren Ablagefläche auf, die Schubfächer haben Softclose-Einzüge. Der Frischwassertank sorgt mit 70 Liter Volumen dafür, dass nicht so häufig nachgefüllt werden muss. Allerdings hat der Avantgarde nur eine Therme, keinen Boiler. Das Bad bekommt neben einem angepassten Holzdekor einen beleuchteten Spiegelschrank sowie einen Holzduschrost als Trittschutz für die Duschwanne. Ebenfalls serienmäßig ist das Dachfenster mit opulenter LED-Beleuchtung im Holz-Baldachin.

Die Einzelbetten lassen sich mit einem ausziehbaren Rollrost zu einem großen Doppelbett mit einer Breite von 2,10 Meter vergrößern. Die spezielle Dekorfolie klebt auf weißem Glattblech. Chrom-Gürtelleisten, die Dachreling und die Deichselabdeckung in Carbon-Optik prägen den Avantgarde-Look. Für Sicherheit unterwegs und auf dem Platz sorgen das GfK-Dach und die elektronische Stabilisierungseinrichtung Alko Trailer Control (ATC). Ein Fenster in der Tür sowie eine Außen-Multifunktionssteckdose runden die Extraausstattung ab, deretwegen der Beduin Avantgarde auf einer 1.700-Kilo-Monoachse rollt, die sich bis auf 1.800 Kilogramm auflasten lässt.

4. Volkswagen Trailer Assist: Denken und lenken

Der Trailer Assist übernimmt beim Rangieren mit Anhänger die Lenkung und vereinfacht damit den Umgang mit dem Gespann. Debütieren wird Trailer Assist im neuen Passat, doch zum Testen hat VW einen Prototyp des 620 Euro teuren Systems in einen Golf implementiert – der Passat darf nämlich noch nicht öffentlich auftreten. Der Trailer Assist ist eine Weiterentwicklung des Parkassistenten. Die Taste des Parkassistenten aktiviert ergo auch den Trailer Assist. Für die Steuerung dienen der Einstellknopf der Spiegelverstellung und das Zentraldisplay. Trailer Assist kann den Anhänger gerade zurücksetzen und in beliebigem Winkel rückwärts um Kurven fahren. Dennoch sind Grundkenntnisse im Anhängerfahren nötig, denn der Gespannfahrer muss selbst entscheiden, wann und in welchem Maß der Anhänger einschlagen soll. Die Lenkung übernimmt das Fahrzeug dann komplett selbst. Einige Meter Fahrt genügen dem System, um die Deichsellänge des in dem Moment angehängten Trailers zu erfassen.

Der Testparcours hat eine 90-Grad-Linkskurve. Wir drücken den Spiegelverstellschalter so lange nach links, bis in der Anzeige die gewünschte Soll-Position des Anhängers erscheint. Sofort rotiert das Lenkrad und bringt die Vorderräder in die richtige Position. Bis zu einer Geschwindigkeit von 7 km/h übernimmt das Fahrzeug die Führung. Der Winkel des Anhängers kann während des Rangierens angepasst werden. Dafür genügt das Drücken am kleinen Drehrädchen. Über die Digitalanzeige vergleicht der Fahrer immer die Ist-Position des Anhängers mit der eingestellten Soll-Position. Der Vorteil des Trailer Assist liegt darin, dass sich der Fahrer mehr auf das Umfeld seines Gespanns konzentrieren kann. Die Parksensoren vorne unterstützen ihn durch die Signaltöne. Bremsen muss der Fahrer weiterhin selbst. Das System stoppt das Gespann nur, wenn der Winkel zwischen Deichsel und Auto zu klein wird. Für die Steuerung nutzt der Trailer Assist die Rückfahrkamera. Sie erkennt den Winkel zwischen Deichsel und Zugfahrzeug und berechnet den Einschlagwinkel des Pkw. Darum ist das System nur mit Parkassistent erhältlich.

5. Adria 4Four: Bunter Knaller

Wer sich sicher ist, einen knallbunten Caravan zu wollen, die Seitenwände werden nämlich ab Werk digital bedruckt, der kann sich nun bei Adria austoben. Beim Altea 4Four besteht die Möglichkeit, weiße Wände mit Bug-, Heck- und Schürzenverkleidungen in Blau, Gelb, Grün und Silber zu kombinieren (999 Euro). Die farbigen Anbauteile wiederum passen zu sechs extrovertierten Wanddesigns. Neben Kaleidoskop stehen abstrakte Zeichnungen, bunte Punkte, ein Tweed-Muster, bunte Karos und knallige Streifen zur Wahl. Die Wanddekore kosten 1.999 Euro, die sich zum Basispreis von 16.899 Euro summieren. Innen bleibt der Altea konservativer. Zwei Polsterfarben können mit vier Kissen-Sets abgestimmt werden. Konfigurieren und ansehen kann man sich den bunten Wagen auf www.altea4four.com

Freeontour: Vorteilskarte für Camper

Freeontour heißt die Kundenkarte aller unter dem Dach der Erwin Hymer Group versammelten Marken. Besitzer eines Bürstner, Carado, Dethleffs, Eriba, LMC oder Sunlight bezahlen pro Jahr 29,90 Euro, bekommen aber mit dem Freeontour-Programm eine Kombination von Reiseportal und Vorteilskarte. Spürbare Rabatte für Karteninhaber gewähren zum Beispiel Fährgesellschaften, Tankstellen, Camping- und Stellplätze, renommierte Online-Shops sowie Freizeitparks, Museen, Wellness-Thermen und viele mehr. Und das Leistungsspektrum wird ständig erweitert, versprechen die Marken. Wer ein Neufahrzeug kauft oder, im Falle von Dethleffs, eine Family-Card besitzt, erhält die Freeontour-Mitgliedschaft ein Jahr gratis. Unter www.freeontour.com gibt es Streckenplanungstools (auch für Sportler) und einen Campingführer. Urlaubsimpressionen und Reiseroute können im Logbuch festgehalten werden.

Kurz Notiert: Die Bürstner Premio 450 TS und 520 TK verkaufen zehn Inter-Caravaning-Händler als "IC-Line". Sie kosten 14.550 und 16.560 Euro. Im Preis sind Therme, Fahrradträger und mehr drin. Der Preisvorteil beträgt 1.939 Euro

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CARAVANING

Datum

14. Oktober 2014
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