Test: Opel Astra 2010 6 Bilder Zoom

Opel Astra 1.7 CDTI im Test: Sprung nach vorn

Der neue Opel Astra erreicht mit dem kleinen 1.7 CDTI 125 PS ­Leistung – wie schlägt er sich damit im Zugbetrieb?

Der neue Astra, optisch ein echter Sprung in der Opel-Modell-Historie. Seit diesem Jahr wird die Schrägheck-Variante ausgeliefert, der volumenstärkende Kombi respektive Caravan wird erst im Herbst erwartet. Doch bereits die fünftürige Standard-Variante zeichnet sich mit guten Zuladungsreserven und einer respektablen Anhänge­last von bis zu 1500 Kilogramm aus. Abhängig natürlich von der Motorisierung: Während der 100-PS-Benziner mit 850 Kilo das untere Ende markiert, sind die 1500 Kilogramm dem lei­s­tungsstärksten Benziner sowie den beiden Top-Dieseln mit 125 und 160 PS vorbehalten.

Der 1.7 CDTI ab 22990 Euro ist somit die günstigste Lö­sung, mit dem Astra adäquate 1500-Kilogramm-Wohnwagen zu ziehen. Der robuste Turbodiesel mit sechzehn Ventilen und Commonrail-Einspritzung bringt es auf stattliche 280 Newtonmeter Dreh­mo­ment, zwi­schen 2000 und 2700 Touren. Ein Moment, das zwar kräftig, aber besonders beim Anfahren etwas spät einsetzt. Im klassischen Zugbetrieb hat das keine Auswirkungen. Mit ruhigen 2500 Touren marschiert der beladene Astra mit 1400-Kilo-Testcaravan am Haken auf der Prüfsteigung konstant mit Tempo 80 bergan. Wer die erlaubten Tempo 100 auch am Berg nutzen will, muss tief ins Getriebe und damit auch in die Tankkasse greifen: Der dritte Gang ist gefragt, die Drehzahl schnellt auf 3750 Umdrehungen. Tribut an den vergleichsweise kleinen Hubraum, das recht lang übersetzte Getriebe und nicht zuletzt die doch stattlichen 1500 Kilogramm Leergewicht des neuen Astra. Souverän zieht der Opel hingegen auf ebener Strecke: Sowohl bei 80 wie auch bei 100 km/h lässt er sich bei 1750 respektive 2300 Touren gut im fünften Gang halten.

Rangieren am Hang? Kein Problem. Mit der in dem Paket „Sport“ enthaltenen elektri­schen Parkbremse mit Berganfahrassistent wird das teils diffizile Anfahren einfach. Lediglich im Rückwärtsschub sollte man nicht zu viel erwarten: Die notwendige Anfahrdrehzahl ist vergleichsweise hoch, die Kupp­lung entsprechend belastet.

Ein Sahnestück in Sachen Fahrdynamik ist das neu konzipierte Fahrwerk des dynamischen Opels. Die elektrische Servolenkung in Verbindung mit dem prä­zise führenden Watt-Gestänge an der Hinterachse ist ohnehin serienmäßiger Astra-Bestandteil, gegen rund 900 Euro Aufpreis gibt’s die adaptiv verstellbaren Dämp-fer des Flex-Ride-Fahrwerks dazu. Kom­­fortables Federn oder sport­lich-straffe Dämpfung – per Knopfdruck auf „Tour“ oder „Sport“ wird nicht nur die Dämpferhärte variiert, parallel wird auch die Ansprache von Lenkung und Gaspedal sowie auf Wunsch die Farbe der Instrumentenbeleuchtung individuell angepasst.

Wer auf Farbenspiele im Innenraum und variierbare Dämp­fer verzichten will, investiert dieses Geld alternativ in den nur 915 Euro teureren Zweiliter-Diesel mit 160 PS. Bei fast identischen Verbrauchswerten, aber spürbar besserem Ansprechverhalten nicht nur als Zugfahrzeug die bessere Wahl.

Preis: 15900 Euro
Motor: Diesel
Leistung: 92/125 kW/PS
Drehmoment: ab 2000/min 280 Nm
Antrieb: Frontantrieb
Schadstoffnorm: serienm. Partikelfilter, Euro 5
Beschleunigung solo 0-100 km/h: 11,5 s
Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h
Verbrauch solo/Gespann: 6,3/12,7 l/100 km
Länge: 4,42 m
Breite: 1,81 m
Höhe: 1,51 m
Leergewicht: 1503 kg
Zul. Gesamtgewicht: 2020 kg
Zuladung abzügl. Stützlast (75 kg): 502 kg
Anhängelast 12 %: 1500 kg
Zul. Zuggewicht : 3580 kg
Testgewicht Zugwagen/Caravan: (jeweils beladen) 1750/1400 kg
Stauraum hinten: 370 - 1235 l

Autor

Datum

26. Juli 2010
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