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Premiere Eriba: Zurück nach vorn

Der Eriba touring ist so etwas wie ein Heiligtum, jedoch kein unantastbares. Für 2014 wird der Reisezwerg leicht überarbeitet.

Über den Retro-Trend kann der Eriba Touring nur lachen. Der Touring ist nämlich ein Original aus vergangenen Zeiten, das behutsam über die Zeit in die Zukunft getragen wird. Wird es angetastet, dann nur, um an Optik und Funktion zu feilen. Konstruktiv wird und darf sich nichts ändern, denn mit seinem alubespannten Stahlkäfig leistet er sich ein Alleinstellungsmerkmal, das sich auf die Haltbarkeit, aber auch Gewicht und Preis auswirkt.

Damit lässt sich auch der Zwiespalt erklären, in dem die (Weiter-)Entwickler aus Bad Waldsee stecken. Auf der einen Seite darf der kompakte Reisecaravan wegen des hohen Preises nicht zu simpel gebaut sein, auf der anderen aber auch nicht noch schwerer und schicker werden. Sonst wenden sich die Traditionalisten ab, die gerne den hemdsärmeligen Reisecaravan der Vergangenheit konserviert sähen.

Gut möglich, dass der Touring des Modelljahres 2014 beide Seiten zufriedenstellt. Das beginnt mit der Wiedereinführung des helleren Holztons „Merano Birnbaum“, der das Interieur geräumiger macht. Des Weiteren kehrt ein Grundriss-Klassiker zurück ins nun achtteilige Programm: Der rund 17.500 Euro teure Touring Triton 420. Beim Umzug der Produktion von Frankreich nach Bad Waldsee durfte dieses Modell zunächst nicht mitkommen. Der 420 ist der größere Bruder des Touring Familia 320, mit dem er sich die Bug-Einrichtung teilt: Küche und Bad. An beiden Bereiche hat Eriba schon in der letzten Saison Hand angelegt und einige Kritikpunkte aus der Vergangenheit eliminiert.

Das Heck des 420ers beherbergt zwei Längssitzbänke, die im Falle des für England bestimmten Fotowagens mit optionalen ausziehbaren Lattenrosten und Komfortpolstern bestückt waren, die den Bettenbau vereinfachen sollen, dies aber nicht konsequent tun. Die Roste laufen schwer, zum Ausziehen muss man in der Mitte stehen und der große Tisch, der während der Fahrt an Gurten auf der rechten Sitzbank befestigt wird, in diesem Fall ganz weg. Auch das Nachtkästchen braucht, wenn es weg soll, einen Platz. Die Polsterteile fügen sich zu einer etwas welligen, aber bequemen Liegefläche von 1,97/1,90 mal 1,88 Meter Größe zusammen.

Doch das ist noch nicht das Ende der Touring-Bewegung. In den Startlöchern steht auch die Neuauflage des GT, dem ersten Touring mit Silber lackiertem Glattblech. Der GT könnte die Ära eines noch klassischeren Touring einläuten und damit ein weiterer mutiger Schritt zurück nach vorn sein.

Eriba Touring - die Baureihe im Überblick

• Reisecaravan-Baureihe mit Hubdach und einzigartigem Stahlkäfig-Aufbau
• Aufbaulängen: 3,71 bis 4,71 Meter, Preise von 14.790 bis 19.490 Euro
• Neu 2014: Grundriss Triton 420 und Möbeldekor

Alle Neuerungen im Überblick

Alle Eriba-Modelle mit Ausnahme des Touring bekommen im Modelljahr 2014 komfortablere Kaltschaummatratzen und edel wirkende Wand- und Deckentapeten in Seidenoptik. In den Kompaktcaravan-Baureihen Touring, Feeling und Nova L werden die Sitzgruppen künftig mit stärker konturierten Rückenpolstern ausgerüstet. Flachere Polsterteile für den Bettenbau sind Option.

Eriba Nova s 485: Neuer Kompakt-Grundriss

Der Luxus-Baureihe Eriba Nova S bekommt Zuwachs am unteren Ende der Größenskala. Der Nova S 485 stand zwar bereits ab Januar in den Preislisten, wurde aber noch einmal intensiv überarbeitet. Hauptaugenmerk galt dabei der Verbesserung des Raumgefühls. Zu diesem Zweck wurde die Einheit aus Kleider- und Kühlschrank etwas flacher. Zudem schrumpfte die TV-Ablage neben dem Eingang, um den rechten Schenkel der Sitzgruppe auf ein komfortables Maß zu längen. Ebenfalls neu, und zwar für alle Nova S, ist der Holzfarbton „Noce Milano“.

Der ausgeschäumte Pual-Aufbau des Eriba Nova S 485 ist 5,90 Meter lang und 2,30 Meter breit. Damit positioniert Eriba den rund 30.000 Euro teuren Wagen exakte Preise stehen noch nicht fest mit 1,8-Tonnen-Chassis als luxuriösen Reisecaravan. Außerdem gibt es im Modelljahr 2014 erstmals eine Warmwasser-Fußbodenheizung im Nova S.

Fendt Bianco Selection 465 SFB: Ingo Werner

Autor

Foto

Ingolf Pompe

Datum

25. Juli 2013
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