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Premiere Kabe 2017: Neue Einsteiger- und Luxus-Modelle

Kabe bringt 2017 ihre Einsteiger-Baureihe und einen neuen Luxus-Grundriss von Schweden zu uns nach Deutschland. Die verschiedenen Modelle haben große Unterschiede im Aussehen und im Preis.

Es läuft bestens für Kabe: Die Caravanproduktion wurde aufgrund der großen Nachfrage von 1450 Einheiten auf 1750 angehoben, aktuell denkt man im beschaulichen Tenhult sogar über eine nochmalige Aufstockung nach. Allerdings nur, wenn dadurch keine Qualitätseinbußen entstehen, schwört Verkaufsleiter Joakim Karlsson. Und tatsächlich wird in der Produktion – Kabe setzt ausschließlich auf schwedische und europäische Zulieferer – auch jetzt konzentrierte Handwerksarbeit geleistet. Dabei macht Kabe bei seinen Baureihen Classic, Edelstein-Serie, Royal, Imperial und Hacienda keinerlei konstruktive Unterschiede. Sie alle entstehen nach dem gleichen aufwendigen Prinzip mit dicker PU-Schaumdämmung verbindenden Kunststoffprofilen.

Kabe Classic: Der günstigste der Schweden-Caravans

Darum dürfen Kunden auch vom hierzulande erhältlichen Classic dieselben Top- Wintereigenschaften erwarten wie bei allen anderen Modellen. Die günstigeren Grundpreise zwischen rund 35.000 und 51.000 Euro, die den Wagen etwas näher an Wettbewerber wie den Eriba Nova SL rücken sollen, erreicht Kabe durch die reduzierte Ausstattung und den Verzicht auf Individualisierungsoptionen, die Royal, Imperial und die riesigen Hacienda auszeichnen.

Auffälligstes Merkmal des Classic ist die unverkleidete Heckwand. Innen fehlen die ein oder andere LED-Lichtleiste sowie diverse andere, vornehmlich optische Highlights. Warmwasser- samt Bodenheizung und das regelbare Belüftungssystem gibt’s natürlich auch beim Classic. Zwei Grundrisse debütieren für 2017: In der 5,50-Meter-Klasse sind das der 560 XL, der eine Rundsitzgruppe im Bug mit Einzelbetten im Heck kombiniert, sowie der große 780 DGDL (ca. 50.500 Euro) mit seinem Kinderzimmer samt Dreifach-Etagenbett im Heck. Bei den Extras steht im Wesentlichen das Komfort-Paket zur Verfügung, das einen größeren Kühlschrank, ein Panorama-Dachfenster, ein Bluetooth-/CD-Radio und eine Serviceklappe unter dem Bett mitbringt.

Luxus pur: Kabe Royal und Imperial

Etwas mehr hat sich bei den Luxuscaravans Royal und Imperial getan. Die Oberschränke tragen weißes Hochglanzdekor, die Küchenfronten neben Handtuchhaken ein neues Holz, das auf Wunsch gegen Hochglanz getauscht werden kann. Echtholzprofile schließen die Oberschränke unten ab. Die wagenbreiten Waschräume der GLE-Modelle bekommen ein neues Design inklusive beleuchteter Regale und praktischerer Waschbecken sowie stabilerer Türschlösser. In den Imperial-Modellen sind die zwei Gas- und die zwei 230-Volt-Induktionskochfelder bündig in die Arbeitsfläche eingelassen. Außerdem wurden im Imperial die Sitzstaukästen mit runden Eckprofilen schicker und gleichzeitig stabiler gestaltet sowie mit LED-Leuchtbändern versehen. 

Als Prototyp ausgestellt war der Imperial 630 TDL FK KS mit Bugküche nach Adria-Art. Kein Zufall, denn Kabe fungiert als Skandinavien-Importeur und Entwicklungspartner der slowenischen Marke. An die Bugküche setzt die feudale Sitzgruppe an, Einzelbetten vor dem Heckwaschraum komplettieren die Einrichtung des Tandemachsers. In Royal und Imperial debütiert jetzt auch das LIN-BUS-basierte Smart-D-System, das Kabe entwickelt und an Dometic verkauft hat, um europaweiten Service garantieren zu können. Funktionen und Möglichkeiten des Systems haben wir im Kasten rechts zusammengefasst. 

Bei der Edelstein-Serie, deren Mitglieder Briljant, Smaragd, Ametist, Safir, Onyx und Diamant sich nur durch ihre Grundrisse samt modularen "Flexline"-Optionen (das Heck kann mit Möbelmodulen nach Wunsch bestückt werden) unterscheiden, gibt es künftig nur noch das Komfort-Paket mit zweitürigem Kühlschrank, Heki, Bluetooth-Radio und Serviceklappe. Als Zubehör stehen Mikrowelle, Ofen, Klimaanlage, ein von der Heizung gespeister Handtuchtrockner, ATC und Glattblech zur Verfügung.

Das Smart-D-System von Kabe

Der Bordrechner sitzt in einem rund Doppel-DIN-großen Gehäuse mit Touchscreen. Neben dem Hauptschalter beherbergt er virtuelle Schalter für alle Bordgeräte wie Heizung und Klimaanlage, die Lichter können per Schieber gedimmt werden, die Vorzeltleuchte auf Bewegungsmelder oder Dauerbetrieb umgestellt werden. Auch für die Orientierungsbeleuchtung im Schlafzimmer kann ein Bewegungsmelder aktiviert werden.

Eine Kabe-Besonderheit ist das Air-Vent-System: Am Bildschirm wird eine Innenraumtemperatur vorgewählt, ab der der Dachhauben-Ventilator anspringt und über die regelbare Bodenöffnung Frischluft ansaugt, um den Wagen zu kühlen. Des Weiteren ist eine GPS-Alarmanlage integriert, die dem Besitzer Push-Nachrichten sendet. Spannungs- und Temperaturanzeigen komplettieren das System. Als Smart D "Remote" wird die Bordelektronik zur mobilen, Cloud-basierten Daten-Kupplung mit 4G-Standard, die ein intern codiertes W-LAN-Signal ausstrahlt und damit auch Streaming-Möglichkeiten wie Netflix oder Spotify ermöglicht. Durch den Wegfall der Roamingebühren sind diese Dienste auch im Ausland erschwinglich. Via App erfolgen Steuerung und Überwachung auch via Smartphone, Tablet oder PC.

Fendt Bianco Selection 465 SFB: Ingo Werner

Autor

Foto

Ingo Wagner

Datum

19. August 2016
Dieser Artikel stammt aus Heft CARAVANING 8/2016.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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