Test: Skoda Octavia 2.0 TDI 4x4 7 Bilder Zoom

Skoda Octavia 2.0 TDI im Zugwagen-Test: Das Supertalent

CARAVANING hat die brandneue Allrad-Version des Skoda Octavia Combi mit dem kräftigen 150-PS-Diesel schon vor den Test-Trailer gespannt. Der Arbeitsplatz ist ergonomisch bestens eingerichtet.

Dass Skoda aktuellste VW-Technik nutzt, ist kein Geheimnis mehr. So bekommt der neue Octavia sowohl den gleichsam durchzugsstarken wie sparsamen Zweiliter-TDI mit 150 PS als auch die jüngste Evolutionsstufe des Allradantriebs aus dem Golf VII. Obwohl es diese Kombination nur mit Sechsgang-Schaltgetriebe gibt, trägt Skoda in die Papiere zwei Tonnen Anhängelast ein, mit denen wir den Octavia auch über die Teststrecke geschickt haben. Doch dank hervorragender Präzision und Abstufung des Getriebes, widerstandsfähiger Kupplung, kräftigem Berganfahrassistenten und einem Tempomat, der nach Schaltvorgängen aktiv bleibt, kommt der Wunsch nach dem Doppelkupplungsgetriebe DSG selten auf. Das kostet mit 1800 Euro übrigens exakt denselben Aufpreis zum 150-PS-Octavia mit Frontantrieb wie der Allradantrieb.

Fahrgefühl, Motor und Verbrauch

Das 4x4-System mit elektronischer geregelter Haldex-Kupplung reagiert selbst bei Schleichfahrt so fix und feinfühlig, dass sich der Octavia auch im Matsch und beladen souverän fortbewegt. Dabei hilft auch der Motor, der schon knapp über Leerlaufdrehzahl willig Leistung bereitstellt.

Zur absoluten Höchstform läuft der TDI dann ab 2000 Touren auf, erst kurz vor dem roten Bereich ebben Drehmoment und Leistung ab. Nur wer den Motor aus dem Golf kennt, gewinnt den Eindruck, dass er dort minimal besser geräuschgedämmt ist.

Mit seiner bulligen Charakteristik absolvierte der Testwagen die neue CARAVANING-Verbrauchsrunde mit 10,5 Liter für 100 Kilometer, solo sind zwischen sechs und sieben Liter eher Regel als Ausnahme.

Obwohl er selbst nur knapp 1500 Kilogramm wiegt, hat der Octavia das Zwei-Tonnen-Trumm gut im Griff. Provoziertes Pendeln klingt schnell und ohne Einsatz des Anhänger-Stabilitätsprogrammes wieder ab. Die Federung findet auch im Gespannbetrieb die Balance aus Komfort und stabilisierender Straffheit – auch ohne das elektronisch auf Knopfdruck verstellbare Fahrwerk des Golf. Allerdings lässt sich das Ansprechverhalten des Motors beeinflussen. Den Eco-Modus mit gekappter Leistung verweigert der Octavia, wenn die Elektrik einen Anhänger bemerkt.

Der Innenraum des Skoda Octavia 2.0 TDI

Der Innenraum zeichnet sich durch sehr gute Sitze samt bester Ergonomie aus. Die Rücksitze sind selbst Erwachsenen zumutbar, und der Laderaum mit doppeltem Boden ist für die meisten Aufgaben gewappnet. Sogar an Aussparungen zum Transport gerade nicht benötigter Lastenträger hat Skoda gedacht, nicht zu vergessen der Eiskratzer im Tankdeckel.

Die Details, die von Sparzwang künden, um günstige Preise zu ermöglichen, sind weitaus spärlicher gestreut. Eigentlich gibt es nur zwei Beispiele: Zum Zuziehen des Kofferraumdeckels muss ein simpler Gummistrick genügen, und – viel wichtiger – der Octavia hat nur eine einsteckbare Anhängevorrichtung. Beim Golf schwenkt sie unter dem Stoßfänger hervor.

Das ändert freilich nichts daran, dass Skoda mit dem Octavia Combi erneut ein hervorragendes Auto zu einem fairen Preis auf die Räder gestellt hat. Und mit Allradantrieb wird aus ihm ein wahres Supertalent.

Auf der nächtsten Seite: Testwertung, Daten und Messwerte.

Fendt Bianco Selection 465 SFB: Ingo Werner

Autor

Foto

Frank Eppler

Datum

10. Februar 2014
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