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Tabbert Puccini: Luxus nach Art des Hauses

Der neue Tabbert Puccini trägt Stil und Luxus der sündteuren Grande Jeunesse in die Niederungen des Serienbaus.

Als Meister mit ausgeprägtem Hang zur Dramatik beschreiben Kenner den italienischen Opernkomponisten Giacomo Puccini (1856–1929). Nicht weniger dramatisch ist, was sich heute im Zeichen des großen Meisters tut: Der Tabbert Puccini ersetzt zum Modelljahr die Tabbert Jeunesse, die seinerzeit mit weißer Karosserie und modernem Mobiliar die formale Kehrtwende beim Traditionshersteller aus Sinntal-Mottgers eingeleitet hatte.

Und auch der Puccini, der die Reihe der großen Meister in der Tabbert-Nomenklatur fortsetzt, hat das Zeug, eine neue Ära einzuläuten. Bereits ab 20 990 Euro, und damit exakt so teuer wie die abgelöste Jeunesse, gewährt er Eintritt in die feine Welt der Luxuscaravans. Denn wie Giacomo Puccini einst seinem Vorbild Giuseppe Verdi nacheiferte, imitiert Tabberts Luxus-Spross die in Klavierlack, Leder und Edelholz schwelgenden Grande Jeunesse. Wie gut Tabbert die Imitation des eigenen High-End-Produktes gelungen ist, erschließt sich beim direkten Vergleich der Caravans und beim Blick auf die Preisliste: Eine auf Kundenwunsch gebaute Grande Jeunesse 620 E ist mindestens 68 990 Euro teuer.

Und so greift der Puccini optisch in die Vollen, nimmt sich, was er von der Grande Jeunesse bekommen kann. Cremefarbene Schnittflächen an Tisch- und Ablageflächen setzen Kontrapunkte zu den dunkel lackierten Möbeloberflächen aus Eibe-Echtholzfurnier.

Verchromte Beschläge mit erstaunlicher Resistenz gegen Fingerabdrücke setzen Glanzpunkte im gediegenen Interieur. Damit die Funktion nicht hinter der Optik zurückbleibt, hat jede Möbelklappe ihren eigenen Gasdruckaufsteller. Pushlock-Verschlüsse und ein massiver Sperrriegel am optisch hervorgehobenen Kühlschrank gehören ebenso zur Serienausstattung wie Aluminiumverstärkungen an neuralgischen Punkten der Möbel. Mit vielen liebe- und sinnvollen Details beweist der Puccini, dass er keine Mogelpackung ist. Im samtweichen Dachhimmel (Material: Alcantessa) kommen exklusiv für Tabbert gefertigte, dimmbare Deckenlampen zur Geltung, die den Raum direkt und indirekt beleuchten können. In einem Schienensystem über der Sitzgruppe gleiten 12-Volt-Spots dorthin, wo sie gebraucht werden. Der kleine, spulenfreie Umformer im Puccini verkraftet weitere bis zu 20 Watt starke Spots.

Neben zwei klassisch gewebten Polsterstoffen hat Tabbert für seinen Puccini das „gefühlsechte“ Kunstleder „La Bohème“ im Angebot, das ohne Aufpreis zu haben ist. Überhaupt verfolgt Tabbert beim Puccini ein bislang einmaliges Preis- und Grundrisskonzept. Denn: Alle Monoachser kosten 20 990 Euro. das gilt für den Doppelbettwagen 540 DV gleichermaßen wie für den Einzelbetten-Grundriss 540 E.

Beide Wagen sind in 2,30 und 2,50 Meter Außenbreite lieferbar, was keinerlei Einfluss auf den Preis hat. Die Modelle 560 DV und 560 E sind gleich lang wie die 540er, verzichten zugunsten einer längeren Sitzbank in der Rundsitzgruppe auf deren Wäscheschrank. Auch Puccini 560 E und DV sind ohne Aufpreis in Breitformat zu haben. Die Grundrisse der ausschließlich in 2,50 Meter Breite erhältlichen Tandemachser sind speziell für den Puccini entworfen worden.

Wie es Käufer von Standcaravans mögen, wuchern 655 D, 655 DF und 685 DF mit üppigen Kleiderschrankvolumina. Die 655er-Grundrisse unterscheiden sich durch die Position der Doppelbetten im Bug: Während es der „D“ vorne links trägt, positioniert es der 655 DF wie das Flaggschiff 685 DF in der Mitte. Auch die Preise für die Doppelachser sind streng kalkuliert: Die 655er stehen mit 25 990, der 685 DF mit 27 990 Euro in der Liste. Der beste Nobel-Preis könnte 2005 an Tabbert gehen.

Technische Daten
Hersteller: Tabbert
Modell: Puccini 540 E
Preis: ab 20990 EUR
Schlafplätze: 4
Zul. Gesamtgewicht: 1600 kg
Länge: 7650 mm
Breite: 2320 mm

Autor

Datum

18. August 2004
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