Test: VW Golf 2.0 TDI 4motion 9 Bilder Zoom

VW Golf 2.0 TDI 4motion im Test: Mister Perfect

Mit Allradantrieb und 150-PS-TDI ist der neue VW Golf ein annähernd perfektes Rundum-Sorglos-Paket. Vor allem beeindruckt er mit seiner hohen Anhängelast. CARAVANING hat den Golf als Zugwagen getestet.

Auch in der siebten Generation ist der VW Golf ein Normalo, ein Opportunist, ein Auto, das alle glücklich machen will. Das Faszinierende daran: Der VW Golf kann es. Und zwar fast perfekt. Eigentlich muss man die Golf-Limousine nur dann von der Liste streichen, wenn ihr Platzangebot nicht ausreicht. Was in erster Linie für den Kofferraum gilt, der beim Allradmodell 37 Liter kleiner ist als beim Fronttriebler, weil das Hinterachs-Differenzial Platz braucht.

Bei der Anhängelast macht der Golf sogar größeren Autos was vor. Vor allem als Allradvariante in Kombination mit dem 150-PS-TDI, die ab 27.975 Euro kostet und nur mit Schaltgetriebe zu haben ist: 1700 respektive 1900 Kilogramm (bis 8 % Steigung) darf der 4motion ziehen 100 Kilo mehr als der Golf mit Vorderradantrieb, der 2700 Euro billiger ist.

Es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln, dass der Golf mit den hohen Anhängelasten fertig wird. Das gesamte Fahrzeug ist von unerschütterlicher Solidität und Qualität, was sich auf das Fahrverhalten auszuwirken scheint. Vor allem mit elektronisch verstellbarem Fahrwerk (DCC, ab 990 Euro) wechselt der Golf via Touchscreen vom Wetzeisen zum komfortablen Kilometerfresser. Wie fast immer erweist sich die Normalstellung im Gespannbetrieb als bester Komfort-Kompromiss. Denn wegen des kurzen Hecküberhangs übertragen sich die Pumpbewegungen der Caravan-Deichsel unmittelbar in den klasse verarbeiteten Innenraum. Bedienelemente und Knöp-fe sind dort angesiedelt, wo man sie vermutet, das neue, 2725 Euro teure Navigationssystem Discover Pro ist kinderleicht beherrschbar, und die Vordersitze zwicken auch nach Hunderten Kilometern nicht.

So fährt sich der VW Golf als Zugwagen

Auch die Fahrstabilität des Golf ist hervorragend, selbstverständlich wacht das ESP auch über den Anhänger. Der dockt am Schwenkhaken an, der sich beim Testwagen oft erst nach mehrmaligem Zug am Auslöser entriegelte. Per Hand rastet der Haken gut hörbar ein. Die integrierte Steckdose hält Abstand zum Kugelkopf, weshalb sich Stecker und Schlingerdämpfer, anders als beim VW Passat, nicht ins Gehege kommen.

Der neue Zweiliter-TDI gefällt aber durch vibrationsarmen Lauf, gleichmäßige Kraftentfaltung und akzeptablen Verbrauch. Im Alltag zerstäubten die Einspritzdüsen 6,6, mit 1400-Kilo-Caravan rund zehn Liter pro 100 Kilometer.

Die leichtgängige Kupplung steckt Rangierstress sehr gut weg, das Sechsganggetriebe ist von knackiger Präzision und von den Gangabstufungen her bes-tens auf alle Fahrsituationen abgestimmt. Dank des blitzschnell reagierenden 4motion-Allradantriebs zieht der Golf 7 den Caravan aus jeder Wiese. Die elektrische Parkbremse in der Mittelkonsole schützt das Gespann mittels ihrer Auto-Hold-Funktion auch an steilen Anstiegen vor ungewolltem Zurückrollen.

Die siebte Generation des Golf untermauert seine Vormachtstellung in der Kompaktklasse. In der Summe seiner Eigenschaften ist er nahe an der Perfektion. Und für Caravaner, die einen kompakten Alltagswagen mit hoher Anhängelast suchen, ein Top-Tipp.

Auf der nächsten Seite: die CARAVANING-Testwertung und Daten & Messwerte im Überblick.

Fendt Bianco Selection 465 SFB: Ingo Werner

Autor

Foto

Ingo Wagner

Datum

21. Juli 2013
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