Motor, Getriebe und Verbrauch
Satte Motorleistung, gepaart mit traktionsfestem Allradantrieb, ist, wie hier am Mercedes E 320 CDI T 4-Matic, ein sicheres Rezept gegen den zurrenden Widerstand einer hohen Anhängelast.
Den Ruf als herausragende Zugspitze in der Oberklasse verteidigt das T-Modell gegen den im Frühjahr 2007 modellgepflegten BMW 530 xd Touring. Zum Test tritt er gleich doppelt an: im Serienzustand mit Handschaltgetriebe sowie verbesserter Wandlerautomatik (2160 Euro Aufpreis).
Der Mercedes hat die Automatik in Serienausstattung, per Allrad aber nur fünf- statt siebenstufig; das Spitzendrehmoment sinkt dabei etwas ab. Mit etwa 500 Newtonmeter scheinen beide Drei-Liter-Diesel dennoch sehr gut versorgt. Der 4-Matic zieht spontan los, hängt unter 2000 Touren aber zäh am Gas und wird erst per "Kickdown" lebendiger. Beim Automatik-5er bessert die variable Ladergeometrie (VTG) den Durchzug gleich nach dem rutschfreien Start kräftiger auf. Obendrein verhelfen ihm kürzere Schaltzeiten, ein paar PS mehr und 100 Kilogramm Wagengewicht weniger zum rascheren Beschleunigen – schneller spurtet selbst der Schaltgetriebe-5er nicht auf Tempo 100.
Getriebe
Die Gangstufen sind am Automatik-5er breit gespreizt und gestatten so den schonenden Umgang mit Drehzahlen: Bei 90 km/h kann das Gespann bei nur 1300 Touren ruckfrei rollen. Die enger gestufte Mercedes-Automatik lässt den Motor höher drehen – etwa auf dem Niveau, das auch der Schaltgetriebe-5er vorlegt.
Verbrauchswerte
Hier wie dort mit Folgen für den Verbrauch: Am Ziel der Normrunde über 170 km hatte der Mercedes 15,2 L/100 km verbraucht, der Automatik-BMW nur 13,2 Liter. Um keinen Zehntelliter sparsamer war der Schaltgetriebe-5er, was für den guten Wirkungsgrad der BMW-Wandlerautomatik spricht. Die sportlich-dynamische Auslegung offenbart im Gespann jedoch einen Zielkonflikt: Beim Beschleunigen und allgemein bergauf drückt sie forsch auf die Tube und hält den Motor bei konstantem Gas überlang auf der hohen Drehzahl einer kleineren Gangstufe, wo es die längere dank des üppigen Drehmoments auch tun würde. Per sequenzielle Handschaltung (Steptronic) lässt sich das Hochschalten – kraftstoffsparend – forcieren. Bereitwilliger schaltet der Mercedes-Automat, ohne den Kraftfluss zu früh zu stoppen; den Schwenk zur Schaltgasse (Tippshift) darf man sich aus dem Grund eher verkneifen.




