Der VW Multivan Generation Six hat eine Anhängelast von 2500 KG. 9 Bilder Zoom

VW Multivan Generation Six im Test: VW-Bus wurde entscheidend verbessert

Die Zweifarb-Lackierung ist für viele die offensichtlichste und entzückendste Neuerung am VW Multivan der sechsten Generation. Der neue VW-Bus ist im Kern ganz der Alte. Und hat sich doch verbessert.

Die Zweifarb-Lackierung (2142 Euro für das Sondermodell Generation Six) basiert auf dem Vorgänger T5 und greift, abgesehen von dezenten Modifikationen außen, nur dort an, wo es bisher Mecker gab. Und der traf neben dem etwas schlappen Top-Motor mit 180 PS vor allem Fahrkomfort und Elektronik, wozu Fahrerassistenz- und Navigationssysteme zählen. T5-Besitzer, die angesichts dessen sofort auf den „Brauch-ich-eh-nicht“-Knopf drücken, werden spätestens bei der neuen Rücksitzbank neidisch: Sie lässt sich beim T6 nun verschieben, ohne vorher die Lehne nach vorn klappen zu müssen.

VW Multivan Generation Six mit Top-Motor

Dass man die bequemen Vordersitze jetzt elektrisch verstellen kann (1380 Euro) – geschenkt. Werfen wir den Motor an, der immer noch zwei Liter Hubraum, aber in der Top-Version 204 PS und 450 Newtonmeter Drehmoment bereitstellt. Mit ihm marschiert der Bus jetzt so souverän, wie man es von einem Spitzenmodell erwartet. Übrigens auch mit dem zwei Tonnen schweren Testtrailer am unverändert abnehmbaren Haken (916 Euro), der ebenso unverändert schwer erreichbar im linken Kofferraum-Seitenfach lagert. Überdies bleibt der Vierzylinder auch bei starker Beanspruchung leise und sparsam: Die Gespanntestrunde absolviert der T6 mit einem Verbrauch von 12,2 Litern pro 100 Kilometer.

Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe DSG (2338 Euro inkl Abstandstempomat) hilft beim Sparen, da es mit gewohnt schnellen Gangwechseln die Drehzahlen niedrig hält. Kein Wunder: Das maximale Drehmoment liegt ab 1400 Umdrehungen an. Doch der schnelle Drehmomentanstieg überrumpelt beim Anfahren die Automatik: Nach der DSG-Gedenksekunde schnappt die Kupplung so zu, dass dabei schon mal die Vorderräder scharren. Hier helfen nur ein sensibler Gasfuß – oder der Allradantrieb 4motion (3326 Euro). 

Neu abgestimmte Lenkung und neues Fahrwerk

VW hat die Lenkung und das Fahrwerk neu abgestimmt. Vor allem wenn die adaptiven Stoßdämpfer auf „C“ stehen wird der Bulli richtig sanft, schwingt aber nach. Wie so oft der beste Kompromiss: Die Normalstellung, in der das Nicken der Deichsel am wenigsten durchschlägt. Quatsch beim Bus ist der harte Sport-Modus. Unabhängig von den im Generation Six serienmäßigen Adaptiv-Dämpfern rollt der T6 deutlich geschmeidiger ab. Von den neuen Assistenzsystemen ist der Abstandstempomat das einzige, das im Gespannbetrieb echten Nutzen bringt. Denn den Rangierassistenten hat ausgerechnet der T6 nicht bekommen, weil er nach wie vor keine elektrische Servolenkung hat. Und einen Kritikpunkt hat VW ebenfalls nicht abgestellt: Die enormen Grund- und Zubehörpreise. Das Sondermodell Generation Six ist da beinahe ein Schnäppchen.

Fendt Bianco Selection 465 SFB: Ingo Werner

Autor

Foto

Dieter S. Heinz

Datum

12. Januar 2016
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