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VW Golf und Opel Astra: Zugspitze

Als Zugspitze für kleinere Caravans hat sich die Kompaktklasse längst etabliert – allen voran VW Golf und Opel Astra, die jetzt in Neuauflage antreten. Motorzugkraft, Anhängelasten und Liefertermine in diesem Report.

Das Duell der kompakten Bestseller, dritter Akt: Zwei- und viertürig ist der Golf V bereits mit einzelnen Motoren seiner Palette gestartet, der Astra III soll Ende März 2004 bei den Händlern stehen. Beide Fronttriebler galten bisher als potente Zugspitzen in der kleinen Klasse – und werden es auch weiterhin sein, wenn auch mit veränderten Vorzeichen, die von neuen Motoren gesetzt werden.

Mit der Gesamtlänge wuchs beim Golf V auch der Radstand, so dass der heckseitige Überhang nicht größer wurde. Vom längeren Radstand könnte die Fahrstabilität im Gespann sogar profitieren.

Die kleinen Benziner mit 1,4 und 1,6 Liter Hubraum gibt es sowohl mit konventioneller Saugrohreinspritzung wie auch als Direkteinspritzer (FSI); nominell sind sie etwas zugkräftiger und auch geringfügig sparsamer. Beide 1.4er haben dieselbe Gangstufung. Ob der 1.4 FSI aber ebenso gut anzieht wie der 1.4, wird erst ein direkter Vergleich zeigen können. Der 1.6 FSI hat gegenüber dem 1.6 ein Sechsganggetriebe, das jedoch nur als Overdrive fungiert; Gang eins bis fünf sind identisch übersetzt.

Nach den Erfahrungen im Golf IV dürfte der konventionelle 1.6er dem FSI leicht überlegen sein. Zum stärksten Benziner, 2.0 FSI, gibt es keine Alternative; er powert von unten heraus jedenfalls deutlich besser als beide 1.6er und dürfte sich im Benzinersegment als beste Wahl für 1200-Kilo-Caravans erweisen. Im Durchzug werden alle Benziner von beiden TDI-Motoren überboten – voll tauglich für 1400 Kilo Anhängelast an der 12-Prozent-Steigung; dort dürfte der 2.0 TDI jedoch souveräner anziehen als der 1.9 TDI – nicht nur durch mehr Drehmoment, sondern auch der etwas schärferen Gangstufung wegen. Der saugende Diesel, 2.0 SDI, ist nur begrenzt caravantauglich, die Anhängelast liegt jetzt bei 1000 (vorher 850) Kilo. Schon der Astra II hatte mehr Radstand als der Golf IV, weshalb er für die verlängerte Schrägheck-Karosse des Astra III nur um wenige Millimeter wachsen musste; das Überhangmaß entspricht dem des Golf V, ebenso die stattliche Bereifungsgröße 195/65 R 15.

Während der Golf bis 12 Prozent maximal 1400 Kilo ankuppeln darf, sind es beim Astra voraussichtlich 1500 Kilo, die den stärksten Benzinern (2.0 Turbo) und dem 1.9 CDTI vorbehalten sind. Der schwächere Turbo-Benziner packt schon ab 1950/min mit bestem Drehmoment zu, sein Sechsganggetriebe ist jedoch länger gestuft als im stärkeren 2.0 T. An Zugstärke wird auch er vom 1.9 CDTI übertroffen; alle Diesel haben Common-Rail-Einspritzung und sind damit agiler als ihre DTI-Vorgänger. Von den 1.7ern wird wiederum der stärkere CDTI dank des variablen Turboladers zügiger hochziehen. Die kleinen Benziner, 1.4 und 1.6, machen sich ihr Abgas leistungssteigernd für die Motorfüllung zunutze (Twinport); als Zugspitze kommt aber ernsthaft nur der 1.6 in Betracht; wahlweise gibt es ihn auch mit automatisiertem Schaltgetriebe (Easytronic), das im Sportmodus gespanngerecht bei höherer Drehzahl schaltet. Der bessere Gespannführer dürfte in jedem Fall der bewährte 1,8-Liter sein, der als einziger auch eine vierstufige Wandler-Automatik erhalten wird.

Technische Daten
Hersteller: Opel AG, Volkswagen
Modell: Golf 1.6
Preis: ab 17995 EUR
Höchstgeschwindigkeit: 184 km/h
Hubraum: 1595 ccm
Anhängelast: 1200 kg
KW: 75 mm
PS: 102 mm
Hersteller: Opel
Modell: Astra 1.6
Preis: ab 16460 EUR
Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h
Hubraum: 1598 ccm
Anhängelast: 1200 kg
KW: 77 mm
PS: 105 mm

Autor

Datum

15. Februar 2004
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