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Eriba Feeling 425 Dauertest 2017

Ein Klassiker als neuer Dauertest-Wohnwagen

Eriba Feeling 425 Foto: Andreas Becker 16 Bilder

CARAVANING hat einen neuen Dauertest-Wohnwagen: Der bereits seit elf Jahren produzierte Eriba Feeling 425 mit Schlafdach muss ein Jahr lang zeigen, wie vielseitig und ausgereift er ist.

28.01.2017 Ingo Wagner

Seit 2005 begleitet mich der Eriba Feeling, diese spannende Mischung aus dem Vorgängermodell des jetzigen Nova und dem ehrwürdigen Touring. Beste Erinnerungen habe ich an das erste Fotoshooting mit dem Prototyp. Ich sollte mich so entspannt und dekorativ wie möglich ins Gras vor den Wagen legen. Dann wies der Fotograf unsere überaus hübsche Begleiterin an, ihren Kopf auf meinen Bauch zu betten, wozu er sie zu meiner großen Überraschung nicht lange überreden musste. Tja, manche Fotos sind einfach zu schnell im Kasten.

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CAR 01/17 Der neue Kandidat im Dauertest
Caravaning 01/2017
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Elf Jahre, diverse Tests und Touren später

Die Sympathien für den Reisewagen Eriba Feeling sind nicht verflogen, noch heute sieht er mit seinen blitzsauberen Glattblechwänden – ein Verdienst des Ausschäumens aller Hohlräume mit aufquellendem PU-Schaum – so alterslos und drahtig aus wie einst. Der Autor indes scheidet mittlerweile als Bildvordergrund aus. Da die Fotoromanze von damals kein Trennungsgrund für meine heutige Frau war, hat der Eriba Feeling 425, der als neuer Dauertester antritt, netterweise das 3.990 Euro teure Aufstelldach mit 1,93 mal 1,50 Meter großem Doppelbett – ideal für unsere zwei und die Kinder anderer künftiger Nutzer. Das Schlafdach, ursprünglich für den Kastenwagen Fiat Ducato entwickelt und satte 90 Kilogramm schwer, ersetzt das Serien-Hubdach und ist seit 2012 für den Feeling erhältlich. Kräftige Gasdruckdämpfer heben die GfK-Dachschale zuverlässig an. Beim Schließen sollte die Aufbautür geöffnet sein, damit sich der robuste, ziemlich licht- und luftdichte Zeltstoff sauber auf die Matratze legt und sich nicht aufplustert wie ein Blasebalg. Beim Testwagen fällt auf, dass einer der Drehverschlüsse zur Fahrsicherung der Dachschale nur dann stramm genug schließt, wenn der Stoff der Zeltvorderwand vollständig unter den Dachrand gestopft wird. Andernfalls hakt sie aus, wodurch das Dach zum Fall für die zusätzlichen Fangriemen werden könnte.

Außer auf Gewicht und Preis hat das Schlafdach auch auf Einsatzbereich und Ausstattung Auswirkungen. So kommt, quasi als Dreingabe, die vier Kilowatt starke Combi-Heizung mit Boiler und Wandkamin anstelle des übers Dach auspuffenden Heizkörpers vom Typ Truma S 3004 zum Einsatz. Außerdem vereitelt das Klappdach die Montage einer Markise und den komfortablen Einsatz im Winter. Sind die Wärmeverluste durch den schmalen Stoffstreifen des Standard-Hubdachs verschmerzbar, lässt sich der Feeling mit geöffnetem Schlafdach nicht mehr sinnvoll beheizen – vom Schlafen im eiskalten und noch immer unbeleuchteten Dachgeschoss einmal ganz abgesehen. Doch wer mit 1,75 Meter Stehhöhe zurechtkommt, kann den gut isolierten Feeling als vollwertigen Winterwohnwagen benutzen.

Strom durch das Moving-Paket

Da die Heizung auf Strom angewiesen ist, empfiehlt sich das 1.250 Euro teure Moving-Paket mit 95-Ah-AGM-Batterie und Ladegerät. Dazu gesellen sich vier zusätzliche 230-Volt-Steckdosen, der rollbare Abwassertank, Stützenteller, ein Deichselfahrradträger vom Typ Thule Superb und das geschmeidig und leicht rollende Premium-Stützrad mit Stützlastanzeige. Alles zusammen schlägt sich mit 56 Kilogramm auf der Waage nieder – die Auflastung von 1.200 auf 1.400 oder, wie beim Testwagen, 1.500 Kilogramm mittels tragfähigerem Chassis (395 Euro, 10 kg Extragewicht) ist die unabwendbare Konsequenz. So bleiben respektable 382 Kilogramm Zuladung auf das Leergewicht. Da kommt sogar eine Ablastung auf 1400 Kilogramm in Frage, um auch jüngeren Kolleginnen und Kollegen mit B-Führerschein Touren mit dem Dauertester zu ermöglichen. Dank des narrensicheren Fahrverhaltens und der kompakten Abmessungen überfordert der Feeling auch Anfänger nicht.

Neben den genannten Optionen hat Eriba dem Feeling 425 noch das Kuschelpaket mit Tagesdecke, zwei Dekokissen und Tischdecke (199 Euro Sparpotenzial), die Spülenabdeckung mit Schneidbrett (gut angelegte 55 Euro) und die 250 Euro teure Radiovorbereitung mit Antenne und zwei Lautsprechern an der Sitzgruppe spendiert. Um das Radio werden wir uns, wie jeder Kunde auch, selbst kümmern. So niedlich der Feeling ist, so erwachsen ist sein Preis: 23.979 Euro zeigt der Rechner am Schluss. Nackt, und das ist beim Feeling keine Übertreibung, steht er übrigens mit 17.690 Euro in der Preisliste. Die 40 und 60 Zentimeter längeren Modelle 470 und 442 sind 800 und 1.100 Euro teurer.

Die hohen Erwartungen, die an den hohen Preis geknüpft sind, konnte der Feeling bei zwei Kurzzeittests, darunter eine intensive Familientour mit dem damals neuen, aber bereits wieder begrabenen Schlafdach-450er, bereits weitgehend erfüllen. In rund einem Jahr werden Erkenntnisse in Sachen Dauerhaltbarkeit dazukommen. Wer den Werdegang des kleinen Eriba medial nachverfolgen möchte, der gibt auf unserer Homepage den Suchbegriff "Feeling" ein.

Die Innenbeleuchtung

Der erste Kontakt mit dem 425er zeigt: Stärken vergangener Tests sind noch heute gültig – einige Schwächen aber auch. Entkräftet hat Eriba die Kritik an der Beleuchtungsanlage: Statt Halogen- kommen nun LED-Leuchten zum Einsatz, was die Autarkie des Feeling erweitert. Geblieben ist es dabei, dass der Lichtschalter am Eingang nur eine Lampe befehligt. Anders und besser als früher jedoch nicht die über dem Heckbett, sondern jene über der Sitzgruppe. Über der Küche prangen nun drei LED-Spots mit Berührungssensor statt zwei Halogenstrahler. Kurz: Der Feeling ist durchweg besser beleuchtet als früher.

Das 1,93 Meter lange und 1,35 Meter breite Heckbett mit getrennten Kaltschaummatratzen ist so bequem, dass man sich den Aufpreis für Federkernmatratzen sparen kann. Ob sich der Schlafkomfort im einst als zu dünn und weich kritisierten Dachbett verbessert hat, können wir freilich erst sagen, wenn es wieder wärmer geworden ist.

Außenwand und Tür des nach oben offenen Bades, das trotz seiner Kompaktheit mehr Regale und Schränke hat als manche Feudal-Nasszelle, wirken dagegen deutlich stabiler als in früheren Testwagen, die schon intensiver im Einsatz waren. Vielleicht hat Eriba aber auch das damals abgegebene Versprechen wahr gemacht, diesen Bereich zu stabiliseren. Mal schauen, ob das Urteil zum Bad Bestand hat. Bestand hat auch die Küchenzeile, die mit 78-Liter-Kühlschrank, Dreiflammkocher, großem Unterschrank und als Schneidbrett ausgeformter Spülenabdeckung sämtliche Erwartungen übertrifft, die man angesichts der Wagengröße an eine Kombüse haben kann. Dasselbe gilt für die Stauräume. Die Menge an kleinen und großen Staufächern reicht locker für eine vierköpfige Familie. Auf eine gute gemeinsame Zeit, Eriba Feeling!

Der Eriba Feeling in Zahlen

Sitzgruppe mit zwei Längssitzbänken, umbaubar zum 200 x 100/130 cm großen Zusatzbett. Einhängetisch. Offene Ablage im Bug, Eckregale, Kleiderhaken, 1 Oberschrank über linker Bank.

Kleiderschrank 61 x 120 x 59 cm, 1-türig mit Kleiderstange, darunter Zusatzschrank 1-türig.

Sanitärraum: 75/60 x 175 (geschlossenes Dach) x 95 cm mit Toilette, 5 Ablagen mit Spannbändern, Waschbecken, mit Unterschrank, Wandschrank, Spiegel.

Doppelbett 135 x 193 cm; zweiteilige Kaltschaummatratze (14 cm) auf aufstellbarem Holzlattenrost, darunter Stauraum und 45-Liter-Frischwassertank. 4 Oberschränke, 2 Eckschränke mit Rolltüren. 4 Ablagen in den Ecken.

Küche 120 x 93 x 75 cm. 78-Liter-Kühlschrank, Dreiflammkocher mit Zünder. Spüle mit Abdeckung, Besteckschublade und Unterschrank. Daneben Ablage und Spiegelgarderobe mit offenen Staufächern im Unterbau.

Alle Infos zum neuen Dauertester Eriba Feeling 425 finden Sie im pdf-Dokument zum download.

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