Opel Insignia als Zugwagen: Zeichen der Zeit

Der neue Opel Insignia­ – CARAVANING hat Opels Zukunftssicherung im Hinblick auf seine Qualitäten als Zugwagen getestet. Das Ergebnis: Ein Auto mit guten Ideen und zeit­gemäßen Motoren.

Er ist ein starkes Symbol gegen die Krise, der neue Opel Insignia. Mit einem Feuerwerk an Innovationen tritt er in drei Varianten gleichzeitig an: als viertürige Limousine, fünftürige Schrägheckvariante und in der jüngst vorgestellten Kombiversion „Sports Tourer“.

Dazu sind neun unterschiedliche Motoren lieferbar: fünf Ecotec-Benziner, zwischen 115 und 260 PS, ab 180 PS grundsätzlich per Turbo aufgeladen, dazu DCTI-Common-Rail-Turbodiesel zwischen 110 und 190 PS.

CARAVANING hat die Vernunft-Variante CDTI mit 160 PS als Zugwagen für Wohnwagen getestet.

Preis: bis 30.000 €
Die Modell-Varianten für Caravaner

Hier finden Sie eine grobe Orientierung über die passenden Insignias für Wohnwagen-Freunde.

Für potenzielle Zugfahrzeugeund zur Schonung von Mensch und Maschine empfiehlt sich statt der serienmäßigen Sechs­gang-Handschaltung das komforta­ble, aber dennoch spor­tiv schaltende Sechsstufen-Automa­tik­ge­triebe mit Handschaltmodus Active Select – Diesel sind ab 130 PS mit diesem Getriebe kombinierbar.

Als Neuheit steht bei den großen Motoren zudem auch das Allradsystem Adaptive 4x4 zur Wahl. Die Kraft­verteilung nach hinten erfolgt per Haldex-Kupplung, ein aktives Hinterachsdifferenzial gibt’s optional dazu.

Zu den Traktionsreserven im Ge­spann­be­trieb dürfte sich damit auch eine spürbar agilere Fahr­dynamik realisieren lassen. Im CARAVANING-Test: die Vernunftversion, der 160-PS-CDTI mit Automatik und elektrisch verstellbarem Flexride-Fahrwerk. Die in dieser Kombination als Einstieg wählbare Edition-Variante bietet schon ab 31805 Euro beste Voraussetzungen für entspann­tes Reisen.

Die Sitze – hier serienmäßig mit elektropneumatischer Lendenwirbelstütze – geben sich an­genehm straff, gut konturiert und vielseitig einstellbar. Auch das Lederlenkrad mit diver­sen Fernbedienungstasten lässt sich einfach an eine ergonomische Sitzposition anpassen. Ins durchdachte Be­dienkonzept des ansprechend gestalteten Armaturenbereichs integriert sind auch die Funktionen von serienmäßigem Navigationssystem und Mediencenter, die ablenkungsarm vom Lenkrad und einem zentralen Wählrad auf der Mittelkonsole aus bedient werden können.

Der Opel Insignia im Solo-Betrieb

Hie lesen Sie, wie sich der Opel Insignia im Einzelbetrieb ohne angehängten Wohnwagen schlägt.

Im Solobetrieb gibt sich der neue Opel ungemein leichtfüßig: Schon ab niederen Drehzahlen packt der Diesel kraftvoll zu und drückt die rund 1,5 Tonnen schwere Limousine mit sonorem Knurren vorwärts.

Auch im Automatik-Modus wech­selt der Sechsstufen-Selbst­schalter die Gänge knackig schnell, was generell gut zum di­rekten, ehrlichen Gesamtkon­zept des Opel passt. Verstärkt wird dieses Fahrgefühl, wenn der Schalter des elektrisch in seiner Dämpferhärte einstell­baren Flexride-Fahrwerks auf Sport steht.

Die dann straffere Fahrwerksabstimmung verbunden mit einer nochmals dynamischeren Lenkansprache steht dem agilen Insignia gut zu Gesicht.

Der Opel Insignia im Zugbetrieb mit Wohnwagen

Hier lesen Sie, wie sich der Opel Insignia als Zugfahrzeug für Wohnwagen macht.

Auch im Zugbetrieb bringt das 930 Euro teure E-Fahrwerk Vorteile: Zwar ohne Ein­fluss auf die Pendeln auslösende kritische Ge­schwin­dig­keit des Gespanns, lässt sich etwa in Sportstellung lästiges Nicken des voll beladen­en Zugs wirkungsvoll dämpfen. Harmonisch auch das Zusammenwirken von Motor und Getriebe im Zugbetrieb.

Läs­tige Pendelschaltungen konnten nicht festgestellt werden, die Gänge werden zielgerichtet und präzise an die jeweiligen Anforderungen angepasst. Das niedere Drehzahlniveau sorgt so für bestmögliche Ökonomie und ein angenehmes Innenraumgeräusch. Auch das Anfahren mit Caravan am Berg funktioniert dank zugstarker Automatik und selbsttätiger elektrischer Feststellbremse absolut problemlos.

Besser kann’s sicherlich nur der Allrad, doch der wird erst zusammen mit dem 190-PS-Top-Diesel ab Sommer geliefert. Ebenso ist in Kürze auch die Ecoflex-Variante des neuen Insignia zu haben: Auf Basis des getesteten 160-PS-CDTI, jedoch mit optimiertem Handschalt-Getriebe, aerodynami­schem Feinschliff, besonderer Motor­elektronik und nicht zuletzt per Schaltanzeige wurde der CO2-Ausstoß auf 136 Gramm gesenkt. Im Vergleich zum Testwagen eine Reduktion um rund 24 Prozent. Eine Ersparnis, die sich im selben Maße auch im Solo-Kraftstoffverbrauch bemerkbar machen dürfte.

Diesem Verbrauchsargument sollten sich auch Caravaner nicht verschließen – eine Maßnahme, mit der zukünftig sicherlich drastisch steigende Energiepreise komfortabel abgefedert werden könnten.

Limousine, Schrägheck oder Sports Tourer: Das Preisgerüst der neuen Insignia-Modelle ist klar gegliedert.

Generell kostet etwa die Schrägheckvariante 390 Euro mehr als die Limousine, der Kombi liegt knapp 1300 Euro darüber. Wahlweise mit Allrad ist ausschließlich der 220 PS starke Vierzylinder-Turbo-Benziner zu haben, der Sechszylinder-Turbomotor sowie der neue 190-PS-Biturbo-Diesel sind grundsätzlich mit dem traktionssicheren Allrad Adaptive 4?x?4 ausgerüstet.

Motorisierung Grundpreis
Ottomotoren
1.6 Ecotec, 115 PS 22.700 €
1.8 Ecotec, 140 PS 25.000 €
1.6 Ecotec Turbo, 180 PS 29.905 €
2.0 Ecotec Turbo, 220 PS 32005€; A/AA
2.8 V6 Ecotec Turbo, 260 PS mit Allradantrieb 37480€; A
Dieselmotoren
2.0 CDTI, 110 PS 24.300 €
2.0 CDTI, 130 PS 25.650 €
2.0 CDTI, 160 PS 29.755 €
2.0 CDTI Biturbo, 190 PS mit Allradantrieb 36535€; A

1) Grundpreise für Limousine, 4-türig; Schrägheckvariante 5-türig zu 390 €, Sports Tourer gegen 1290–1340 Euro Mehrpreis.

2) A: Automatik wählbar (Mehrpreis 2050 Euro); AA: Allradantrieb zus. wählbar (Mehrpr. 3180 Euro).

Autor

Datum

28. Juli 2009
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