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Pflege der Caravan-Dichtungen

So reinigen Sie Gummiprofile richtig

Pflege der Dichtungen Foto: Andreas Becker, Ingolf Pompe, Dominic Vierneisel, Benjamin Köbler-Linsner 11 Bilder

Gummidichtungen finden sich an sehr vielen wichtigen Stellen am Wohn- und Zugwagen. Wir verraten Ihnen, wie die Gummiprofile nicht vorzeitig spröde werden und testen drei Pflege-Produkte.

01.01.2017

Gummiprofile erfüllen viele Funktionen an Caravan und Zugwagen, denn sie dichten diese gegen Regen, Wind und Geräusche ab. Und zwar an sehr viel mehr Stellen, als man glaubt. Um Fenster, Türen, Klappen und Dachhauben kommen gut und gerne 50 Meter Gummi zusammen. Alle adäquat zu pflegen, kann durchaus zwei Stunden in Anspruch nehmen. Doch spätestens wenn die Acrylscheiben an der Dichtung kleben oder sich die Türen des Zugwagens nur mit einem schmatzenden Geräusch öffnen lassen, wird es höchste Zeit für eine Kur. 

Die unscheinbaren schwarzen Dinger sind hohen Ansprüchen und Belastungen ausgesetzt. Sie müssen straff sitzen, sollen aber nicht ankleben. Besonders an großen Öffnungen von Caravanaufbau und Zugwagenkarosserie, die sich beim Fahren ständig gegeneinander bewegen, werden die Gummis teilweise regelrecht zerrieben. Ein weiterer Grund für übermäßigen Verschleiß ist ein schlechter Sitz der Dichtungen. Vor der Pflege überprüft man erstmal, ob alle Gummis richtig in ihren Führungen stecken. 

Drei Pfelgeprodukte für Dichtungsgummis im Test

Von den zahlreichen Pflegeprodukten am Markt haben wir drei ausprobiert. Sie unterscheiden sich unter anderem durch die Art des Auftrags. Besonders einfach und schnell anzuwenden ist der Gummipflege-Stift von Nigrin. Mit seiner Schwammspitze lassen sich die Dichtungen leicht nachfahren. Der Auftrag ist gleichmäßig. Über den Testzeitraum von mehreren Wochen verhinderte das Nigrin-Mittel das Festkleben der Dichtungen effektiv. 

Etwas aufwendiger ist die Gummipflege von Rot-Weiss aufzutragen. Die dickflüssige Emulsion aus der Tube wird auf ein Tuch gegeben und mit diesem die Dichtung satt und fest eingerieben. Auf diese Weise reinigt das Produkt zudem sehr gut, wie am immer fleckiger werdenden Lappen zu erkennen ist. Selbst spröde wirken- de Gummis werden durch die Behandlung wieder beeindruckend weich, geschmeidig und tief schwarz glänzend. 

Der dritte Reiniger von Cleanofant pflegt gleichzeitig Gummis und Kunststoff. Für die Reinigung größerer Flächen ist die Sprühflasche sinnvoll, doch bei der Gummipflege empfanden wir sie als eher unpraktisch. Das flüssige Mittel wird auf einen Schwamm gegeben und damit auf die vorgereinigten Gummis aufgetragen. Ein weiterer Grund, warum es nur für ein "bedingt empfehlenswert" reicht: Die Flasche ist ziemlich teuer. Das Resultat geht insgesamt in Ordnung. 

Nicht für alle Gummis ist das nötig, doch für besonders beanspruchte Stellen empfehlen wir einfachen, talkumhaltigen Babypuder. (Die frühere Annahme, Talkum sei krebserregend, gilt mittlerweile als widerlegt.) Puder minimiert die Reibung zwischen den Auflageflächen und lässt Gummi und Blech bzw. Acryl geschmeidig übereinandergleiten. Die Dichtungen werden damit bis zur Sättigung eingerieben. Der Effekt ist sofort spürbar. Der Nachteil am Puder: Er lässt sich schwierig aufbringen und der Auftrag muss häufiger wiederholt werden. Ein nicht unwesentlicher Vorteil: Babypuder ist billig. Nicht vergessen: Auch die jeweiligen Gegenflächen von Schmutz und Gummiabrieb befreien, Blech am besten mit Lack-, Fenster mit Acrylglasreiniger. Sonst ist der Effekt gleich wieder perdu. 

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