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Pflege für Fenster und Tür

Saubere Sache für den Caravan

Spezielle Pflegemittel für Gummidichtungen Foto: Dieter S. Heinz 5 Bilder

Mit der richtigen Pflege bleiben Fenster und Türen Jahrzehntelang fit – der Aufwand dafür ist überschaubar. CARAVANING verrät, welche Produkte deren Pflege im Wohnwagen tatsächlich benötigt.

27.05.2015

Weniger ist mehr – dieses Motto gewinnt bei der Pflege von Fenstern und Türen eine ganz besondere Bedeutung. Tatsächlich kann man nicht viel falsch machen. Treten im Laufe der Zeit Schäden auf, hat dies meist mit dem Einsatz falscher Reinigungs- oder Pflegemittel zu tun. Besonders die heute verwendeten Caravantüren sind praktisch wartungsfrei, wie ein Sprecher des bekannten Türfabrikanten Hartal betont.

Bei Türen gilt es, wie auch bei den Fenstern, die Gummidichtungen mit entsprechenden Pflegeprodukten geschmeidig zu halten. Vorsicht bei Schmiereinsätzen an Schlössern und Scharnieren: Die Methode "viel hilft viel" ist hier kontraproduktiv, denn der großzügige Einsatz von Ölspray kann die im Verriegelungsmechanismus vorhandenen Kunststoffe aufquellen lassen, was die Funktion erheblich einschränkt. Scharniere mit kunststoffummantelten Drehachsen müssen ebenfalls nicht geschmiert werden. Eine leichte Schmierung brauchen nur Versionen, bei denen Drehachsen aus Stahl direkt im Alukörper verbaut sind. Sie können von einem kleinen Sprühstoß Universalöl profitieren. Verwenden Sie für die Pflege der Gummidichtungen von Tür und Fenstern keine Mittel, die Silikon enthalten. Sicherer sind Spezialpräparate.

Fenster aus Kunststoff sind empfindlicher als Glasoberflächen und zerkratzen leichter. Daher zum Reinigen immer reichlich Wasser und zum Trocknen ein weiches Fensterleder oder ein weiches Tuch verwenden. Bei anhaftendem Schmutz empfiehlt der Hersteller eine dünne Seifenlauge, die mittels Acrylglasreiniger aus dem Campinghandel angesetzt wird. Putzmittel für Glasfenster enthalten in der Regel Alkohol, sind deshalb tabu. Kratzer lassen sich im Übrigen mit speziellen Acrylglas-Polituren entfernen.

Feuchtigkeit zwischen den Scheiben ist nicht ungewöhnlich und kein Hinweis darauf, dass das Fenster undicht ist. Derartige Kondenswasserbildung verschwindet meist nach einer gewissen Zeit von selbst wieder. Und noch ein Tipp zum Einsatz der Verdunklungsrollos: Werden sie bei starker Sonneneinstrahlung längere Zeit geschlossen, kann das Fenster durch Überhitzung Schaden nehmen. Wenn möglich, das Fenster in die Lüftungsstellung bringen oder Rollos und Verdunkelungsplissee offen lassen.

Top-Tipps für die Türen- und Fenster-Pflege im Caravan

  • Fenster und Tür regelmäßig – mindestens einmal pro Jahr – überprüfen. Dazu alle Baugruppen und Dichtungen checken.
  • Große Fenster immer von einer eher mittig gelegenen Position aus öffnen und schließen. Erst dann die Riegel in den Ecken betätigen.
  • Türschloss und -scharniere brauchen meist nicht geschmiert werden. Im Gegenteil: Öl kann Kunststoffe quellen lassen.
  • Unter keinen Umständen aggressive Reinigungsmittel wie Alkohol, Benzin oder sonstige Lösungsmittel in Kontakt mit Acrylglas bringen.
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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
CARAVANING 04/2015
Heft 04 / 2015 17. März 2015 Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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