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Tipps und Tricks um im Caravan gut zu kochen

Camper setzen unterwegs auf Selbstgekochtes

Ratgeber: Kochen im Caravan Foto: Ingolf Pompe 15 Bilder

Ein Caravan ohne Küche? Unvorstellbar! Essen gehen ist ja schön und gut, aber ab und zu selbst den Kochlöffel zu schwingen ist nicht nur günstiger, sondern macht auch Spaß und unabhängig von Restaurantöffnungszeiten.

25.05.2017 Anne Mandel

Wir haben nach den Kochgewohnheiten der CARAVANING-Leser gefragt, und siehe da: Für die meisten gehört ein gutes, selbst gekochtes Essen mit zu einem gelungenen Urlaub. Wir wollten auch die Lieblingsrezepte der Leser wissen und haben viele tolle Zuschriften erhalten. Die besten Leserrezepte finden Sie hier.

Was ist ein gutes Rezept für die Caravan-Küche?

Zuerst einmal sollte man dafür nur eine oder maximal zwei Gasflammen gleichzeitig brauchen. Denn auch wenn viele Küchen über drei Flammen verfügen, sind sie doch oft so eng beieinander angebracht, dass man unmöglich auf allen drei gleichzeitig kochen kann.

Außerdem hat man bei der Nutzung mehrerer Flammen natürlich einen höheren Gasverbrauch. Dasselbe gilt auch für Rezepte, bei denen langes Köcheln oder Garen notwendig ist, sie sind ebenfalls nicht ideal für unterwegs. Handrührer, Mixstäbe und andere mit Strom betriebene Küchengeräte sind auf Tour ungeeignet.

Ebenfalls wichtig: die Zutaten. Sie sollten bestenfalls lange haltbar und leicht zu lagern sein, wie etwa Reis oder Nudeln. Oder wie wäre es zur Abwechslung einmal mit Couscous? Auch den gibt es in der Instant-Version, außerdem muss er nicht lange kochen, sondern nur einige Zeit quellen. Damit der Speiseplan nicht nur aus "Trockenfutter" besteht, sind frisches Gemüse vom Markt oder ein Fang vom Fischmarkt genau die richtige Ergänzung.

Das richtige Zubehör fürs Kochen im Caravan

Gute Rezepte sind das eine, passendes Equipment für die Umsetzung das andere. Der Campingfachhandel hat ein paar clevere Lösungen in Sachen Koch- und Essgeschirr parat, mehr dazu auf den folgenden Seiten.

Kochen auf Tour muss sich nicht auf Nudeln mit Tomatensauce beschränken, sondern kann regionale Eigenheiten genauso miteinbeziehen wie persönliche Vorlieben und Kochkenntnisse. Mit den Tipps von CARAVANING ist das alles kein Problem. Trauen Sie sich - und der Hunger ist gegessen.

Zubehör zum Kochen im Wohnwagen

Da der Stauraum im Caravan begrenzt ist, ist platzsparendes Equipment erste Wahl. Das fängt bei den Töpfen an und hört bei der Pfanne noch lange nicht auf.

Doch der Reihe nach: Je nach Anzahl der Mitreisenden braucht man größere oder kleinere Töpfe. Im Campinghandel werden praktischerweise Sets angeboten, die wie Matruschken ineinander stapelbar sind und verschiedene Größen enthalten. Meistens gehört ein großer und ein kleiner Topf samt Deckel dazu, ein Nudelsieb sowie Pfannen. Im Beispiel rechts sieht man außerdem noch einen abnehmbaren Griff, mit dem man je nach Bedarf die grifflosen Pfannen oder Töpfe greifen kann. In der richtigen Reihenfolge zusammengestellt, nimmt dieses ganze Zubehör nicht mehr Platz ein als der größte zugehörige Topf. Ein Gummiband sorgt zudem während der Fahrt dafür, dass nichts klappert.

Wer auf hochwertige Pfannen Wert legt, sollte diese eventuell extra kaufen. Da der Griff an gewöhnlichen Haushaltspfannen starr ist und somit in den Schubfächern des Caravans unnötig viel Platz beansprucht, lohnt ein Gang zum Fachhandel. Dort gibt es Pfannen, deren Griffe entweder komplett abnehmbar sind oder die man abknicken kann. Idealerweise kann man verschieden große Pfannen derselben Serie ebenfalls platzsparend ineinander stapeln. Neben der Platzökonomie spielt im Caravan auch das Gewicht eine Rolle. Wer wenig Zuladung hat, sollte von gusseisernen Pfannen ebenso die Finger lassen wie von schweren Stahltöpfen. Aluminium ist leichter und hat sich bewährt.

Das Gewicht spielt auch bei der Wahl des richtigen Campinggeschirrs eine Rolle. Dass Porzellan oder Steingut eher ungeeignet ist, versteht sich von selbst. Melamingeschirr hingegen wiegt wenig, ist lebensmittelecht und hat noch einen weiteren, unschlagbaren Vorteil: Es ist nahezu unkaputtbar. Bruchschäden oder abgeplatzte Stellen muss man mit Melamin also nicht erwarten, und auch optisch steht es herkömmlichem Geschirr in nichts nach. Je nach Geschmack kann man zwischen vielen farbenfrohen oder auch dezenten Designs wählen. Praktisch: Neuere Geschirrserien verfügen über einen Anti-Rutsch-Rand an der Unterseite, so dass es auf dem Esstisch nicht zu „Aquaplaning" kommt, der Becher also nicht wegrutscht oder beim Aufsetzen klappert.

Nudeln kochen ist Standard in den meisten Küchen, doch das Nudelsieb ist oft sperrig. Eine schlanke Alternative ist ein Abgießdeckel, den man dank seines verstellbaren Stiels an verschieden großen Töpfen befestigen kann. Ein wahres Multitalent ist eine Camping-Auflaufform. Diese kann man sowohl zum Backen oder Aufbacken von Brot und Brötchen nutzen oder auch ganz klassisch zum Zubereiten von Aufläufen - und das alles auf der Gasflamme. Wer keinen Backofen im Caravan hat, wird diesen praktischen Helfer und seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten schätzen lernen.

Fazit: Küchenzubehör für den Caravan sollte platzsparend, leicht und bruchsicher sein und im besten Falle noch mehrere Funktionen haben. Den Eierschäler kann man also getrost zu Hause lassen, während clevere Erfindungen wie die vielseitige Auflaufform das Camperleben erheblich leichter machen.

Anbieter von Zubehör für die Caravan-Küche

Geschüttelt und gepresst: der Spätzle-Shaker

Echte Spätzle mit wenig Aufwand - das verspricht der Spätzle-Shaker. Wer schon einmal das schwäbische Nationalgericht selbst gekocht hat, weiß, dass das normalerweise erstens schweißtreibende Arbeit und zweitens erheblichen Materialaufwand bedeutet. Traditionell presst man Spätzle durch eine Presse oder schabt sie von Hand über ein Brett ins kochende Wasser. Für unterwegs freilich zu aufwendig, daher haben wir den Shaker ausprobiert. Die Zutaten sind überschaubar, für eine Portion braucht man ein Ei, etwas Wasser, Salz und etwa 100 Gramm Mehl. Dann wird geshakt, bis der Arm schmerzt: Etwa eine Minute dauert es, bis der Teig glatt und ohne Klumpen ist. Die Flasche auf den Kopf stellen, quellen lassen und dann schwallweise den Teig in kochendes Salzwasser pressen. Kurz warten, bis die Spätzle oben schwimmen, absieben, fertig. Das Ergebnis sieht durchaus annehmbar aus, auch wenn die Spätzle etwas kurz geraten sind. Für unterwegs also keine schlechte Sache, zu Hause würde ein echter Schwabe vermutlich trotzdem zur Presse greifen.

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