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Dachboxen im Vergleich

Voll aufs Dach

Vergleichstest: Dachboxen Foto: Dino Eisele, Ingolf Pompe (1) 23 Bilder

Ob im Winter- oder Sommerurlaub: Dachboxen sind bei Autofahrern beliebt. Doch sind sie auch sicher? auto motor und sport und CARAVANING haben acht Modelle getestet – mit zum Teil erschreckenden Resultaten. Nur zwei Produkte überzeugten.

04.02.2014 Henning Busse

Stellen Sie sich vor: Sie fahren 100 km/h auf der Autobahn. Plötzlich taucht hinter der Kurve das Ende eines Staus auf. Vollbremsung! Im letzten Moment wenden Sie den Unfall ab. Doch das Glück währt nur kurz, denn Ihre Dachbox schießt wie eine Rakete in das Auto vor Ihnen. Oder noch schlimmer: Sie trifft den Gegenverkehr. Übertrieben? Keineswegs. So was kann passieren – wie der aufwendige Test beweist.

Bald starten wieder Millionen von Deutschen in den Winterurlaub. Da die sperrige Skiausrüstung oft nicht ins Auto passt, greifen viele zur Dachbox. Camper wissen den Zusatzstauraum auch im Sommer zu schätzen. Was allerdings gern in Vergessenheit gerät:
Die Behälter haben auch Schattenseiten. Zum einen steigt der Verbrauch bei Solofahrt um bis zu 1,5 Liter, zum anderen verändert sich das Handling des Autos. Fakten, die im Gespannbetrieb zwar von kleinerer Bedeutung sind, aber wer nutzt seine Dachbox ausschließlich mit Anhänger? CARAVANING hat gemeinsam mit auto motor und sport acht Boxen mit einem Volumen zwischen 390 und 470 Litern getestet.

Vergleichstest: Dachboxen
Dachboxen im Test 2:31 Min.

So wurde getestet

Bei Aufbau und Gebrauch standen Montage und Beladung der Box im Vordergrund. Aber auch Konzept, Verarbeitung, Anleitung, Diebstahlsicherung, Platzangebot, Ladekomfort sowie die Qualität der Ladungssicherung zählten. Die Fahrversuche wurden mit einem VW Passat Alltrack durchgeführt (Tempo: 120 km/h) und bestanden aus einer Geräuschmessung, abruptem Ausweichen (doppelter Spurwechsel) sowie einer Vollbremsung. Die Nässeprüfung stellt eine Regenfahrt bei Tempo 100 nach. Der Crashtest wurde nach DIN 75302 (Ladungssicherung) durchgeführt, bei dem ein Frontaufprall mit 30 km/h simuliert wird. Das Crashund das Fahrversuch-Kapitel mussten bestanden werden, sonst gab es unabhängig von der Gesamtpunktzahl das Urteil „nicht empfehlenswert" – schließlich stand die Sicherheit im Vordergrund.

Auf den nächsten Seiten: Testbeschreibung und Testsieger.

Fazit

Raum für Verbesserungen

Nur zwei Dachboxen sind sicher. Zwar schlagen sich alle acht in den Fahrversuchen ganz gut, doch beim Crash offenbart die Mehrheit Schwächen – sechs von acht Boxen liefern bestenfalls ein durchschnittliches Ergebnis ab. Fast makellos präsentiert sich dagegen die Thule Excellence XT. Sie bietet die Ladungssicherung, die sich auszahlt. Okay, das ist auch eine Preisfrage. Doch schon kleine Maßnahmen erhöhen die Sicherheit: zum Beispiel, wenn die Bedienungsanleitungen den Tipp geben, schweres Gepäck vorne abzupolstern. Bei der Thule und bei der ATU wurde das gemacht. Besonders bei der ATU hat sich der Tipp ausgezahlt, den Crash beendete sie auf dem zweiten Rang. So einfach kann’s gehen.

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