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Die spannendsten Wohnwagen-Neuheiten 2017

Caravan-Innovationen für die nächste Saison

Eriba Exciting 560 60 Edition Foto: CARAVANING 45 Bilder

In dieser Übersicht zeigen wir Ihnen die spannendsten Wohnwagen-Neuheiten 2017 noch einmal kompakt: Von bekannten Modellen großer Marken bis hin zu innovativen Caravans kleiner Firmen.

24.01.2017

Zum Modelljahr 2017 haben sich viele Caravan-Hersteller wieder so einige Neuheiten einfallen lassen. CARAVANING zeigt eine Auswahl an Caravan Modelle 2017, die besonders hervorstechen.

Neuheiten von der CMT 2017

Auf der CMT 2017 wurden einige brandneue Wohnwagen-Modelle sowie viele Sondermodelle präsentiert, die ebenfalls für die Saison 2017 bestellbar sein werden. 

Die neue Einsteiger-Baureihe Dethleffs C`Joy: Der Dethleffs C´Joy orientiert sich mit einfacher Ausstattung, bei der trotzdem alles dran und drin ist, kompakten Maßen und geringem Gewicht an Caravaning-Einsteiger. Drei Modelle gibt es: den 390 mit einem Grundpreis von 11.199 Euro, den 410 QL für einen Grundpreis von 11.349 Euro und den 460 LE für einen Grundpreis von 11.799 Euro. Zur Ausstattung aller drei Wagen gehören ein 90-Liter-Kühlschrank, ein Dreiflammkocher, eine Gasheizung vom Typ Truma S 3004 sowie ein Bad inklusive Duschwanne, Toilette und Edelstahlwaschbecken. Für Frischwasser sorgt ein 12-Liter-Kanister.

Die Jubiläumsmodelle Eriba Exciting und Nova GL: Zum 60. Geburtstag von Hymer bekommen die Wohnwagen-Baureihen Eriba Exciting und Nova GL Zuwachs in Form der Sondermodelle "60 Edition". Beide Modelle haben ein neues Innenraumdesign: Die Schränke sind oben in Kaffee-Hochglanzlack und unten in gewagtem silbernem Echsenleder-Imitat gehalten. Als Polstervarianten stehen dem Kunden die hellere ("Cusco") oder die dunklere ("Janeiro") Stoffkombination zur Auswahl. Die Sondermodelle verfügen des weiteren über indirekte Beleuchtung, Tankanzeige, Truma Therme sowie eine Tür mit Fenster und Mückenschutz. Den Eriba Exctitng "60 Edition" gibt es ab 22.380 Euro, die Preise für den Nova GL belaufen sich zwischen 24.285 Euro und 28.385 Euro.

Die Bürstner-Einsteigerbaureihe Premio Life: Bürster hat eine neue Einsteigerbaureihe namens Brüstner Premio Life im Programm. Auf der CMT 2017 wurden die Modelle 420 TS und 430 TS präsentiert. Die Modelle sind beide 6,16 Meter lang und 2,12 Meter breit. Beim 420 TS befindet sich die Küche sowie das Bad im Heck und die schmale Sitzgruppe in der Mitte, beim 430 TS sind diese Komponenten vertauscht, das heißt die Sitzgruppe befindet sich im Heck und Küche und Bad sind in der Mitte des Wohnwagens. Die Grundpreise für die Premio-Life-Modelle liegen bei 11.695 bzw. 11.795 Euro.

Das Sondermodell Tabbert Rossini Finest Edition: Finest Edition heißt das neue Sondermodell von Tabbert, das auf dem Rossini basiert. Drei verschiedene Grundrisse sind erhältlich: der 480 TD mit großzügigem Doppelbett, der Familiengrundriss 490 DM mit Einzelstockbetten hinten und der 540 E mit zwei längsliegenden Einzelbetten vorn. Das Sondermodell hat viele Extras zu bieten wie Alufelgen, die Beleuchtung der Eingangsstufe, die Vorzeltleuchte mit Bewegungssensor sowie die dimmbare LED-Markisenleiste an der rechten Wand. Komplettiert wird die Ausstattung mit Ambiente-Beleuchtung, einem Komfort-Schlafsystem mit Tellerrost und atmungsaktiven Matratzen, einem rollbarer Abwassertank und einem 22-Zoll-Fernseher an einem Schwenkarm. Die Tabbert Finest Edition gibt es ab 20.900 Euro.

Wohnwagen mit Leidenschaft – LMC Passion: LMC bietet zur CMT 2017 ebenfalls zwei Sondermodelle namens "Passion" an. Die beiden Grundrisse 473 E und 523 K basieren auf der Mittelklassenbaureihe Musica. An Zusatzausstattung sind in den Modellen eine elektrische Fußbodenerwärmung, die Multifunktions-Außensteckdose mit 12-Volt-, 230-Volt- und Antennenanschluss, ein rollbarer Abwassertank, ein Auszug für die vordere Serviceklappe, eine zusätzliche Serviceklappe hinten (beides nur für den 473 E), Frischwassertankanzeige, die Fernbedienung für die Vorzeltleuchte sowie der Gas-Außenanschluss enthalten. Die passive Sicherheit erhöht das Stabilitätssystem Alko ATC. Für mehr Licht sorgt das Bugfenster samt Heki-2-Dachhaube. Als Polsterstoff für beide Passion-Modelle hat LMC "Laura" auserkoren (siehe Bildergalerie). Die LMC Passion Musica Sondermodelle sind für 22.990 bzw. 24.290 Euro erhältlich. 

Zwei neue Sportliche von Knaus: Knaus fügt zur CMT 2017 zwei neue Modelle zur Sport-Baureihe hinzu. Im 500 UF und Sport 540 UE wurden die Raumaufteilungen der bereits bekannten Modelle 500 FU und 500 EU um 180 Grad gedreht. So sind die Sitzgruppen nun im Bug statt im Heck positioniert. Für das besondere Feeling im Urlaub soll das neue Panorama-Dach im Bug namens " Sky Roof" sorgen. Den Knaus Sport 500 UF gibt es ab einem Grundpreis von 18.490 Euro und den Sport 540 UE gibt es ab 19.290 Euro.

Der pfiffige Sterckeman Alizé 400 UL: Die Baureihe Alizé Trend ist die Top-Serie von Sterckeman und wird 2017 durch den Grundriss 400 UL verstärkt. Der Alizé 400 UL kommt mit aufwendiger Technik und umfangreicher Ausstattung daher. Drei Besonderheiten zeichnen den Grundriss aus. Erste Besonderheit ist die U-Sitzgruppe entlang der Rückwand des Wohnwagens. Die zweite ist der Freiraum am Ende des Bettes, so muss der Wandschläfer nachts nicht über den Partner klettern, sondern kann am Fußende hinausgleiten. Die dritte Besonderheit ist die "XL-Freeze", eine breite Küchenschublade, die als 150-Liter-Kühlfach dient. Den Alizé Trend 400 UL gibt es ab schätzungsweise 16.800 Euro.

Der komfortable Hobby Prestige 660 WFC: Zur neuen Saison 2017 bringt Hobby den komfortablen Grundriss Prestige 660 WFC auf den Markt. Einzigartig an diesem Modell sind die große Rundsitzgruppe im Bug und das Raumbad im Heck. Die Winkelküche, die an die Rundsitzgruppe anschließt, ist mit dem neuen Gewürzboard und einem 140 Liter-Super-Slimtower-Kühlschrank ausgestattet. Vier Personen finden hier bequem Platz im großen Längsbett und der umgebauten Sitzgruppe. Den 660 WFC gibt es ab 26.490 Euro.

Neuheiten vom Caravan Salon 2016 im Überblick

Die folgenden Neuheiten fürs Modelljahr 2017 wurden bereits auf dem Caravan Salon vorgestellt.

Der sportliche Swift Basecamp: Mit dem Basecamp bereichert Swift die Klasse der "Trans-Sport-Caravans", in der auch Knaus Sport & Fun und Kip Shelter rangieren, um ein auffälliges Modell mit überraschend luxuriöser Ausstattung bei geringem Gewicht. Zu den Highlights zählt neben dem beständigen Aufbau aus GfK und PU-Schaum das Leichtbaumobiliar, bei dem Leichtbauplatten mit eingeschäumten Verstärkungen zum Einsatz kommen. So genügt eine 1100-Kilo-Achse, womit der Basecamp auch für kompakte, schwächere Zugwagen interessant wird.

Damit der Komfort nicht zu kurz kommt, setzt Swift auf dicke Sitzpolster an der für den Fahrradtransport klappbaren Sitzgruppe und ein Bad mit echter Dusche. Ab Werk an Bord sind ein Unterflur-Akku und ein Solarpanel sowie Außenanschlüsse für Wasser und Gas. Die gesamte Bordtechnik kann per App gesteuert werden. Typisch englisch ist der Vierflammherd mit Gasbackofen. Billig ist der serienmäßig sehr gut ausgestattete Basecamp nicht. Er kostet mit allen Optionen und inklusive Heckzelt 22.655 Euro. Der Grundpreis: 20.795 Euro.

Neue Akzente bei Eriba Feeling, Nova L und Touring: Eriba hat seine Kompakt-Baureihen Feeling, Nova L und Touring modellgepflegt. In den 2,10 Meter breiten Zwillingen Feeling und Nova L (der niedrige Feeling hat ein Hub- oder Schlafdach, der Nova L ist 2,57 Meter hoch) ergänzt der Grundriss 442 die bisherigen zwei Feeling- und drei Nova-L-Grundrisse. Charakteristischstes Merkmal: das zwei mal zwei Meter große Längsdoppelbett mit dem V-förmigen Ausschnitt am Fußende, für das es auch ein Zwischenpolster gibt. Matratzen und Lattenroste sind in der Mitte geteilt, um den Zugang zum Bettstauraum zu ermöglichen. Durch die Längsbetten strecken sich Feeling und Nova L auf 5,46 Meter. Davon profitieren aber auch die lange und jetzt "fingerabdrucksicher" beschichtete Küchenplatte sowie die Bugsitzgruppe. Sichtbar verbessert wurde die Innenbeleuchtung, neu ist das Möbeldekor. Der Feeling 442 kostet ab 18.990 Euro, der Nova L 442 ab 20.190 Euro. 

Auch seinem Klassiker Touring hat Eriba neues Möbeldekor angedeihen lassen, das Portfolio von zehn Modellen bleibt unverändert. Ein klares Bekenntnis zum 60 Jahre alten Caravankonzept ist das Werkszubehör: Erstmals können Käufer eines Touring ab Werk eine beleuchtete Markise (990/1150 Euro mit Dimmer und Fernbedienung) sowie einen Thule-Deichselfahrradträger (395 Euro) bestellen. Basis für die Markisenmontage ist ein an die Dachform angepasstes Montageprofil. Ausgeschlossen sind wegen ihres Dachkamins nur Triton 410 und 418.

Sondermodell LMC Maestro 513 E: Als Aktionsmodell mit 2448 Euro Preisvorteil bewirbt LMC den neuen, 28.390 Euro teuren Maestro 513 E. Ein Sondermodell im klassischen Sinne ist er jedoch nicht, denn auch der Grundriss ist in gewisser Weise neu. Mit 6,52 Meter Aufbaulänge sortiert sich der 513er genau zwischen 490 E und 520 E ein, überflügelt seine Serienbrüder aber in Ausstattung und Optik. 

So wird der 513 E ab Werk mit Glattblech auf dem LLT-Aufbau (12 Jahre Dichtheitsgarantie), Alufelgen, Combi-6-Heizung mit iNet-Box, Dachverstärkung und Verkabelung für die nachträgliche Klimaanlagenmontage sowie dem neuen "Skyview"-Dachfenster von Dometic Seitz ausgeliefert. Die 2,15 und 2,0 Meter langen und 89 Zentimeter breiten Einzelbetten – damit stellt das Aktionsmodell den LMC-internen Längenrekord auf – tragen 20 Zentimeter dicke Luxusmatratzen. Die Oberschrankklappen wurden ebenso veredelt wie die Polster auf der 2,01 mal 1,61/1,26 Meter großen Rundsitzgruppe im Bug. Wem der 513 E noch nicht opulent genug ist, kann ihn mit Alde-Warmwasserheizung samt Fußbodentemperierung (3790 Euro), Autarkiepaket (790 Euro) und Rahmenfenstern inklusive Luxusrollos (1350 Euro) noch weiter aufpäppeln. 

Dasselbe ermöglicht natürlich auch die iNet-Box von Truma, mit deren Hilfe die Bordtechnik inklusive der optionalen Truma-Aventa-Dachklimaanlage (1900 Euro Aufpreis) via Smartphone und Tablet gesteuert werden kann. 

Es ist anzunehmen, dass LMC mit dem 513 E den Weg für das iBus-connect-System im Caravan ebnet. In den Reisemobilen der Marke können mit dessen Hilfe schon jetzt Kühlschrank, Heizung, Klimaanlage, Wasservorräte und Gasreserven per Smartphone/Tablet kontrolliert werden. 

Papier-Wohnwagen Cameleon: Einfacher als im Cameleon kann man auf Rädern nicht campen. Der mit (Metall-)Deichsel 3,50 Meter kurze Trailer will aber nicht nur einfach, sondern vor allem ökologisch sein. Deshalb besteht sein Aufbau aus einer selbsttragenden Stahlkonstruktion, auf die ein Sandwich aus papierartigem Recyclingmaterial geschraubt wird. Spoiler und Stoßfänger bestehen aus Bambus. Der Anhänger soll 4750 Euro kosten, die einfache Einrichtung mit Kochgelegenheit, Toilette und Bett 2250 Euro. Infos gibt’s nur bei Facebook.

Leichtbau Wohnwagen Knaus Travelino: Selbsttragender, kaltgeschweißter Rahmen aus geschäumten Teilen, Leichtbau-Chassis, Möbel aus Styropor mit integrierter Beleuchtung, kaum Schrauben – der Knaus Travelino stellt die Wohnwagenkonstruktion auf den Kopf. Bei der Produktion kommen erstmals Roboter zum Einsatz. Die Geschäftsführung legt Wert darauf, dass die Roboter keine Menschen ersetzen, sondern Arbeitsschritte ausführen, bei der hohe Präzision und Wiederholungssicherheit gewährleistet sein muss. Dafür baut Knaus in Jandelsbrunn sogar ein Forschungszentrum, in dem die ersten Arbeitsmaschinen im Spätjahr 2016 die Arbeit aufnehmen sollen. 

Erstmals ausgestellt war auf dem Caravan-Salon der leer 650 Kilo leichte Travelino mit 1,43 mal 1,99 Meter großem Festbett quer im Bug. Die restliche Aufteilung mit L-Sitzgruppe im Heck, Bad neben dem Eingang und Küche rechts ist davon unberührt. Der Einstiegspreis beträgt 18.500 Euro. Künftig könnten die Preise sinken.

Der bunte Tabbert Pep und der neue Puccini 685 DF: Tabbert Pep. Einfach Pep. Kein Da Vinci, kein Puccini, kein Cellini und auch kein anderer Italiener. Wäre das neue Modell nicht türkis und karibikblau eingefärbt, genügte schon der Name, um für Aufmerksamkeit zu sorgen. Freilich nutzt Tabbert eine bestehende Plattform für seinen Versuch, sich vom Biedermann-Image zu befreien, das an der Traditionsmarke zu kleben scheint wie Teer. Und so sind alle drei Pep gute Bekannte aus der Da-Vinci-Familie, die oberhalb des Rossini angesiedelt ist und gemeinhin als waschechter Tabbert gilt. Tatsächlich ist alles in und am Pep solide und hochwertig. Interessant: Wer denkt, die Hessen würden nur auf Familien zielen, täuscht sich. Stockbetten trägt allein der 2,30 Meter breite 550 DM. 

Los geht es mit dem 22.990 Euro teuren 490 TD mit französischem Bett und Rundsitzgruppe. Auf ihn folgen der 540 E mit Einzelbetten im Bug und eben der 550 DM (beide 24 950 Euro), der den Raum bei identischen Abmessungen für ein französisches Bett, eine Seitensitzgruppe und Stockbetten quer im Heck nutzt. 

Damit liegt der Pep 1.180 Euro über dem Da Vinci, von dem er sich vor allem durch das modernere und schickere LED-Beleuchtungssysten mit Ambientelicht unterscheidet. So fehlt dem Pep zwar das Tabbert-Wappen, doch bei Ausstattung und Anspruch leugnet er seine Wurzeln nicht. 

GfK Monocoque Wingamm Rookie L: Die italienische Marke Wingamm fertigt seit 40 Jahren Fahrzeuge mit einteiligen, drei Zentimeter dicken GfK-Kabinen. Vor etlichen Jahren gesellte sich zu den Reisemobilen der knuffige Caravan Rookie 3.5. Auf dem Caravan-Salon wurde nun der etwas größere Rookie L vorgestellt. Bei ihm sitzt das GfK-Monocoque auf einem Alko-Chassis mit 1.300 Kilo zulässiger Gesamtmasse. Beim Grundriss ist Wingamm konservativer als mit dem Außendesign: Im Heck steht das 1,90 mal 1,35 Meter große Bett, im flachen Bug die 2,00 mal 1,35 Meter große Dinette. Das schmale Bad sitzt hinten links, seine Tür streift an der Heizung unterhalb des Kühlschranks. Überhaupt hinkt der Möbelbau, zumindest unter optischen Gesichtspunkten, hinter der fugenlosen GfK-Kabine mit ihren integrierten Staufächern und massiven Scharnieren her. Möglicherweise aber deshalb, weil der L noch ein Prototyp war. Der Preis von 23.609 Euro ist selbstbewusst. Allerdings dürfte das Monocoque beinahe ewig haltbar sein. Die Basisausstattung ist bereits vollständig und lässt trotz vieler Optionen wenige Wünsche offen.

Einige dieser Wohnwagen kennen Sie vielleicht schon aus unserer Bildergalerie der knuffigsten Caravans vom Caravan Salon 2016.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Caravaning 10/2016
Heft 10 / 2016 13. September 2016 Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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