Alko startet Rückruf von 7.000 Caravans

Austauschaktion wegen verlorener Aluräder

Alko-Logo

Nachdem sich bei einigen Eriba-Caravans Alu-Räder gelockert und ganz gelöst haben, ruft Chassislieferant Alko rund 7000 Caravans aller deutscher und skandinavischer Hersteller sowie von Adria zurück.

Bei diesen Marken betroffen sind Einzelachs-Caravans mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 1.600 Kilogramm und mehr, die zwischen Oktober 2012 und Mai 2013 produziert wurden. Die Fahrzeuge haben Alko-Bremstrommeln der Baugröße 2361.

Alle Verbraucher, die einen solchen Caravan besitzen, sollten ihren Händler oder Alko kontaktieren (Kontaktdaten siehe unten), um festzustellen, ob ihr Caravan unter die Austauschaktion fällt. Falls das so sein sollte, tauschen Händler und Werkstätten kostenlos die Bremstrommeln an den Achsen aus.

Betroffene Caravans nicht mehr fahren

Außerdem bittet Alko darum, die betroffenen Wohnwagen nicht mehr zu bewegen. Sofern Sie derzeit mit Ihrem Caravan unterwegs sind, sollten Sie unbedingt die Radschrauben nach Herstellerangaben anziehen und das spätestens alle 50 Kilometer wiederholen. Hinweise dazu stehen in der Bedienungsanleitung.

Halter der beschriebenen Caravans können sich an Ihren Caravan-Händler oder Alko Service-Partner wenden. Alko hat die internationale Service-Nummer +49 (0)8221 97 9157 und innerhalb von Deutschland die kostenfreie Nummer 0800/ 255 60 00 freigeschaltet. Sie sind erreichbar montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr. Auf der Website von Alko stehen weitere Informationen zur Verfügung: www.al-ko.de/sicherheitskampagne

Was war passiert?

Bei einigen Eriba-Caravans lösten sich die Alu-Räder während der Fahrt. Hymer hat schnell reagiert und die vorübergehende Stilllegung einiger Caravans, Überprüfungsaktionen bei Händlern und Materialprüfungen von Felgen und Radbolzen angeordnet sowie die Produktionsprozesse überprüft. Ohne Ergebnis. Doch hat sich bei den Untersuchungen herausgestellt, dass an den Bremstrommeln der betroffenen Fahrzeuge im Alko-Werk nachlackiert wurde, wodurch eine zu dicke Lackschicht entstand. Diese wird beim Bremsen heiß und in der Folge weich. In Kombination mit bestimmten Alu-Felgen und Radschrauben kam es daher zu Radablösungen. In diesem Zusammenhang weist Alko darauf hin, dass die Firma für die verwendeten Radschrauben, Alufelgen und den Montageprozess keine Gewährleistung übernehmen kann.

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