Camping Quinta das Cegonhas Camping Quinta das Cegonhas
Camping Quinta das Cegonhas
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Camping Quinta das Cegonhas
Camping Quinta das Cegonhas 12 Bilder

Camping Quinta das Cegonhas in Portugal

Camping Quinta das Cegonhas in Portugal Ein mediterraner Campingplatz für GenießerInnen

Ferienglück zwischen Olivenbäumen verheißt die kleine gepflegte Terrassenanlage Quinta das Cegonhas im Landesinneren von Portugal.

Dieser stimmungsvolle Augenblick auf "Quinta das Cegonhas" wirkt, als stamme er aus einem Werbe-Clip: Die Sonne versinkt – untermalt vom Zirpen der Grillen – glutrot hinter den Bäumen am Camping-Pool. Unweit vom Beckenrand verteilen sich im Schatten von Kiwi-Pflanzen und Weinlaub die rustikalen Holztische der Bistro-Bar.

Nach einer zwar kräftezehrenden, aber wunderschönen Wanderung durch die Steineichenwälder und über die Granithöhen der Serra da Estrela, des "Sternengebirges", schmecken der portugiesische Lammbraten mit Kartoffeln und Bauernsalat sowie der Rote vom Winzer um die Ecke besonders gut. Das verwendete Olivenöl stammt aus hauseigener Produktion.

Langer Weg zum modernen Campingplatz

Camping Quinta das Cegonhas
Thomas Cernak
Familienbande: Gerard Duis (links) mit Frau Rieke Marien und Sohn Vasco hinterm Tresen.

Welche enormen Anstrengungen und Investitionen nötig waren, um dies alles aufzubauen und weiterzuentwickeln, darauf weisen die mit Fotos bedruckten Tischsets – die Aufnahmen stammen von 1995, dem Gründungsjahr von Camping Cegonhas. Ein Bild etwa zeigt, wie sich die ersten Gäste mit großer Begeisterung in den neu eröffneten Pool stürzen.

Das ehemalige Umfeld sieht jedoch ziemlich trist aus: Die dunkel verwitterten Steinbauten im Hintergrund erscheinen abrissreif. Im Dach des Hauptgebäudes, eines Gutshauses aus dem Jahr 1800, klaffen Riesenlöcher. Der Niederländer Gerard Duis, damaliger Neubesitzer des Anwesens und heutiger Campingplatzbetreiber, erzählt auch, dass die Fensterrahmen mit dem Holz und den Ringen alter Fässer notdürftig repariert waren.

Heute vermutet man hinter der gediegenen Front eher einen herrschaftlichen Landsitz als einen Campingplatz. Im Erdgeschoss des Hauses sind die Rezeption und das Restaurant mit Bar untergebracht. An der ehemaligen Remise gegenüber dürften seit der kürzlich fertiggestellten Vollsanierung lediglich noch eine Handvoll Originalbalken übrig sein. Beim Betreten trifft man auf einen Aufenthaltsraum mit Tisch und Stühlen, sanitären Einrichtungen für die Badegäste beziehungsweise – da jetzt beheizbar – für die LangzeiturlauberInnen im Winter sowie einen Grillofen.

Camping Quinta das Cegonhas
Thomas Cernak
Lauschiges Refugium: Die Terrasse des platzeigenen Restaurants ist ein wunderbarer Ort für GenießerInnen.

Eine große, voll ausgestattete Mietküche für Gruppen ist ebenfalls in den neuen Räumen untergebracht. Wenngleich der Campingplatz auf 600 Meter Höhe liegt, braucht man sich auch in der kühlen Jahreszeit nicht davor fürchten, viele Tage hintereinander drinnen verbringen zu müssen. Die meisten Niederschläge fallen zwischen Oktober und Mai, wobei Schneeflocken nur sehr selten darunter sind.

Naturgemäß rauer ist das Klima ab 1.400 Meter. Ab dieser Höhe schneit es an etwa 45 Tagen im Jahr. Eine geschlossene Schneedecke gibt es nur für wenige Wochen – dennoch stehen im Bereich der Skistation Torre dank Beschneiungsanlagen vier Lifte und neun Pisten zur Verfügung. Derweil locken frühlingshafte Tage am Meer – wenige Stunden Fahrt entfernt.

Der besondere Tipp

300 Millionen alter Granit ist das dominierende Gestein in der Serra da Estrela. Trotz der südlichen Lage und der geringen Höhe des Gebirges trifft man häufig auf gletscherbedingte Ablagerungen in Form von kurios geformten Felsformationen. Bekanntestes Beispiel ist der "Cabeça do Velho", der "Kopf des Alten" – direkt an der N 232 zwischen Gouveia und Manteigas.

Burg von Folgosinho

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Thomas Cernak
Burg von Folgosinho (12. Jh.), lange Zeit wichtiger Verteidigungsposten.

Nach einer Legende lebte einst in Portugal ein junger Schäfer, der vom Wunsch beseelt war, ein großes Gebirge zu entdecken. Es sollte ihn über den engen Horizont hinausheben, in dem er sich gefangen fühlte. Eines Nachts träumte der Mann von einem Stern, der ihn sicher dorthin leiten würde. Mit dessen Hilfe fand er seinen Sehnsuchtsort. Kaum angekommen, starb er.

Seither leuchtet sein Stern über den Bergen heller als je zuvor. Sie tragen den Namen "Serra da Estrela" – "Gebirge des Sterns". Im Jahr 2020 hat die Unesco die Region zum Weltgeopark klassifiziert. Klare Seen, seltene Tiere und Pflanzen sowie stolze Kastelle begeistern die Wanderfans. Höchster Gipfel ist der 1993 Meter hohe Torre. Tief hat sich der Fluss Zêzere ins Gestein gegraben. Ein Topwanderziel dort ist auch der Wasserfall Poço do Inferno (Höllenbrunnen). www.turismodocentro.pt

Bewertung

(maximal drei Punkte möglich)

Lage: 2 Punkte – Sehr ruhig am Westhang des Estrela-Gebirges auf 600 m mit weitem Ausblick, enge Ortsdurchfahrt, zum Supermarkt nach Gouveia 6 km.

Ausstattung: 2 Punkte – Grundsaniertes, beheizbares Gebäude mit Einzelbad (rollstuhlgerecht), Gemeinschaftsraum, Holzofengrill, Mietküche für Gruppen.

Freizeitwert: 2 Punkte – Wandern, Muntainbiken, Gleitschirmfliegen, Baden in Bergseen, Skifahren auf dem Torre, historische Dörfer Linhares und Folgosinho.

Camping Quinta das Cegonhas

Camping Quinta das Cegonhas 6290 Melo (PT) 25,70 EUR/Nacht

Größe und Charakter: 2 ha, 50 Stellplätze, keine Dauercamper, 7 Mietunterkünfte. Parzellen sowohl auf Terrassen mit dichtem Baumbestand als auch fast schattenloser Wiese. Zufahrt über schmalen steilen Schotterweg mit großen Gespannen mitunter schwierig (Schlepphilfe möglich). Teils schöne Aussicht auf die Ebene.
Öffnungszeiten: ganzjährig.
Attraktionen: Pool, Mehrzweckhaus, Kinderanimation, geführte Wanderungen, Bar, Restaurant.

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