Campingplatz-Tipp in Büsum an der Nordsee

Camping "Zur Perle" direkt am Grünstrand

Campingplatz "Zur Perle" Foto: Thomas Cernak 11 Bilder

Der Campingplatz „Zur Perle“ an der Nordsee will seinem Namen alle Ehre machen. Mit perfekter Lage am Bürsumer Grünstrand kann man die Ruhe genießen und sich vom rauschen des Meeres berieseln lassen.

Laut einer Befragung leben in Schleswig-Holstein im bundesweiten Vergleich die glücklichsten Menschen. Eine nicht ganz ernst zu nehmende Erklärung dafür lautet, dass beim Radeln übers platte Land der Wind immer von vorn bläst – und so einen festen Charakter formt. Oder rührt womöglich die hohe Zufriedenheit von der ständigen Nähe zum Meer? Wie dem auch sei: Viele Gäste auf dem Campingplatz „Zur Perle“ in Büsum genießen die frische Nordseebrise, die ihnen fast unablässig um die Nase weht.

Gerüstet gegen Wind und Wetter

Vor allem in der Nebensaison kommt es jedoch immer wieder vor, dass ein harmloses Lüftchen zu einem Sturm anschwillt. Um für ihn gut gerüstet zu sein, schreibt die Platzordnung vor, dass die Fahrzeuge längs zur Hauptwindrichtung aus Nordwest ausgerichtet sein müssen. Und da er oft „Schietwetter“ mitbringt, sind die Vorzeltflächen gepflastert. Durch die breiten Fugen zwischen den Steinen lassen sich die Heringe wie gewohnt in die Erde schlagen. Der große Abstand zwischen den Fahrzeugen dient dem Feuerschutz. Caravans und Reisemobile stehen streng getrennt.

Regeln zur Entspannung

Kioskwagen am Campingplatz "Zur Perle" Foto: Thomas Cernak
Kioskwagen am Platz: „Rundstücke“, Butterkuchen und mehr.

Der Betreiber Jürgen Kahlke und sein Team legen dazu großen Wert auf Sauberkeit und auf die Einhaltung der Mittagsruhe zwischen 12.30 und 14.30 Uhr. In dieser Zeit sind auch keine Anmeldungen möglich, ebenso nach Büroschluss um 18 Uhr. Bis 21 Uhr obliegt es dem freundlichen Platzwart, die Spätankommenden zu empfangen und einzuweisen.

Auf einem Spaziergang zum Meer passiert man zunächst den Spielplatz. Rechter Hand steht der „kleine Einkaufswagen“, wo es jeden Morgen Brötchen und Leckeres wie etwa Marmelade zu kaufen gibt. Am westlichen Ausgang befindet sich das Restaurant „Zur Krabbe“ mit Café-Garten; im Sommer finden auf der Terrasse regelmäßig Grillabende statt.

Es grünt so grün

Bürsums grüner Strand Foto: Thomas Cernak
Büsums grüner Strand: Wo andernorts der Sand sich türmt, dominiert hier Kurzrasen.

Über einen Kanalsteg und den vorbeiführenden Nordseeküstenradweg gelangt man nach wenigen Schritten zum Deich mit dem berühmten Büsumer Grünstrand samt großzügig angelegter Fußgängerpromenade. Dieser erstreckt sich über 3,5 Kilometer, ist bis zu fünf Meter breit und verfügt über zahlreiche Sitzbänke. Schautafeln informieren über den Nationalpark Wattenmeer vor Büsum. Die Flaniermeile verbindet die Innenstadt mit der Familienlagune Perlebuch, zwei tideunabhängige Bade- und Wassersportbecken mit Sandstrand. Dieser Abschnitt auf Höhe des Campingplatzes wurde 2012 vollkommen neu gestaltet. Mit Gästekarte steht ein kostenloser Internetzugang am 2,5 Kilometer langen Hauptstrand zur Verfügung. Seine ausgedehnten Rasenflächen – sie sind auch mit Rollstuhl befahrbar – laden zum Relaxen ein.

Wenn man einmal nicht nur den Wind und die Wellen spüren möchte, locken an der Küste genügend Ausflugsziele – angefangen bei den Städteperlen, wie etwa Heide oder Husum, bis zum malerischen Krabbenkutterhafen in Friedrichskoog.

Alle Infos zum Campingplatz

Adresse: Dithmarscher Straße 43, 25761 Büsum, Telefon 04834/9621180, E-Mail info@ campingplatz-zur-perle.de,
www.campingplatz-zur-perle.de, GPS 54°08’25’’N, 08°50’34’’E.
Größe und Charakter:
6 ha, 162 Touristenplätze (100–140 m2), 68 Dauercamper, 2 Mietunterkünfte. Ebene Wiesenfläche mit wenig Bewuchs.
Öffnungszeiten: 23. März bis 28. Oktober 2018.
Preise: Person 7,90 Euro (in Ausbildung bis 20 Jahren 6,20 Euro), Kinder von 7 bis 14 Jahren 4,20 Euro, von 1 bis 6 Jahren 3 Euro, Stellplatz 11,90–13,90 Euro, Strom 2,60 Euro, Kurtaxe Erwachsene 3 Euro (Kinder frei), Hund 4,00 Euro, Reservierung 4,00 Euro, Vorauszahlung obligatorisch, Reiserücktrittsversicherung empfohlen.
Attraktionen: Deichpromenade, barrierefreier Grünstrand, Familienlagune, Nordseeküstenradweg, Minigolf, Fußballfeld, Terrassenrestaurant.

Unsere Bewertung:

Lage: Sehr ruhig zwischen kaum befahrenen Fahrwegen am nördlichen Ortsrand, auf der Deichlandseite in der Nähe der Familienlagune Perlebucht. (3 von 3 Punkten)
Ausstattung: Gepflegte Einrichtungen, Kinderbad, XXL-Stellplätze mit Festanschlüssen und gepflastertem Vorzeltbereich, Spielplatz, Bäckerwagen, Restaurant. (2 von 3 Punkten)
Freizeitwert: Radfahren, Wattwandern, Reiten, Golfen, Kiten, Windsurfen, Kajakfahren, Schiffsausflüge, etwa nach Helgoland oder zur Seehundbank. (3 von 3 Punkten)

Die Holländerstadt auf Eiderstedt

Gasse in Friedrichstadt Foto: Thomas Cernak
Lauschige Zeile in Friedrichstadt, ganz nach holländischem Vorbild.

Der bis zu zwei Kilometer breite Mündungsabschnitt der Eider trennt Dithmarschen von der Halbinsel Eiderstedt, die sich nördlich anschließt. Flussaufwärts folgt Friedrichstadt, gegründet im 17. Jahrhundert von Einwanderern aus Holland. Sie waren Remonstranten, Anhänger einer protestantischen Glaubensrichtung. Herzog Friedrich III. versprach ihnen religiöse Freiheit. Durch ihren Kaufmannsgeist erhoffte er sich wirtschaftlichen Aufschwung, der tatsächlich sehr bald einsetzte: Friedrichstadt entwickelte sich zu einem zauberhaften Handelsflecken mit Grachten und prächtigen Giebelhäusern. Die schönsten Gebäude befinden sich am Marktplatz, aber auch in der abzweigenden Prinzenstraße – darunter das Haus des Predigers Paludanus und das Doppelgiebelhaus schräg gegenüber.
www.friedrichstadt.de

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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