Campingplatz-Tipp Lüneburger Heide

5-Sterne-Platz Südsee-Camp

Südsee-Camp Foto: Stefan Weidenfeld 10 Bilder

Wo einst Fuchs und Has’ einander grüßten, hat sich eine nahezu perfekte Ferienwelt etabliert. Das „Südsee-Camp“ befindet sich in sehr ruhiger Lage in der Lüneburger Heide und bietet viele Ausflugsmöglichkeiten.

„Ganz einfach: Die Namen Nordsee- und Ostsee-Camp waren schon vergeben, und außerdem liegt unser Platz ja nicht an diesen Meeren. Da blieb nur noch Südsee übrig.“ Svenja Thiele-Naujok lächelt, wobei sich in ihre Wangen lustige Grübchen senken: Eine clevere Logik ließ ihr Großvater Gottfried Thiele vor bald 50 Jahren da bei der Namensfindung walten.

„Südsee“ wurde denn auch der große Badesee getauft, dessen Wasserqualität jetzt mit einer biologischen Filteranlage auf untadeligem Niveau gehalten wird. Er zählt von Anfang an zu den Glanzlichtern der Anlage, an denen das Südsee-Camp mittlerweile wahrhaftig nicht arm ist. Das tropische Spaßbad mit Wellenbecken, Wildwasserkanal, Rutsche, Kleinkindbecken und Imbiss kam schon früh hinzu und ist ein weiterer Grundstein für den beeindruckenden Erfolg des Platzes.

Südsee-Camp Foto: Stefan Weidenfeld
Vielfältige Parzellen zwischen Bäumen, Hecken und Büschen, naturnah im weitläufigen Areal.

126 Fußballfelder im Format des Moskauer Luschniki-Stadions groß ist die Gesamtanlage, da wäre der Anmarsch zu einer zentralen Sanitäranlage für viele kaum zumutbar. Stattdessen sind verteilt über den Platz nach und nach 13 Waschhäuser entstanden, die ständig reihum renoviert wurden und werden. Bei unserem Besuch am ausgebuchten Pfingstwochenende sorgte pro Einheit eine Servicekraft den lieben langen Tag unablässig für Sauberkeit.

Komfort Campingplatz Deluxe

Dass die Thieles sehr genau hinschauen und sich in ihre Gäste versetzen können, lässt sich an zahllosen Details ablesen. Da werden zum Beispiel Adapter, Kabel und Receiver zum Ausleihen vorgehalten, damit niemand auf den TV-Genuss verzichten muss. Gegen Pfand gibt es Schlüssel für die Außentore, so dass zum Beispiel Hundefreunde fürs Gassi gehen nicht bis zum Haupteingang pilgern müssen. Zudem finden sich Hundeduschen, und neben dem Hochseilgarten steht eine Auslaufwiese bereit. Frisch- und Abwasseranschlüsse sind an den meisten Stellplätzen vorhanden. Kinderwaschräume, Mietbadezimmer, barrierefreie Toiletten und Badezimmer, Kochstellen, Kühl- und Gefrierschränke, Waschmaschinen, Trockner und Bügeleisen – an alle Eventualitäten wurde gedacht.

Zwischen sieben sehr unterschiedlichen gastronomischen Zufluchten hat der hungrige und durstige Camper die Wahl. Die sind an voneinander unabhängige Pächter vergeben, denn „Konkurrenz belebt das Geschäft“, verrät Svenja und zeigt wieder ihre lustigen Wangengrübchen. Da vieles, auch zum Beispiel Kinderspielplätze, mehrfach und dezentral vorhanden ist, wirkt der Platz gar nicht so groß, wie er ist.

Nur je einmal vorhanden sind Supermarkt, Hofladen, Verleih- & Campingshop, Freizeitmodeladen – und der acht Kilometer entfernte eigene Caravaning-Handelsbetrieb samt Werkstatt. Das eigene Busunternehmen mit mehreren großformatigen Reisebussen rundet das Thiele-Imperium ab – dessen wichtigstes Ziel ist, ein Lächeln auch in die Gesichter der Gäste zu zaubern. Egal ob mit oder ohne Grübchen.

Der besondere Tipp

Müden (Örtze), ein uriges Heidedorf, liegt eine kleine Fahrradtour von 15 Kilometern vom Platz entfernt. Der Ort lockt nicht nur mit seiner entzückenden Laurentius-Kirche mit freistehendem hölzernem Glockenturm, sondern auch mit einem kleinen Wildpark und einer ehemaligen Mühle. Reizvoll: von dort aus ein Spaziergang (ca. 3 km) um den Heidesee auf dem Fluss-Wald-Erlebnispfad.

Die schmucke Heide-Metropole

Südsee-Camp Foto: Stefan Weidenfeld
Prachtvolle Giebel zieren den Platz Am Sande in Lüneburgs Zentrum.

Die Hansestadt Lüneburg gibt der Heide ihren Namen, liegt aber dennoch nicht in deren Zentrum, sondern am nordöstlichen Rand, 50 Kilometer vom Südsee-Camp entfernt. Ein Tagesausflug dorthin lohnt auf jeden Fall. Da bummelt man über den Platz Am Sande, schmaust dort in einem Café – sehr originell zum Beispiel in der Meyerei –, genießt den weiten Rundblick ganz oben vom Wasserturm aus oder besucht die Ausstellungen in dessen Mauern. Lüneburg liegt am Unterlauf der Ilmenau, die in die Elbe mündet, und zwar auf einem Salzstock – beides begründete den späteren Reichtum. Salztherme und Salzmuseum zeugen davon, ebenso der Alte Kran, ein historischer Hafenkran. Stattliche Kirchen, das Rathaus und etliche weitere prächtige Bauten gilt es zu bestaunen.

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