Caravans 2006

Ideenwettbewerb zum Caravandesign

Besonders variable und individuelle Caravans könnten sich 2006 zum Trend mausern.

Was passiert, wenn man Designern und technikversessenen Reisemobilkonstrukteuren freie Hand lässt, ist auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf gleich auf drei Messeständen zu bestaunen.

Dethleffs stellt den Varis vor, den Hausdesigner Michael Studer frei von Konventionen nach seinen persönlichen Ansprüchen gestaltet und eingerichtet hat. Die hier gezeigten Zeichnungen des Schaffers, Bilder waren zum Redaktionsschluss noch nicht freigegeben, machen richtig Appetit, das Produkt anzuschauen. Der Name Varis deutet bereits darauf hin, worauf es Studer ankommt: auf einen sehr variablen, wohnlichen, modernen und pflegeleichten Innenraum. Denn drinnen im doppel-achsigen Varis sollen nicht nur Menschen, sondern auch Sportgeräte – sogar Motorräder – reisen können.

Designer Martin Ross hat in seinem Caravan-Entwurf ebenfalls Praxis vor Design gestellt. Wie hübsch das Ergebnis solchen Strebens sein kann, konnte bereits im letzten Jahr bewundert werden. Und zwar auf dem Dometic-Stand. Ross integriert auch dieses Jahr Geräte des Kühlschrank-Giganten in sein Konzept. In Gerhard Barth, Bauer der exklusiven Alpha-Reisemobile, hat der Badener einen findigen Partner für sein Projekt gefunden. In Düsseldorf wird der erste Prototyp mit seinem tollen Licht- und Schrankkonzept zu sehen sein. In Reisemobilistenkreisen ebenfalls kein Unbekannter ist Rainer Dopfer, der sich erstmals an einen Caravan wagt. Der Individual 601 W soll ein Wohnwagen der Luxusklasse werden, dessen Kabine der Spezialist Bocklet aus einem 50 Millimeter starken GfK-Sandwich fertigt. Beim Innenausbau aus Echtholz legt Dopfer besonderen Wert auf Autarkie. Von der Stange wird es den Dopfer-Caravan nicht geben. Der Kundenwunsch ist Basis eines jeden Einzelexemplars.

Das Ausstellungsstück wird neben Sitzgruppe und großem Doppelbett über eine separate Dusche verfügen, die sich aus dem 150 Liter Frischwassertank nährt, ein gleich großer Behälter sammelt das Abwasser. Beide Reservoirs sind frostsicher im Innenraum installiert, der von einer Warmwasserheizung erwärmt wird. Solarmodule auf dem Dach machen den schweren Wohnwagen weitestgehend unabhängig betreibbar. Wie bei Kleinserien üblich, ist der Preis ebenfalls an den Kundenwunsch gebunden. Doch unter 30 000 Euro wird wohl nichts zu machen sein. Dass sich auch bei den guten alten Faltcaravans noch etwas tut, zeigt Holtkamper: Neben einem neuartigen Klimagewebe zeigen die Pioniere den ersten vollautomatischen Klappcaravan.

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