Dethleffs eCoco (2019)

Der erste Elektro-Caravan

Dethleffs E-Coco (2019) Dethleffs E-Coco (2019) Dethleffs E-Coco (2019) Dethleffs E-Coco (2019) 7 Bilder
Caravan Salon 2018

Auf dem Caravan Salon 2018 präsentiert Dethleffs seine neueste Vision zur Elektromobilität: Der eCoco ist ein elektrisch betriebener Caravan, der dank Akkus selbst fährt und so auch von einem Elektro-Auto gezogen werden könnte.

Dethleffs hat im vergangenen Jahr auf dem Caravan Salon mit dem eHome bereits eine Wohnmobil-Studie zum Thema Elektroantrieb und emissionsfrei Fahren und Campen vorgestellt, 2018 kommt eine Studie zum ersten E-Caravan, die ihren ganz eigenen Weg geht. Der Dethleffs eCoco basiert auf dem gleichnamigem Leichtbau-Caravan Coco und stellt sich der Frage: Was wird aus den Caravans, sollten wir bald nur noch Elektroautos fahren?

eHome Coco: Die Caravan-Antwort auf die E-Mobilität

Tesla X Zugwagen-Test Tesla Model X So schlägt sich das Elektroauto

Ein Problem, das E-Autos mit Anhängern haben, ist die Reichweite. Wie CARAVANING bereits mit dem Texla Model X getestet hat, verringert sich die Reichweite, wenn ein Caravan am Fahrzeug hängt. Die Lösung von Dethleffs ist logisch wie clever zugleich: Dank Akkus im Boden des Caravans kann dieser selbst (mit)fahren. Durch einen eigenen Antrieb hilft der Caravan quasi mit, das ganze Gespann zu bewegen. Er kann rekuperieren und so beim Bremsen oder Bergabwärtsfahren sogar selbst Strom generieren.

Diese Vision von Dethleffs zollt auch dem Fakt Tribut, dass viele Autos immer leichter werden und über weniger Anhängelast verfügen. Die Devise: Kleines Auto, kleiner Caravan muss nicht mehr gelten, wenn die Anhänger über ein Zugentlastungsmodul verfügen. Dieses Modul steuert die beiden elektrischen Antriebsmotoren der Achse genau so, dass sich die Anhängelast am Kupplungskopf des Zugfahrzeugs auf einen definierten Wert – von beispielsweise 100 kg – reduziert.

Dethleffs Coco 2019
Erstserie mit 100 Caravans

Fahrtests und Fahrsicherheit

Dethleffs E-Coco (2019) Foto: Sophia Pfisterer
Die Achse des eCoco wird mit Strom angetrieben.

Obwohl das alles derzeit technisch möglich ist, sind auf deutschen Straßen noch keine selbstfahrenden Anhänger zugelassen. Einen Prototyp für Fahrtests, so Dethleffs, könne man etwa in einem Jahr mit dem Entwicklungspartner ZF fertigstellen. Der Plan von Dethleffs ist es, bereits 2019 eine Fahrt vom Firmenstandort im Allgäu an den Gardasee inklusive Alpenüberquerung mit dem eCoco zu meistern.

Ein weiterer Vorteil, den dieser selbstfahrende Caravan bietet, ist dass er den Mover schon an Bord hat. Auf dem Campingplatz angekommen lässt er sich via Handyapp ganz easy rangieren. Darüber hinaus sorgt die selbst angetriebenen Achse für mehr Fahrstabilität, Grundlage dessen ist eine gezielte, radindividuelle Leistungsverteilung, auch Troque Vectoring genannt. Die zentrale Steuereinheit wertet auf der Fahrt kontinuierlich alle Daten aus und steuert die Antriebseinheiten an den beiden Rädern. In Kurven beispielsweise können so das innere und äußere Rad unterschiedliche Geschwindigkeiten umsetzen. Gerät der eCoco ins Schlingern, erkennt die Steuerung die Gefahr und bringt durch Bremseingriffe an den Rädern das Gespann wieder ins Lot.

Der Caravan als Batterie

Der emissionsfreie Ansatz des eCoco geht noch viel weiter: Auf seinem Dach befinden sich Solarpanels, die die Batterie aufladen. Somit ist er unterwegs autark. Ein weiterer Vorteil des eCoco ist, dass er daheim als große Batterie funktioniert. Das sei, so Marketingleiter Helge Vester von Dethleffs, besonders interessant, wenn man auf dem Haus eine Photovoltaik-Anlage besitzt. So müsse der selbst generierte Strom nicht zwangsläufig ins Netz gespeist werden, was vor allem bei Produktionsspitzen an langen Sonnentagen wenig bringt, sondern könne lokal gespeichert werden.

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