Mobil-Tour: Bodensee Ingolf Pompe, Joachim Negwer, hokrue/fotolia (1), VRD/fotolia (1), bonline/Fotolia (1)
Ecocamping Bodensee Campingplätze CARAVANING
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Ecocamping Bodensee Campingplätze CARAVANING 24 Bilder

Ecocamping am Bodensee: Sechs Plätze im Überblick: Vom Bodensee in die Welt

Ecocamping am Bodensee Campingplatz Klausenhorn in Konstanz

"Ich muss leider draußen bleiben" heißt die Devise auf dem städtischen Campingplatz Klausenhorn bei Konstanz. Aber sie gilt nur für Autos.

Die parken im Landschaftsschutzgebiet seit fast dreißig Jahren vor der Schranke. Es sei denn, die Gäste reisen an oder ab. Dazwischen löst ein anderer Fuhrpark das Transportproblem: kostenlose Handkarren. Damit geht es an den blauen Sanitärgebäuden im Industriebaustil vorbei in Richtung der 250 Stellplätze. Wie über einem Portal hängt im Übergang eine riesige Digitaluhr, die zeigt, wie viel Energie die Kollektoren auf dem Dach heute bereits der Sonne abgerungen haben. Denn die 70-Quadratmeter-Anlage wurde zwar 1998 errichtet, ist aber immer noch eine sehr respektable Größenordnung.

Keine Frage, am Klausenhorn wagte sich die Bodensee-Stiftung an das Thema "ökologisch orientierter Campingplatz", ein einzigartiges Experiment in Deutschland, ohne Vorbild. Dazu gehören auch Probleme, wenn sich etwa her­ausstellt, dass die Wasserleitung vom Bodensee zur Toi­lettenspülung unterdimensioniert ist und gerne verstopft.

Andrea und Volker Knaust teilen sich seit 2005 die Platzverwaltung. Es war der erste Fall für Ecocamping, dass die Auszeichnung nach einem personellen Wechsel ein zweites Mal verliehen werden musste, natürlich nicht automatisch, sondern erst nach der Qualifizierung der Bewerber.

Die Köpfe sind voller Pläne: "Wir hätten gerne eine größere Rezeption, auch eine Radlerunterkunft oder ein Bistro statt dem Kiosk mit Brötchenservice am Strandbad." Aber dagegen stehen die Budgets der städtischen Verwaltung und lange Planungsverfahren. Denn nach dem gro­ßen Innovationsschub 1998 ist von Seiten der Stadt der von Stiftungsgeldern kurzfristig beflügelte Elan wieder in den Regelbetrieb übergegangen.

Am nahen Strandbad macht ein fernes Brummen, das näherkommt, neugierig. Braungebrannte Hälse recken sich, und Augenpaare suchen den Horizont ab. Da ist er wieder: Der Zeppelin, der für die Region inzwischen genauso steht wie in der Campingbranche "Ecocamping" für fortschrittliche Betriebe.

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