Supertest Dethleffs Aero 510 ER (2021) Andreas Becker
Supertest Dethleffs Aero 510 ER (2021)
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Supertest: Dethleffs Aero 510 ER (2021)

Dethleffs Aero 510 ER (2021) im Test Pralle Ausstattung & eigenständiges Design

Dethleffs belebt den Aero wieder und spendiert ihm ein umfangreiches Ausstattungspaket. Wir finden heraus, ob sich die ursprüngliche Design-Baureihe zu einem guten Angebot gemausert hat.

Mit dem Namen Aero lässt Dethleffs ein Stück der 90-jährigen Firmengeschichte wieder aufleben. Seinen Ursprung hat der Name in einer Design-Studie aus dem Jahr 1998. Ab 1999 gab es den Aero erstmals in Verbindung mit dem Kürzel Tourist als besonders windschnittiges und farbenfrohes Serienfahrzeug. Zehn Jahre später rollt ein Aero mit dem Namenszusatz Style zu den Händlern – anders als der Tourist nun mit konventionellem statt abfallendem Heck. Der markante, flache Bug und die auffälligen Farbvarianten bleiben aber ein Erkennungszeichen des Aero Style. 2015 wird er dann vom außen konservativeren C’Go abgelöst.

Beim 2021er Aero verzichtet Dethleffs nicht nur auf jedweden Namenszusatz, sondern auch auf die markante Aufbauform. Die technische Basis des neuen Aero liefert nämlich der C’Go. Bei der Gestaltung der Hülle orientiert sich der als Jubiläumsmodell deklarierte Aero an den höheren Baureihen Camper und Nomad, beim Innenraum steht wiederum der Leichtbaucaravan Coco Pate.

Im Schnitt ist der aktuelle Aero inklusive der Jubiläumspaket getauften Zusatzausstattungen 3880 Euro teurer als sein Plattformspender C’Go. Im Supertest muss der Aero 510 ER zeigen, ob er eigenständig genug und vor allem sein Geld wert ist.

Wohnen

Schon beim Einsteigen in den Aero macht sich das Jubiläumspaket bemerkbar: Zum einen durch die breite Aufbautür mit Fenster und Mülleimer, zum anderen durch die enorme Einstiegshöhe von 55 Zentimetern, die aus den großen 17-Zoll-Alufelgen resultiert. Im Wohnbereich fällt sofort die ungewöhnliche Form der Sitzgruppe auf. Ihr rechter Schenkel ist mit 85 Zentimetern deutlich kürzer als der linke. Zusätzlich ist der ausreichend große Esstisch vorn raumsparend angeschrägt.

Der so gewonnene Platz ermöglicht die breite Tür und hält den Aufbau mit 6,15 Meter Länge voll reisetauglich. Wichtiger als die Abmessungen ist aber der Komfort der Sitzmöbel, und dieser überzeugt nicht ganz. Zwar fallen die tiefen, straff gepolsterten Sitzflächen und die ergonomisch ausgeformten Lehnen positiv ins Gewicht, für längeres Sitzen und gemütliches Flätzen sind die Rückenlehnen aber zu niedrig.

Oberhalb des gepolsterten Runds bleibt der Blick an den großen, nach unten stark verjüngten Dachschränken und den offenen Eckregalen hängen. Hier stand eindeutig der Dethleffs Coco Pate. Anstelle der verdeckten Riegel im Coco hat im Aero jeder Dachschrank seinen eigenen Pushlock. Zudem vergrößern entnehmbare Einlegeböden die formbedingt geringe Grundfläche der Oberschränke.

Ein weiteres Stilelement aus dem Coco sind die stoffverkleideten Ecken. Mit aufgenähten Taschen sind sie schick und praktisch zugleich. Zusätzliche Ablagefläche findet sich auf dem angrenzenden Wäscheschrank, unterhalb des TV-Platzes und in den bereits erwähnten Eckregalen. Sehr gut gelöst sind die flexibel positionierbaren Lesespots und die Stromversorgung durch zwei Steckdosen mit Klappdeckel an den Sitztruhen rechts und links.

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Eine gute Sicht nach draußen wird durch niedrige Lehnen erkauft, was aber den Komfort schmälert.

Was die Ablage- und Stellfläche betrifft, schwächelt die Küche des 510 ER. Bei offener Kocher- und Spülenabdeckung findet gerade noch ein kleines Vesperbrettchen Platz. Eine ausklappbare Arbeitsflächenerweiterung gibt es ebenso wenig wie ein Gewürzregal oder die Möglichkeit, ein feuchtes Spültuch zum Trocknen aufzuhängen. Abgesehen davon überzeugt die Küche auf ganzer Linie: Volle Punktzahl gibt es beispielsweise für die geniale Kocher-Spüle-Kombination mit ihren unterschiedlich großen Kochfeldern, Zündhilfe und einem leicht zu reinigenden Gussrost.

An Stauraum herrscht ebenfalls kein Mangel, und die Gassperrhähne in der obersten Schublade sind ebenso griffgünstig untergebracht wie der große 142-Liter-Slimtower links neben der Arbeitsfläche. Optisch aufgewertet wird die Küche durch eine pflegeleichte Küchenrückwand in Milchglasoptik rund um das Fenster – ebenfalls Teil des 90-Jahre-Paketes. Bei der Stabilität sollte Dethleffs nachlegen: Die Bordmappe hat auf der Fahrt von Isny nach Stuttgart gegen den Verschluss des Dachschrankes gedrückt und den Gegenhalter ausgerissen.

Das gegenüberliegende Bad gefällt mit ansprechender Gestaltung, eigenem Fenster sowie findigen Stauraumdetails. Beispiele liefern das Waschbecken mit integriertem Handtuchhalter, Oberschrankfächer mit Gummi-Haltebändern und zwei geschlossene Schränke (einer verbirgt sich hinter dem verschiebbaren Spiegel). Für Punktabzug sorgt indes die für Caravans aus dem EHG-Gemeinschaftswerk Sassenberg typische Drehtoilette mit Schmutzfalle dahinter und unabgedichtetem Kassettenschacht. Die 329 Euro fürs Duschpaket sind an sich fair kalkuliert, zumal es neben Duschvorhang und Ausziehbrause auch einen Festwasseranschluss enthält. Allerdings ist das Vorhang-Halteband mit Druckknopf bereits beim ersten Löse-Versuch eingerissen.

Auch der beengte Raum und die zu den Wänden hin nicht abgedichtete Duschwanne konterkarieren das Duschvergnügen. In dieser Form ist die Dusche also eher eine Notlösung.

Schon in der Basis angenehm breit, lassen sich die bequemen Betten mittels Rollrost für 299 Euro verbinden. Der Liegekomfort ist durchaus gut – egal ob längs oder quer geschlafen wird. Das Kopfende ziert eine stoffbezogene Bugwand samt Tasche und Bugfenster (399 Euro). An Ablagefläche, zwei Steckdosen und einen gut erreichbaren Lichtschalter haben die Konstrukteure ebenfalls gedacht.

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Die breiten Betten lassen sich dank optionalem Rollrost auch verbinden.

Beladen und Stauraum

Wer sich die größtmögliche Auflastung auf 1800 Kilo zulässige Gesamtmasse (459 Euro) gönnt, kann die vorhandenen Stauräume nach Herzenslust nutzen. Allerdings muss man dabei die Stützlast im Auge behalten. Sie liegt bereits ohne Gasflaschen bei 62 Kilogramm. Dank 441 Kilogramm Zuladung kann aber der 44-Liter-Frischwassertank zur Trimmung genutzt werden. Er belegt gemeinsam mit dem Elektroblock die linke Sitztruhe im Heck. Die kürzere rechte Truhe ist am besten durch die Schuhklappe erreichbar. Von oben schaffen wandnahe Truhenanschläge zwar einen breiten Zugang, allerdings müssen vor dem Beladen die sperrigen Polster weg.

Der Kleiderschrank ist für die Garderobe von zwei Personen groß genug und wird von einem schmalen, hüfthohen Wäscheschrank flankiert. Warum seine bodentiefe Tür mit nur einem Pushlock verriegelt, haben wir beim Hersteller nachgefragt. Kritik erntet zudem die Fahrtsicherung des Tisches. Das von Bürstner bekannte System mit zwei unter der Tischplatte angeschraubten Gummipuffern und zwei passenden Kunststoffringen an der mittleren Sitztruhe ist gut. Bei Dethleffs hat man die Ringe allerdings durch enge Bohrungen in den Sitztruhendeckeln ersetzt und die Puffer mit zu kurzen Schrauben befestigt. Das macht die Handhabung friemeliger, und im Test ist sogar ein Puffer ausgerissen.

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Kräftige Gasdruck-Aufsteller erleichtern das Beladen von innen. Die Serviceklappe links kostet Aufpreis.

Beim Fahren mit dem Aero gibt es nichts zu monieren. Er läuft bis 100 km/h sehr sauber nach. Unverständlich ist, warum es für den Aero keine selbstnachstellenden Bremsen gibt.

Technik

Von außen macht der 2021er Aero ganz schön was her. Mit 17-Zoll-Alufelgen, Glattblechseitenwänden und Kunststoffprofilen rund um Bug- und Heckfenster orientiert sich der Aero optisch eher an der höheren Baureihe als an seiner C’Go-Basis. Bei genauem Hinschauen fällt auf, dass alle genannten Positionen, abgesehen vom GfK, als Optionen aufgeführt sind.

Größter Posten im happigen Aufpreis von knapp 6500 Euro, jedoch nahezu unsichtbar, ist das Winterpaket für 2999 Euro. Es enthält die hochwertige XPS-Isolierung, Fußbodenerwärmung, I-Net-Box und die starke Combi-6E-Heizung mit Boiler und Elektro-Heizpatrone. Letztere hat mit den zwölf Quadratmetern Raum leichtes Spiel, funktioniert aber im Gegensatz zur serienmäßigen, nur halb so starken S-3004-Heizung nur, wenn 12 Volt anliegen.

Drum ist das Autarkpaket mit 95-Ah-Batterie in dieser Konstellation empfehlenswert. Nachteilig für den Winterbetrieb sind die geringe Dach- und Wandstärke (28 mm) des Aufbaus sowie das 39 Millimeter dicke Sandwich des Bodens (zum Vergleich: Camper 34 mm/42 mm).

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Elektroblock und Frischwassertank teilen sich die linke Sitztruhe im Heck.

Obwohl der Aero gutmütig nachläuft, ist das Sicherheitspaket empfehlenswert, denn neben einem Schleuderschutz (ATC) legitimiert es den Kühlschrank-Gasbetrieb während der Fahrt. Grund ist der Crashsensor, der gemeinsam mit einer Umschaltanlage (Duo-Control) und einer Gasreglerbeheizung (Eis-Ex) die Gasanlage aufwertet.

Unverständlich für ein Fahrzeug dieser Preisklasse ist, dass Basics wie eine Therme zur Warmwasserbereitung (579 Euro) oder selbstnachstellende Bremsen nicht in der Serienausstattung auftauchen. Wobei die Therme ja im kostenlosen Jubiläumspaket steckt und somit ein strategisches Element ist, um den virtuellen Preis des Paketes attraktiver wirken zu lassen. Aber mit Combi-Heizung ist die Therme ja ohnehin obsolet.

Bei der Lichtmessung profitiert der Aero in Wohn- und Schlafbereich stark vom optionalen Ambientelicht (479 Euro). Obwohl es wahrnehmbar flackert, entfällt ohne diese Option das Schlafzimmerhauptlicht samt praktischem Schalter.

Lichtcheck

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Der Aero nimmt den Mittelweg, was die Helligkeit angeht – dafür ist allerdings das optionale (flackernde) Ambientelicht Pflicht.

Die Sitzgruppe kommt, trotz optionaler Ambientebeleuchtung, nur auf Gelb. Gleiches gilt für ihre Leselampen. Eine breite LED-Leiste sorgt für ein homogenes Küchenlicht. Für die Lichtstärke gibt es aber nur Gelb. Im Bad arbeiten drei LED- Spots. Vor dem Spiegel ist es hell (grün). Insgesamt reicht es aber trotzdem nur für Gelb. Auch die Betten profitieren vom optionalen Ambientelicht mit Gelb. Die Leseleuchten schwächeln – für sie gibt’s Rot.

Das fiel uns auf

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 Ablagefläche und eine Steckdose pro Schlafplatz sind ebenso top wie der gut erreichbare Lichtschalter.
 Die Kombination aus Schaum-matratze und solidem Lattenrost sorgt für tollen Schlafkomfort.
  Licht und Ladegerät sind flexibel. Allerdings flackert das Ambientelicht, und das Ladegerät fiepst.
  Die optionalen Schwerlaststützen samt Bigfoots sind klasse. Schwer erreichbar sind sie dennoch.
 Enge und ein klebriger Vorhang machen die Dusche zur Notlösung. Die Wanne ist nicht abgedichtet.
 Schrauben zu kurz: Zwei Befestigungen in der Küche und am Esstisch haben den Test nicht überlebt.

Nachgefragt

Alexander Huber, Produktmanager bei Dethleffs, nimmt Stellung ...

... zu den nicht verfügbaren AAA-Bremsen: Ab Werk bieten wir die selbstnachstellende Bremse für die Baureihe Aero nicht an. Der Kunde kann die Bremse aber eventuell bei einem AL-KO-Vertragspartner nachrüsten lassen.

... zum einzelnen Riegel an der bodentiefen Kleiderschranktür: Wir sind bereits in der Prüfung, ob in dieser Konstellation eine Mehrpunktverriegelung angebracht sein könnte.

... zur nicht abgedichteten Duschwanne im Bad: Der Duschvorhang ist so ausgeführt, dass er die Duschwanne zuverlässig abdichtet. Der Spalt unterhalb der Brause muss dabei tatsächlich auf ein Minimum reduziert werden.

...zur Zukunft des Aero nach dem Jubiläum: Der Aero sollte ein starkes Statement zum 90. Dethleffs-Firmenjubiläum sein. Der enorme Verkaufserfolg bestätigt das Fahrzeugkonzept in eindrucksvoller Weise. Wie dieses nach dem Jubiläumsjahr im Detail aussehen wird, werden wir frühzeitig vorstellen.

Preise und Ausstattung

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H. Böttcher, cad-vision

Trotz der üppigen Serienausstattung (Glattblech, Deichselabdeckung, Zierelemente, breite Aufbautür, 17"-Alufelgen, größeres Dachfenster, Therme, Küchenrückwand und Stoff-Wandtaschen) trägt der Testwagen Extras für knapp 6500 Euro. Knapp die Hälfte davon entfällt auf das für die Ganzjahresnutzung des Aero sinnvolle Winterpaket mit besserer XPS- statt EPS-Isolierung, Fußbodenerwärmung und Combi-6E-Heizung samt I-Net-Box-Steuerung (Serie: Truma S 3004). Wer auf die Ambientebeleuchtung für 479 Euro verzichtet, hat im Schlafbereich nur zwei Stromschienen-Lesespots als Lichtquelle. Das Sicherheitspaket (799 Euro) mit ATC, Duo-Control, Crashsensor und Eis-Ex ist dagegen eine echte Empfehlung.

Schlafplätze: 2+2
Zul. Gesamtgewicht: 1500-1800 kg
Gesamtlänge/Breite/Höhe: 7,31/2,30/2,61 m
Grundpreis: 19.499 Euro
mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II (175 Euro)
Testwagenpreis: 26.382 Euro

Ausstattung des Testwagens (Auszug)

  • 90-Jahre-Paket(Inhalt siehe oben) (57 kg): 0 Euro (empfohlen)
  • Winter-Komfort-Paket (I-Net-Box, XPS-Isolierung, Combi 6E, Fußbodenheizung) (42 kg): 459 Euro (empfohlen)
  • Sicherheitspaket (ATC, Duo-Control mit Crashsensor und Eis-Ex) (6,5 kg): 799 Euro (empfohlen)
  • Duschpaket mit Citywasseranschluss (7 kg): 329 Euro
  • Autarkpaket (Batterie, Ladegerät) (30 kg): 799 Euro (nicht im Testwagen enthalten; empfohlen)
  • TV-Gelenkhalter mit Kabeln (2 kg): 249 Euro
  • Auflastung auf 1800 kg (24 kg): 459 Euro (empfohlen)
  • Bugfenster (4 kg): 399 Euro (empfohlen)
  • Stauklappe Bug links (2 kg): 259 Euro (empfohlen)
  • Ausziehbarer Roll-Lattenrost (5 kg): 299 Euro (empfohlen)
  • Ambientebeleuchtung (2 kg): 479 Euro
  • Vollgummi-Stützrad mit Waage (2 kg): 99 Euro (empfohlen)
  • Schwerlaststützen mit Bigfoots (1 kg): 209 Euro (empfohlen)

Technische Fahrzeuginformationen

  • Aufbau: Sandwichbauweise mit XPS-Schaumisolierung, Wand: Glattblech, insgesamt 28 mm, Dach: GfK, insgesamt 28 mm. Bug und Heck GfK. Boden: Sperrholz, insgesamt 39 mm.
  • Möbel/Beschläge: Sperrholzmöbel mit Metallscharnieren, integrierten Federaufstellern, Softclose-Funktion und Pushlock-Verriegelung, Pushlocks an Küchenunter- und -oberschränken, Schubladen mit Selbsteinzug.
  • Heizung: Gasheizung Truma Combi 6E mit 12-Volt-Automatikgebläse, 4 Ausströmer (1 x Sitzgruppe, 1 x Bad, 1 x Bug, 1 x Eingang).
  • Elektrik: Umformer Dometic SMP 301, 340 W, 9 Steckdosen (2 x Sitzgruppe, 2 x TV-Platz, 2 x Küche, Kleiderschrank, 2 x Betten). 12-V-Steckdose an TV-Platz, USB-Anschluss in Stromschiene. Schaltpanel über Aufbautür, I-Net-Box im Oberschrank daneben. Hauptlicht dimmbar im Dachfensterrahmen,dimmbares Ambientelicht in Bug, Küche und Heck, LED-Leiste als Küchenarbeitslicht, 3 Spots im Bad, je 2 Leseleuchten in Stromschiene in Sitzgruppe und Schlafbereich.
  • Frischwasser: 44 Liter mit 15-Liter-Fahrstellung, Tauchpumpe und Citywasseranschluss.
  • Anbauteile: 3-teiliger Heckleuchtenträger inklusive Opferecken. Bugelemente aus ABS, integrierte Rangiergriffe vorn und hinten. Deichselkasten aus ABS, Deckel an Parallelogramm-Beschlag.

  • Fenster/Hauben: 7 Ausstellfenster mit Rastaufstellern und Rastrollo-Verdunkelung,Bugfenster. Dachfenster 70 x 50 cm, 3 Dachfenster 40 x 40 cm, Dachhaube 25 x 25 cm.

Die Baureihe Dethleffs Aero

Preise: 18.499–20.499 Euro
Aufbaulängen:
5,13–6,35 m
Gesamtgewichte:
1200–1500 kg
Max. Auflastungen:
1700–1800 kg
Grundrisse
: 5

Der Aero fügt sich zwischen C'Go und Camper in das Modellprogramm von Dethleffs ein. Innen mit verspieltem, aber solidem Möbelbau, gibt sich der Aero von außen sportlich-seriös (Designelemente, Alufelgen, Glattblech) – und wirkt damit fast edler als der große Bruder Camper. Spannend ist, wie viel davon im Jahr 2022 übrig bleibt, wenn das Jubiläumspaket entfällt. In 2021 gibt es fünf Grundrisse, von denen drei mit Doppelbett (410 QS, 470 FR, 500 QSK) und zwei mit Einzelbetten (510 und 520 ER) zu den Händlern kommen. Für Familien ist der 7,36 Meter lange 500 QSK gedacht, da er neben dem Doppelbett auch ein Etagenbett im Heck hat.

Wertung

(maximal 5 Punkte möglich)

Wohnen: 3,5 Punkte

 Breite und bequeme Einzelbetten.
 Genialer Kocher mit unterschiedlich großen Feldern und angeschlossener Spüle.
 Ansprechend gestaltetes Bad mit eigenem Ausstell- und Dachfenster sowie viel durchdachtem Stauraum.
 Schicke und funktionale Stofftaschen an der Sitzgruppe und den Betten.
 Insgesamt solider Möbelbau mit Pushlocks und Einlegeböden an und in sämtlichen Dachschränken.
  Ergonomisch ausgeformte, aber recht kurze Rückenlehnen in der Sitzgruppe.
 Keine Arbeitsflächenerweiterung, Gewürzregal oder Handtuchhalter im Bereich der Küche.
 Wenig Ausstattung (Toilettenpapierhalter, Haken, Trockenstange) im Bad.

Beladen: 4,4 Punkte

 Stabile Gasdruckaufsteller erleichtern den Zugang zu den Bettstauräumen.
 Großzügig dimensionierter und von der darunterliegenden Heizung erwärmter Kleiderschrank.
 Insgesamt viel Zuladung.
 Schuhklappe und Wäscheschränkchen sind gute Ergänzungen des Stauraumangebotes.
 Sitztruhen durch sperrige Polster nur erschwert beladbar.
 Das Trimmen der Stützlast ist durch die Hauptstauräume vorn schwierig.

Fahren: 3,4 Punkte

 Sehr ruhige, angenehme und sichere Fahreigenschaften.
 Sinnvolles Sicherheitspaket mit erweiterter Gasanlagen-Ausstattung.
 Dank verhältnismäßig kompakter Abmessungen ist der Aero voll reisetauglich.
  Die Luftdruckangaben gibt es nur im Deichselkasten (nicht an den Radläufen).
 Einen Großteil der Sicherheitsausstattung gibt es nur gegen Aufpreis.
 Es gibt keine selbstnachstellenden Bremsen – nicht einmal gegen Aufpreis.

Technik: 3,8 Punkte

 Solider und detailverliebter Möbelbau mit ausgerichteten Schraubenabdeckungen.
 Hochwertiger Aufbau mit Glattblech und Applikationen an Bug und Heck.
 Reifen mit hoher Tragfähigkeitsreserve.
 Gehobene Ausstattung der Gasanlage.
 Ohne das optionale Ambientelicht gibt es im Schlafbereich kein eigenes Hauptlicht.
 Die drei Dachluken sind nicht in einer Reihe/in einer Linie angeordnet. Das stört die Optik.

Preis & Service: 3,1 Punkte

 Viel Ausstattung durch das kostenlose 90-Jahre-Paket im Jubiläumsmodell.
 Dichtes Händler- und Servicenetz.
 Nur durchschnittliche Garantielaufzeiten.
 Basiszubehör wie Therme oder Fliegenschutztür nur in der Aufpreisliste.
 Beleuchtung ohne optionales Ambientelicht im Schlafbereich nur unzureichend.

Fazit

Attraktives Angebot: Das Jubiläumspaket peppt hauptsächlich die Optik auf, macht den Aero damit aber wertiger, als es seine C’Go-Wurzeln vermuten lassen. In den Kernkompetenzen überzeugt der 510 ER mit bequemen Betten, solidem Möbelbau und einem Top-Kocher. Vermisst haben wir Arbeitsfläche in der Küche und höhere Rückenlehnen in der ansonsten bequemen Sitzlandschaft. Keine Kompromisse macht Dethleffs beim Stauraum, der für zwei Personen üppig vorhanden ist. Das Bad erfüllt die Grundbedürfnisse, eignet sich aber trotz vorhandener Infrastruktur nicht wirklich zum Duschen. Insgesamt gilt für den Aero: Pralle Ausstattung, gute Qualität und eigenständiges Design ergeben gute Noten und ein attraktives Angebot.

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