Fendt Bianco Activ 550 SD (2022) Andreas Becker
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Fendt Bianco Activ 550 SD (2022) im Test

Fendt Bianco Activ 550 SD (2022) im Test Gute Verarbeitung, hohe Zusatzkosten

Fendt komponiert diesen neuen Großbad-Reisewagen aus bekannten Modulen. Wir haben den 550 SD unter die Lupe genommen und neue Stärken, aber auch ein paar alte Schwächen gefunden.

Fendt setzt immer nur dann und dort den Hebel an, wenn und wo Kritik von KundInnen, Händlern und Presse geäußert und als gerechtfertigt anerkannt wird. Und das passiert gar nicht mal so selten. Was ausdrücklich nicht heißt, dass Fendt-Caravans viel Anlass zur Nörgelei geben, sondern dass Schwachpunkte für gewöhnlich konsequent abgestellt werden.

Gestatten Sie eine kleine Anekdote: Bei der Neuheitenvorstellung saß ich mit den Geschäftsführern Hans Frindte und Andreas Dirr im neuen Bianco Activ 550 KMG, als beim Aufstehen ein Rückenpolster der Mittelsitzgruppe umfällt – ein Malus in jedem CARAVANING-Test. Dirr greift sofort zum Telefon. Wenn sie auf ihren Chef gehört haben in der Produktion, verlassen künftig alle KMG und SKM Mertingen mit Klett an den Polsterrückseiten.

Fendt Bianco Activ 550 SD (2022)
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Fendt komponiert diesen neuen Großbad-Reisewagen aus bekannten Modulen.

Das mit dem Bewahren und Verbessern ist auch für den Test des neuen Bianco Activ 550 SD spannend: Denn im Prinzip kombiniert Fendt den bekannten und weiterhin erhältlichen Heckbad-Doppelbett-Grundriss des 515 SD mit einer Rundsitzgruppe statt einer Dinette im Bug. So wächst er 22 Zentimeter in die Länge. Zu den Neuerungen des Modelljahres 2022 zählt auch die wahlweise nach oben abstrahlende Vorzeltleuchte. Ansonsten bleibt’s beim Alten. Ob das Alte auch bewährt ist, zeigt der Supertest.

Wohnen

Das für den 550 SD ist recht einfach: Man nehme den vorhandenen 515 SD, verlängere ihn um genau so viel, dass eine Rundsitzgruppe in den Bug passt, und serviere ihn als neue Kreation. Und die könnte der Kundschaft tatsächlich besser schmecken als Gericht Nummer 515. Denn eine Rundsitzgruppe passt, Achtung subjektive Meinungsäußerung, einfach besser zu einem komfortbetonten Caravan für zwei als eine Vis-a-vis-Dinette. Der neue 550er setzt zugunsten des geräumigen Duschbades quer im Heck und der ausladenderen Rundsitzgruppe auf eine kompakte Küche.

Das Bett erfüllt den Anspruch, elementarer Teil eines Komfortcaravans zu sein, nicht vollständig. Denn die Matratze ist wegen der Aufbaubreite von 2,32 Metern und des für Oberbekleidung zu flachen, für Socken & Co. aber sehr gut besser geeigneten dreitürigen Sideboards nur 1,37 Meter breit. Wertungs- und Sympathiepunkte macht die 17 Zentimeter dicke Kaltschaum-Matratze mit über zwei Metern Länge und der Tatsache wett, dass sie top-komfortabel ist – und das ganz ohne Upgrade auf Mehrzonen und Auflagen-Gedöns. Sogar einen Härtegrad-verstellbaren Rost bringt der Bianco Activ mit.

Licht ins Dunkel bringen zwei Schwanenhals-Leselampen, die unverändert stark seitlich abstrahlen und drum blenden. Dafür bleibt Fendt auch den Ablagen unterhalb der Dachstauschränke treu, die man gerade am Bett überaus schätzt. Eine einzelne 230-V-Steckdose sorgt sich um technisches Gerät.

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Die Serienmatratze auf einem hochwertigen Lattenrost ist bequem und 17 Zentimeter dick. An der geringen Breite von 1,37 Meter ändert das allerdings nichts.

In der akkurat geschneiderten und angenehm gepolsterten Sitzgruppe stören die gleichen Lampen nicht, man freut sich hier am großen Tisch mit dem hochwertigen Teleskopfuß über jedes Lux Lichtstärke – denn Licht ist nicht die Stärke des Bianco. Die offenen Ablagen über den Köpfen und in den Bugecken nehmen die kleinen Dinge des Alltags auf, die größeren lagern eine Etage höher hinter gleichmäßig eingepassten und trotz nicht vorhandener Schlösser straff zuhaltenden Oberschrankklappen.

Mit dem Möbelbau ist es bei Fendt wie mit dem Karosseriebau: Material und Grundkonstruktion sind frei von Besonderheiten, Spezialitäten und erst recht Experimenten. Sperrholz und Wabenplatten innen, Aluminium, Styropor (EPS-Schaum), Holzeinleger und Sperrholz im Aufbau; weder kann Fendt Möbelverbinder wegzaubern noch verhindern, dass Aluminium bei Hagel Beulen bekommt und Holz in Wänden, Dach und Boden im Falle einer Undichtigkeit fault.

Aber Fendt kann durch Sorgfalt und Erfahrung dafür sorgen, dass alles passt und möglichst lange nichts passiert. Zwölf Jahre Dichtheitsgarantie sind ein Statement. Und so sammelt der Bianco Activ zwar bei Anmutung und Verarbeitung beinahe Höchstpunktzahlen, muss sich wegen fehlenden GfKs auf Dach und Wänden, der EPS- statt XPS-Dämmung und der Holzeinleger im Sandwich trotzdem Abzüge gefallen lassen.

Kernelement des SD ist das Großbad im Heck, das von einer separaten Duschkabine, einem breiten, von Schränken und Ablagen durchsetzten Waschtisch und der Toilette ausgefüllt wird. Letztendlich gibt es nur drei Dinge zu kritisieren: Die Spiegelfläche ist gemessen an der Badgröße zu mickrig und an der Wand neben der Dusche prangt kein Handtuchhaken; die vier an der Badtür möchte man nicht mit schweren Badetüchern oder -mänteln belasten.

Aber es gibt ja mannigfaltige und günstige Möglichkeiten, hier individuell nachzubessern. Und: Zwischen Waschtisch und Duschwand fehlt eine Dichtung – doch dafür liefert Fendt-Mann Thomas Kamm immerhin eine Erklärung. Im Zweifelsfall geht Stabilität vor Dichtheit, doch Möglichkeiten, beides zu vereinen, sollte es wohl geben.

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Weil der Kühlschrank gegenüber steht und ein Korbauszug da ist, kann sich der Stauraum sehen lassen. Der schmale Herd holt erstaunlich viel Arbeitsfläche raus.

Die Küche hat trotz ihrer Kompaktheit viel zu bieten – in erster Linie Stauraum. Drei Schubladen mit feinen Auszügen des Herstellers Blum, ein nicht minder solider Korbauszug mit zwei Etagen und zwei Oberschränke kümmern sich um alles, was zum Kochen und Essen mitmuss. Wobei die Nutzbarkeit der schmalen und hohen Körbe im Apothekerauszug Fragen aufwirft. Der Kühlschrank mit der beiseitig öffnenden Tür steht dem Eingangsbereich zugewandt gegenüber.

Durch die Drehung ragt das Eingangsmöbel weniger weit in den Raum als noch im 515 SGD des Jahrgangs 2018, weil der Abwärmekanal jetzt Richtung Bett zeigt. Raumangebot und -gefühl profitieren davon ungemein. Mehr zum Kühlschrank im Technik-Kapitel. Mit edlem Herd, großer Spüle, zwei Schubladen, guter Abdichtung zur Wand und Raumtrenner rundet Fendt die zweckmäßige Kombüse ab.

Beladen und Fahren

Activ stehe für viel Stauraum und Zuladung, ließ Fendt 2016 wissen, als der Bianco-Ableger debütierte. Punkt eins stimmt auch beim 550 SD noch uneingeschränkt, Punkt zwei unter Vorbehalt. Der Testwagen wiegt fahrfertig nach Fendt-Definition mit einer vollen Alu-Gasflasche, zehn Litern Frischwasser, gefülltem Boiler (10 L) und Toilettenspültank (8 L) sowie 100 Kilo Extras 1.484 Kilogramm.

Mit der serienmäßigen 1.700-Kilo-Achse blieben ergo nur 172 Kilogramm Zuladung auf die Masse in fahrbereitem Zustand. 750 respektive 820 Euro inklusive Alufelgen für die Auflastung auf 1,8 und 1,9 oder gar 2,0 Tonnen sollten einkalkuliert werden. Denn viel typisches Zubehör ist im Testwagen nicht eingebaut.

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Die Sitztruhen sind wegen Heizung und Wassertank nur teilweise für Gepäck da. Gut: die Schuhklappe rechts.

Fendt-typisch exakt sind die Gewichtsangaben, auch die Radlasten sind sehr gleichmäßig – je nach Grundriss wechselt sogar das Ersatzrad im Gaskasten die Seite. Für das eigentlich unnötige 2-Tonnen-Fahrwerk dürften die Traglastreserven hochwertiger, aber nicht mehr blutjunger Markenreifen größer sein. Die hohe Leerstützlast von 61 Kilogramm (89 Kilo mit zwei vollen Alu-Flaschen) vereitelt den Transport von E-Bikes auf der Deichsel, sorgt andererseits für hohe Fahrstabilität.

Die Stauraumsituation für zwei ist entspannt. Im Alltag hilfreich wären ein, zwei Klappen vor den offenen Fächern im Eingangs-/Kühlschrankmöbel. Ablagen unter den Oberschränken sind bei Fendt Gesetz – gut so. Variabel, aber in Serienausstattung unbeleuchtet ist der große Hauptschrank mit herausnehmbaren Fachböden und Kleiderstange.

Technik

Der Kühlschrank, der dank der Tür mit beidseitigem Anschlag von drinnen und draußen zu erreichen ist, kühlt unterwegs zwar mit 12 Volt, doch ganz ohne Strom vom Auto oder von der Steckdose braucht die Steuerung zum Umschalten auf Gas einen 9-Volt-Powerpack, der am Radkasten an ein vorverlegtes Kabel angeschlossen wird. Und: Die Autark-Pakete versorgen den Kühlschrank nicht. Um während der Fahrt mit Gas zu kühlen, fließen Minimum 319 Euro in einen Duocontrol-Gasdruckregler mit Crashsensor.

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Der wahrscheinlich beste Gaskasten am Markt.

Zurück zur Serienausstattung: Die Truma Combi 6 mit Boiler ist serienmäßig und, Stand heute, diesseits einer Warmwasserheizung das Beste, was man für den Ganzjahreseinsatz haben kann. Mit der iNet-Box und dem Bedienteil CP-Plus schafft Fendt die Voraussetzung, die Anlage per Handy fernzusteuern. Ansonsten geht es sehr analog zu: Die Lichter, die zahlreicher und heller sein dürften, haben überwiegend gut platzierte Kippschalter. Steckdosen für 230 Volt gibt es acht und das an sinnvollen Stellen.

Doch USB-Dosen hält Fendt auch 2021 noch für entbehrlich; man kann aber eine für 129 Euro bestellen. Dass der Frischwassertank nur 25 Liter Volumen hat, passt nicht zur Luxusdusche. Auch hier gilt: Kannste haben, musste aber bezahlen. Sinnvoll fürs Duschvergnügen ist dann auch der City-Anschluss für direkten und unbegrenzten Wasserzulauf.

Der Gaskasten ist mit seinen Flaschenmulden, dem robusten Boden und dem stabilen Deckel noch immer einer der besten. Nur die Stützenkurbel lässt sich schwer aus den Haken an der Decke klipsen. Beim Aufbau hat sich nichts getan: Wie gehabt bilden Alublech, rund 28 Millimeter dicker EPS-Schaum für ordentliche Wintereignung und Holzeinleger Wände und sogar das Dach. Robustes LFI verkleidet den Bug. An der Verarbeitung der herkömmlichen Materialien gibt es wie immer nichts zu mäkeln. Auch der Holzunterboden ist makellos versiegelt, Kabel und Leitungen picobello verlegt. Ein Dach ohne Hagelschutz sowie EPS und Holz im Sandwich geben aber wie in allen Tests zuvor Punktabzug.

Lichtcheck

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Trotz Tageslichteinfall an Dachluken und Fenstern erreicht der Bianco nur mittelprächtige Luxwerte. Zu duster: Bad und Küche.

Die Deckenlampe schafft es zusammen mit der Serien-Ambientebeleuchtung und zwei Spots auf durchschnittlich 147 Lux – das ist nur Gelb. In der Küche fehlen dem 550 SD etliche Lux, um auf mehr als Gelb respektive 3,2 Wertungspunkte zu kommen. Dasselbe Bild im Schlafzimmer. Ohne Deckenleuchte nur durchschnittliche Werte. Auch die Spots sollten kräftiger und direkter strahlen. Im Bad stört vor allem, dass der Spiegel nicht heller beleuchtet ist.

Das fiel uns auf

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 Ja, es ist Holz. Aber auch unter der Bodenplatte ist alles perfekt konserviert, gedichtet und verlegt.
 Ein separater WC-Spültank ist und bleibt eine feine Sache. Auch der Kassettenschacht ist picobello.
  Die Heizung mit 10-L-Boiler passt zu einem Dusch-Wagen, der 25-L-Tank ohne Einspeisung nicht.
  Kühlschrank von innen und außen erreichbar. Flop: Powerpack für Steuerung nötig, wenn stromlos.
 Zwischen Waschtisch und Wand gibt’s keine Dichtung. Laut Fendt nötig und auch kein Problem.
 Obwohl die Tür des unbeleuchteten Kleiderschranks zweigeteilt ist, geht der längere Teil nicht ganz auf.

Nachgefragt

Thomas Kamm, Marketingleiter bei Fendt, nimmt Stellung ...

... zum 25-Liter-Wassertank: Wir werden das nochmals überdenken. Kleiner Hinweis: Die Toiletten haben einen eigenen 15-Liter-Spültank.

... zum hohen Aufpreis für Alufiber: Aufgrund der positiven Gewichtsbilanz von Aluminiumdächern haben wir bisher so entschieden. Der Kunde entscheidet sich bei der Option Alufiber-Dach bewusst für ein höheres Gewicht. Mit der aufwändigen Herstellungsmethode von Alufiber sind entsprechende Kosten verbunden. Und Alufiber hat dieselbe hochwertige Anmutung wie Aluminium.

... zum während der Fahrt nicht nutzbaren Stauraum im Eingangsmöbel: Ein berechtigter Hinweis. Wir schauen uns nochmal mit der Technik an, ob wir Klappen montieren können.

... zum Spalt am Waschtisch: Eine Dichtlippe oder Silikonraupe würde die Verschraubung beeinflussen, die an dieser Stelle stabil sein muss. Wir haben bisher so gut wie keine Reklamationen wegen Feuchtigkeitsschäden bekommen.

Preise

Fendt Bianco Activ 550 SD (2022)
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Grundriss Fendt Bianco Activ 550 SD (2022).

Die Combi-Heizung samt iNet-Box verdeckt den Blick auf die ansonsten überschaubare Serienausstattung des darum nur vordergründig günstigen Bianco Activ: Ein hagelsicheres Alufiber-Dach kostet ebenso Aufpreis wie zusätzliches Ambiente-Licht und die Auflastung, die der Lichtsituation und der Zuladung guttäten. Auch das attraktive Lifestyle-Paket mit allem, was gut und als Einzeloption teuer ist (u. a. Klimaanlage, Markise, Alufiber-Dach, TV, Batterie, ATC, Komfortmatratze), ist für den Activ nicht erhältlich. Auch dass der 45-Liter-Tank in einem Wagen mit Dusche extra kostet, verwundert. Im 550 SD beißen sich die Vorteils-Pakete "Activ" und "Shower". Realistisch betrachtet kostet ein 550 SD 30.000 Euro – eher sogar mehr.

Grundpreis: 26.998 Euro
mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II (178 Euro)
Testwagenpreis: 28.917 Euro

Die Baureihe Bianco

Preise: 20.590–38.850 Euro
Aufbaulängen: 4,93–8,20 m
Gesamtgewichte: 1.500–2.200 kg
Max. Auflastungen: 2.000–2.500 kg
Grundrisse: 15

Familie Bianco teilt sich in zwei Linien: Den Zweitnamen Activ tragen zehn Grundrisse der Größen 390, 445, 465 (2 x), 515 (2 x), 550 (2 x), 560 und 720; drei davon haben Etagenbetten. Charakteristisch für den Activ: die Truma-Combi-4- und -6- Heizungen mit integriertem Boiler (Alde-Warmwasserheizung serienmäßig beim riesigen Familienwagen 720 SKDW) und tendenziell mehr Stauraum. Die fünf Grundrisse des Bianco Selection 465 (2 x) 515 (2 x) und 550, davon zwei mit Stockbetten, gibt es im Activ nicht. In allen fünf Selection heizt die klassische S-Heizung. Möbeldesign und -dekore sowie die Polsterstoffe sind identisch.

Testurteil

(Maximal 5 Punkte möglich)

Wohnen: 3,9 Punkte

 Bequeme Serien-Matratze auf höherwertigem, verstellbarem Lattenrost.
 Straffe, hochwertige Polster auf der Sitzgruppe sorgen für guten Sitzkomfort.
 Viel Küchenstauraum und stabile Auszüge, schöner Herd, von innen und außen erreichbarer Kühlschrank.
 Geräumiges Bad mit funktionaler Dusche und viel Stauraum.
 Solider und akkurater Möbelbau.
 Relativ schmales Bett (1,37 Meter).
 Kein Platz für Kaffeemaschine in Küche.
 Möbelbau kommt nicht ohne sichtbare Verbinder aus.
 Wenig und zudem schlecht beleuchtete Spiegelfläche im Bad.

Beladen: 4,4 Punkte

 Frei nutzbarer Bettstauraum mit breiter Außenklappe.
 Variabler Kleider- und Wäscheschrank.
 Schuhklappe an Stirnseite des rechten Sitzstaukastens.
 Bereits leer hohe Stützlast, Montage von Deichselfahrradträger kritisch.
 Serien-Achse mit 1,7 Tonnen hat mit realistischer Zusatzausstattung wenig Zuladung.
 Nur offene Ablagen im Kühlschrankmöbel.

Fahren: 3,9 Punkte

 Sichere Fahreigenschaften, auch durch die hohe Grundstützlast.
 Hochwertige Markenreifen.
 Selbstnachstellende Bremsen und Stützrad mit (grob anzeigender) Waage serienmäßig.
 Bei maximaler Auflastung knappe Überlastreserven der Reifen.
 Elektronisches Stabilisierungssystem und Gasdruckregler mit Crashsensor nur gegen Aufpreis.

Technik: 3,4 Punkte

 Hervorragende Verarbeitung von Aufbau und Unterboden und des Mobiliars.
 Keine verletzungsträchtigen Stellen im Innenraum.
 Starke Heizung, gute Wintertauglichkeit.
 Aufbau mit herkömmlichen Materialien; kein hagelsicheres Dach in Serie.
 Combi-Heizung ohne Bordbatterie nicht autark betreibbar.
 Viel zu kleiner Serien-Frischwassertank, schlappe Innenbeleuchtung.

Preise & Service: 3,6 Punkte

 Prinzipiell attraktiver Grundpreis.
 Zwölf Jahre Dichtheitsgarantie.
 Ab Werk gibt’s alles, was man sich wünschen kann, ...
 ... aber für den Mover XT kommen noch die Einbaukosten beim Händler dazu.
 Ohne Optionen wie großer Wassertank funktioniert der 550 SD nicht richtig.

Fazit

Das Beste rausgeholt – Verarbeitung ist die große Stärke von Fendt. Nix knarrt, nix wackelt, alles funktioniert, wie es soll. Außerdem sammelt der 550 SD durch seine Zweckmäßigkeit Plus- und Sympathiepunkte. Wo es zählt, liefert er ab: bequeme Sitzpolster, dicke Matratze, großer Gaskasten und solide Tür, um nur einige zu nennen. Kritik ernten einige grundrissspezifische Details wie das schmale Bett. Der Test zeigt aber auch, dass dem Wagen wichtige Ausstattungen fehlen. Um das Paket stimmig zu machen, müssen etliche hundert Euro draufgelegt werden. Ehrlicher wäre es, mehr reinzupacken und den Grundpreis anzuheben. Dass Fendt auf althergebrachte Aufbaumaterialien setzt, verzeiht man angesichts der guten Verarbeitung.

Fendt Bianco Activ
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