Hobby De Luxe Edition im Test Ingolf Pompe, Dieter S. Heinz, Ingo Wagner
Hobby De Luxe Edition im Test
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Hobby De Luxe Edition 495 UL im Dauertest

Ein Jahr im Dauereinsatz

Der Edition ist die sportliche Variante des Hobby De Luxe. Als 495 UL hat er alle Merkmale des neuen Jahrgangs und überdies einen Grundriss mit breitem Einsatzprofil. Und er bleibt ein Jahr im Test.


Baureihen dienen bei Hobby im Wesentlichen dazu, den Innendesigns Namen zu geben. Denn technisch sind De Luxe, Prestige, Excellent und – zumindest innen – sogar das Landhaus identisch. Ausreißer aus dem Verbund sind das Top-Modell Premium und der Ontour. Die fünf Edition-Modelle, die mit Hilfe eines hellen, aber kontrastreichen Möbel- und Polsterdekors aus dem Reisemobilbereich auf Basis des Standard-De Luxe entstanden, gibt es 2016 erstmals. Der Grundriss 495 UL wird übrigens auch als De Luxe, Excellent und Prestige angeboten, weswegen die Testergebnisse übertragbar sind.

Zu den modellübergreifenden Neuerungen, die natürlich auch der Testwagen hat, gehören die Bug-Innenverkleidung rund um das kleinere Fenster, der noch schmalere 150-Liter-Kühlschrank und ein Rollladenfach in der Mitte der Küchenoberschränke, die zudem höhenverstellbare Fachböden haben. Die Küchenschubladen verfügen über Schienen mit Selbsteinzug. Die Fenster kommen nun von einem anderen Zulieferer und sollen sowohl stabiler als auch besser gedämmt sein, was der erste Eindruck im Test bestätigt. Überhaupt ist der erste Eindruck positiv: Keine Sägespäne, keine Schrauben, keine Polsterfussel. Ein gutes Omen, denn der De Luxe Edition bleibt ein Jahr im Dauereinsatz.

Wohnen im Hobby De Luxe Edition 495 UL

Den Weg in den De Luxe Edition gestaltet Hobby so einfach es geht: Türschloss und -griff sind leichtgängig und leise, die Alu-Türschwelle flach. Wäre die geteilte Pforte mit Fenster, Ablagen und Müllsammler jetzt noch breiter als 52 Zentimeter, wäre die Sache perfekt. Durch das helle Mobiliar, die großen Sitzgruppenfenster, die beiden Klarglas-Dachhauben und die üppige Beleuchtung empfängt der Edition Besucher mit offenen Armen. Anders gesagt: Das bei den 2016er Modellen zugunsten einer Regalwand verkleinerte Bugfenster hat keinen negativen Einfluss auf Lichtverhältnisse und Raumgefühl.

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Ingolf Pompe, Dieter S. Heinz, Ingo Wagner

Aus dem klassischen Zwei-Personen-Grundriss mit Einzelbetten wird durch Zukauf des 305 Euro teuren Bettauszugs ein in gewissen Grenzen familientauglicher Caravan. Unter dem leichten, herausnehmbaren Nachttisch lagert der etwas hakelig laufende, aber stabile Rollrost. Zwei straffe Polsterkeile, ein langer und ein kurzer, füllen den Graben zwischen den beiden angenehm gepolsterten Federkernmatratzen, die jeweils 193 Zentimeter lang und 82 Zentimeter breit sind.

Das Regal am Bug bietet Platz für Krimskrams sowie Bücher und Zeitschriften, dazu kommen offene Ablagen unter den Deckenschränken, die, wie alle Oberschränke im Wohnraum, keine mechanischen Schlösser haben. Gut: Die 230-Volt-Steckdose am Kopf­ende des linken Betts. LED-Leuchtbänder über- und unterhalb der Oberschränke erleuchten das Schlafzimmer hell. Zwei wie alle Lampen im Hobby dimmbare LED-Einbauspots fungieren als Leselichter. Doch der rechte Spot stört mit lautem Netzbrummen. Die Sitzgruppe mit ihren unterschiedlich langen Längsbänken wird mit Hilfe des rustikalen Metallhubgestells zur Liegefläche. Doch rund ein Drittel des längeren Sitzpolsters ragt über den Rand der asymmetrischen Tischplatte und ist nicht nutzbar. Übrig bleibt eine Liegefläche von 194 mal 105 Zentimeter – genug für zwei kleinere Kinder oder einen Erwachsenen.

Im "Tagbetrieb" gefällt die Sitzgruppe mit straffer Polsterung und hohen Rückenlehnen. Der Querbank jedoch mangelt es an Sitztiefe und der Möglichkeit, sich entspannt zurückzulehnen. Vier kleine Rollen im Gestell machen den Tisch, der während der Fahrt von einer Leine gesichert wird, zum Ein- und Ausfädeln mobil. Mit hinterleuchteten Eck-Elementen, zwei Spots, einer Deckenleuchte mit direktem und indirektem Licht sowie Lichtschläuchen an den Oberschränken (alle dimmbar) lassen sich mannigfaltige Helligkeiten und Lichtstimmungen einstellen – jedoch nicht im Sitzen, sondern nur am lernintensiven Kontrollboard mit Touchscreen (169 Euro).

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Auch in der Küche gibt es keinen eigenen Lichtschalter. Dafür starten die drei Flammen selbstständig und -erklärend per Druck auf den Herdknopf. Durch den besonders schmalen und ausgelagerten 150-Liter-Kühlschrank stehen im Küchenblock drei breite Schubladen mit je einem Pushlock-Verschluss und Selbsteinzug zur Verfügung, die leicht laufen und leicht sind, aber auch schwere Lasten vertragen. Eine Hobby-Spezialität ist die Küchenfensterverkleidung mit darin eingelassener LED-Lichtleiste und zwei 230-Volt-Steckdosen. Ein Rollladenfach zwischen den mit je einem Regalboden ausgestatteten Oberschränken teilt den zur Verfügung stehenden Stauraum weiter auf.

Das kompakte Bad verfügt über eine Bodenwanne, jedoch nicht über eine Duschvorrichtung. Mit vier Unterschränken, vier Kunststoff-Schälchen und drei Schränken hinter Spiegeltüren steht gut organisierbarer Stauraum zur Verfügung. Auch an einen Klorollenhalter und Kleiderhaken hat Hobby gedacht. Die Banktoilette erlaubt entspanntes Sitzen, ist dank weniger Spalten leicht zu reinigen und verfügt über einen eigenen Spülwassertank – man muss den optionalen 50-Liter-Tank (Serie: 25 Liter), der weit hinter der Achse und damit fahrdynamisch ungünstig sitzt, also nicht zwingend füllen.

Konstruktiv ist das Hobby-Mobiliar durchdacht: Die stabilen Metallscharniere mit integrierten Aufstellern sind in und an Metallprofilen verschraubt und von Beginn an sehr genau justiert. Fixierte Scharniere kommen auch anstelle von Winkeln zum Einsatz, zum Beispiel an den Eckelementen der Oberschränke im Schlafzimmer – ein guter, aber schwerer Kniff. Auch die offenen Ablagen halten festes Zupacken aus, bewegen sich dabei nur leicht. Die durchgestaltete Optik stören allenfalls die vielen Möbelverbinder und Schraubenköpfe, die mit Dekorklebern oder Plastikkappen abgedeckt sind.

Beladen und Fahren

An Stauraum herrscht kein Mangel. Beide Bettkästen sind vollständig nutzbar, wenngleich die Warmluftleitungen nicht auf ganzer Länge geschützt sind. Außerdem bleiben die Matratzen selbst ohne aufliegendes Bettzeug nicht offen stehen. Die Deckel der Sitztruhen sind weit hinten angeschlagen, weswegen die Polster zum kompletten Öffnen weg müssen. Links kann man sich das ohnehin sparen – der Wassertank mit dem unpraktischen Schraub-Bodenablass und die Therme beanspruchen einen Großteil des Platzes. Rechts und unter der Querbank ist alles frei. Eine Klappe in der Stirnseite wäre von großem Nutzen.

Der unbeleuchtete Kleiderschrank hat eine trägt an seiner Rückwand die komplette Elektronik-Zentrale. Der Gaskastendeckel schwenkt parallel zum Bug nach oben. Die hohe, weiche Ladekante stört beim Flaschenwechsel, die kantigen Scharniere beim Rausholen und Einladen des serienmäßigen Roll-Abwassertanks. Fahrdynamisch ist der Hobby De Luxe Edition 495 UL absolut unauffällig. Allerdings macht sich die Auflaufeinrichtung unangenehm bemerkbar, weil sie auf Bodenwellen poltert – wir werden sie prüfen lassen. Unsauber gearbeitet ist die Schelle des Stützrades. Ein Grat behindert das Hochziehen und Ablassen des gesamten Stützrades – Riefen am Standrohr zeigen es. Für eine realistische Zuladung ist die Auflastung von 1500 auf 1750 Kilo eigentlich unumgänglich – für die Tempo-100-Zulassung muss aber der Zugwagen schwer sein. Die Trailer-Reifen sind tragfähig und jung.

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Technik

Die Bordelektrik des De Luxe Edition wird mit Hilfe eines digitalen CAN-BUS-Systems nach dem Standard des Caravaning Industrie Verbandes (CI-BUS) gesteuert, was zum Namen CI-Bus führt. Wäre der Testwagen mit Warmwasserheizung, Dachklimaanlage oder Boiler ausgestattet, so ließen sie sich ebenfalls über das TFT-Display im Eingang steuern – eine charmante Entwicklung. So aber kontrolliert das Display nur die Beleuchtung und den Tankinhalt und gibt Auskunft über Außen- und Innentemperatur, Datum und Uhrzeit. Das Problem dabei: Einige Tasten haben dieselben Symbole, unterscheiden sich nur durch ihre Nummerierung.

Kurz: Man muss sich merken, welche Taste welche Lampe ansteuert. Außerdem lassen sich Lichtstimmungen abspeichern – auch das funktioniert nicht selbsterklärend. Zudem gibt es die Möglichkeit, Tasten zu nutzen oder das Dreh-/Drück-Stellrad – teils mit gleichem Ergebnis. Beim Betrieb am Zugwagen schaltet die Elektronik nicht alle Lichter frei, um die Starterbatterie zu schonen. Zwischenfazit: Idee und Technik prima, Endgerät verbesserungswürdig. Nur am Bett und im Bad hat Hobby Taster zur direkten Bedienung der dortigen Lichter angebracht. In der Sitzgruppe lassen sich die Eckenlampen zwar einzeln schalten, aber nur, wenn sie vorher am Display angeschaltet wurden, Decken- und Küchenlampe ausschließlich an der Bordzentrale. Die gesamte Elektrik und Elektronik hängt im Kleiderschrank. Dass Hobby wenige Halogenlampen ins LED-Ensemble streut, ist angesichts der hochwertigen Elektronik ein kleiner Stilbruch.

Die Verlegung von Kabeln und Warmluftleitungen dürfte etwas akkurater sein. Hier und da spickelt eine Kabelschlaufe heraus, die Heizungsrohre sind in den Stauräumen stellenweise ungeschützt. In Sachen 230-Volt-Steckdose bleibt nur ein Wunsch offen: Ein weiteres Exemplar an der Sitzgruppe. Die Heizung ist der Wagengröße angemessen und mit Automatikgebläse ausgestattet. Auf dem Wunschzettel stehen ein Ausströmer und Warmluftabzweigungen hinter die Betten.

Nachgefragt beim Hersteller

Thomas Neubert, Leitung Marketing & PR bei Hobby, nimmt Stellung ...

... zur fehlenden Steck­dose an der Sitzgruppe: Bei unserer Einstiegsbaureihe haben wir auf die Steckdose bewusst verzichtet. In unmittelbarer Nähe zur Sitzgruppe finden sich aber im Küchenrollo zwei weitere Steckdosen im direkten Zugriff. Insgesamt sind im 495 UL De Luxe Edition sogar sechs Steckdosen verbaut.

... zur hohen Ladekante des Gaskastens: Den Gasflaschenkasten haben wir 2014 überarbeitet. Neben dem verbesserten Verschluss wurde gleichzeitig ein Be-schlag eingeführt, der die Bugklappe senkrecht nach oben öffnet. Eine gewisse Mindesthöhe der Ladekante ist notwendig, um ein sicheres Verschließen zu gewährleisten.

... zum Bedienkomfort und Beleuchtung des TFT-Displays: Die Software des TFT-Panel hat vor kurzem ein Update erhalten. So schaltet das Panel unter anderem jetzt nach fünf Minuten Ruhe das Display automatisch aus. Bei bereits eingebauten Panels müsste somit ein einfaches Software-Update gemacht werden.

Das fiel uns auf:

 Die Kurbel-Sechskante sind hinten perfekt erreichbar, vorne dank Schürzenlöchern sehr gut.
 Sechs Alu-Winkel positionieren die Markise exakt über der Dachkante. Sieht sehr schön aus.
 Bei Hobby Standard und immer noch ein dickes Plus: Gut sichtbare Reifendruckangabe am Radlauf.
  Breite und damit fußschmeichelnde Türschwelle aus Alu. Die qualitativ gute Tür ist zu schmal.
 Die schlecht entgratete Stützradschelle macht die Bedienung unnötig kraft- und nervenzehrend.
 In den Eckelementen kommen noch Halogenlampen zum Einsatz, die Schalter sind schlecht platziert.

Lichtcheck

Angelehnt an DIN EN 12464-1; Farbabstimmung auf zirka 4000 Kelvin

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Ingolf Pompe, Dieter S. Heinz, Ingo Wagner

1) In der Sitzgruppe bekommt der Tisch gleichmäßig viel Licht ab. Die Lux-Zahlen erreichen allerdings keine Spitzenwerte.
2) Die Lesespots und die indirekte Beleuchtung sind ausreichend hell. Das Licht ist insgesamt angenehm.
3) Auch in der Küche genügt das Licht eigentlich, ohne mit den Lux-Werten in den grünen Bereich zu kommen.
4) Im Bad überzeugt nur die Helligkeit im Gesicht.

Die Wertung

maximal 5 Punkte möglich

Wohnen: 3,6

Betten 30 %: 3,6
Sitzgruppe 20 %: 3,3
Küche 20 %: 3,6
Sanitärraum 20 %: 3,7
Möbelbau 10 %: 3,8

 Bequeme Einzelbetten, einfacher Umbau zum sehr großen Doppelbett.
 Großzügiges Raumgefühl.
 Solider, passgenauer Möbelbau.
 Aufwendige und vielseitige Beleuchtung, mehrheitlich mit LED-Technik.
 Üppig möbliertes Kompaktbad mit guter Bewegungsfreiheit und Banktoilette.
 Küche mit großen, flexiblen Stauräumen und großem Kocher mit E-Zünder.
 Nicht die ganze Fläche der Sitzgruppe als Bett nutzbar.
 Querbank der Sitzgruppe durch fehlende Sitztiefe und steile Lehne unbequem.
 Keine Dusche erhältlich.
 Einzelbetten nur knapp zwei Meter lang.
 Viele sichtbare Schraubenabdeckungen und Möbelverbinder.

Fahren: 4,1

Fahreindruck 40 %: 3,9
Fahrsicherheit 60 %: 4,3

 Sehr sichere Nachlaufeigenschaften bei ausreichend hoher Stützlast.
 Gleichmäßig ansteigende, hohe Bremskraft.
 Junge, tragfähige Reifen und Reifendruckangabe gut sichtbar am Radlauf.
 LED-Bug-Umrissleuchten unten und oben.
 Stützlastwaage im Bugrad serienmäßig.
 Relativ laute Knack- und Poltergeräusche von der Auflaufeinrichtung.
 Schwer lösbare Feststellbremse bei maximal gespanntem Bremshebel.
 Hakelig ausfahrendes Stützrad.

Beladen: 2,9

Stauräume 50 %: 2,7
Zuladung 50 %: 3,0

 Insgesamt ausreichend viele und große Stauräume.
 Mit Auflastung üppige Zuladungsreserven.
 Vollständig für Ladung nutzbare Bett­stauräume mit Serviceklappe rechts.
 Sitztruhendeckel weit hinten angeschlagen, Polster müssen zum Beladen weg.
 Lattenrost samt Matratze bleiben beim Beladen des Stauraums nicht offen stehen.
 Wassertank weit hinter der Achse.
 Recht enger Gaskasten mit ziemlich hoher Ladekante.

Technik: 3,8

Aufbau 20 %: 3,2
Sicherheit 20 %: 5,0
Verarbeitung 20 %: 3,5
Bordtechnik 20 %: 4,1
Beleuchtung 10 %: 3,3
Wintertauglichkeit 10 %: 3,0

 Elektronische Lichtststeuerung mit BUS-System. Aufwendige Beleuchtung.
 Sorgfältige Verarbeitung des Mobiliars.
 Gut erreichbarer Sicherungsblock mit Ersatzsicherungen. FI-Schutzschalter.
 Teils ungeschützte Heizungsrohre und Kabel.
 Konservativer Wandaufbau mit Holzeinlegern und Styropordämmung, kein GfK-Dach.- Zu hoch hängender Abwasserauslass.
 Kompliziertes, nachts zu helles Bedienpanel.

Preis & Service: 4,2

Preis-/Leistung 80 %: 4,3
Garantie 10 %: 3,0
Servicenetz 10 %: 5,0

 Komplette Ausstattung ohne Mehrpreis.
 Sinnvolle und viele Komfortoptionen erhältlich.
 Sehr großes Händlernetz in Deutschland und dem restlichen Europa.
 Nur durchschnittliche Garantiezeiten.
 Weder Rangier- noch elektronisches Fahrstabilitätssystem ab Werk erhältlich.

Die Baureihe: Hobby De Luxe Edition

Preise: 15.610–20.330 Euro
Aufbaulängen: 6,14–7,51 m
Gesamtgewichte: 1300–1700 kg
Max. Auflastungen: 1600-1900 kg
Grundrisse: 5

Der De Luxe Edition übernimmt fünf Grundrisse vom Standard-De Luxe. Unterhalb des 495 UL rangieren 440 SF und 460 UFe, zwei Kompaktwagen mit Quer- bzw. Längsdoppelbett im Bug und Sitzgruppen im Heck. Familien mit Kindern bedient Hobby mit den 2,50 Meter breiten Modellen 545 KMF und 560 KMFe, die über ein Kinderabteil mit Stockbetten verfügen. Die Möbelfronten tragen das Dekor Maple hell, das im Kontrast zu anthrazitfarbenen Streifen steht. Drei LED-Lichtleisten im Bereich der Hängeschränke unterscheiden den Edition vom normalen De Luxe, der 500 Euro günstiger ist.

Konkurrent Dethleffs C’Trend Style

Grundrisse: 6
Aufbaulängen: 4,99–6,36 m
Preise: 15.698–19.698 Euro
Konkurrenzmodell: CʼTrend 515 ER Style
Grundpreis: 17.698 Euro
Vergleichspreis*: 22.653 Euro
Länge/Breite/Höhe: 5,85/2,30/2,60 m
Leer-**/zul. Gesamtgewicht: 1250/1400 kg
Kurzprofil: Solide Baureihe – lackiertes Blech und Innenfarben im Style-Paket (1199 Euro).

Konkurrent Knaus Sport

Grundrisse: 15
Aufbaulängen: 4,40–7,86 m
Preise: 13 .490–24.840 Euro
Konkurrenzmodell: Sport 500 EU
Grundpreis: 16.450 Euro
Vergleichspreis*: 22.101 Euro
Länge/Breite/Höhe: 5,75/2,30/2,57 m
Leer-**/zul. Gesamtgewicht: 1130/1300 kg
Kurzprofil: Solide verarbeitete, sehr breit gefächerte Baureihe. Viele Ausstattungsoptionen.

Preise

Der De Luxe Edition mag auf den ersten Blick teuer wirken, doch die Analyse zeigt einmal mehr: Man kann einen Hobby im Serientrimm kaufen und anhängen – es fehlen nur Kabel und Gasflaschen. Auf Ausstattungspakete verzichtet Hobby. Zwar kosten die Konkurrenten mit an den Testwagen angepasster (Funktions-)Ausstattung und den entsprechenden Paketen nicht sehr viel mehr, doch die gestalterische Opulenz des Edition erreichen sie damit nicht. Zudem sind die obligatorischen Zulassungspapiere und Auflastungen bei Hobby recht günstig.

Durch im Vergleich zu ein paar Wettbewerbern kurze Garantiezeiten verliert der Hobby einige Punkte, die er mit dem großen Servicenetzwerk sammelt.

Grundpreis: 17.188 Euro mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II (98 Euro)
Testwagenpreis: 19.879 Euro
✘ Auflastung 1500 auf 1750 kg (29 kg) ✔351 Euro
✘ TV-Gelenkhalter mit Kabeln (2 kg) ✔216 Euro
7-Zonen-Kaltschaummatrazen (3 kg)535 Euro
✘ Ausziehbarer Lattenrost zwischen
Einzelbetten (5 kg) ✔305 Euro
✘ TFT-Display (CI-Bus) für Beleuchtung169 Euro
✘ 50-Liter-Frischwassertank (2,8 kg)134 Euro
✘ Fußbodenerwärmung elektrisch (4 kg)499 Euro
✘ Teppichboden lose (13 kg) 247 Euro
✘ Deichselfahrradträger Thule (10 kg)275 Euro
✘ Markise Thule Omnistor 3,5 m (30 kg) 994 Euro
Reserverad im Gaskasten (20 kg) ✔ 309 Euro
Warmwasserheizung Alde (26 kg) 2315 Euro
Queensbett quer im Bug (8 kg)433 Euro
Zusätzliche Serviceklappe links (0,5 kg) ✔223 Euro

Kosten und Service
Steuer:
(1700 kg zGG) 67 Euro
Dichtigkeitsgarantie/Kontrolle: 3 Jahre/12 Monate
Servicestellen in Deutschland/Europa: 103/ca. 290

Fazit

Alles drin, alles dran: Einmal mehr zeigt Hobby, dass die alten Zeiten passé sind. Zur kompletten Ausstattung, aufwendigen Bordtechnik und opulenten Innengestaltung gesellt sich wirklich gute Verarbeitung. Und der erkennbare Wille, die Produkte zu verbessern. Zeichen dafür sind zum Beispiel die neuen, tatsächlich sehr soliden Fenster. Zaubern kann aber auch Hobby nicht. So bleibt es beim einfachen Alu-Styropor-Holz-Sandwich, einem relativ kleinen Flaschenkasten und güns­tigen, aber jungen Reifen. Der Grundriss 495 UL macht vieles richtig und hat bereits seine Bewährungsprobe im Drei-Personen-Betrieb bestanden. Ob sich die Prognosen bestätigen, zeigt die Zeit. Wenn Sie dies lesen, war der Edition bereits klassisch im Urlaub und als Basislager an der Motorrad-Rennstrecke.

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