Kabe Estate 600 GDL im Test Andreas Becker
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Kabe Estate 600 GDL im Test: Neue Einstiegsbaureihe

Kabe Estate 600 GDL im Test Neue Einstiegsbaureihe aus Schweden

Einfacher ausgestattet, moderner gezeichnet, deutlich günstiger als die Topmodelle, aber dennoch kompromisslos wintertauglich: Macht die neue Einstiegsbaureihe der Schweden alles richtig?

Bis voriges Jahr hieß Kabes günstigste Baureihe Classic. Für 2022 wurde sie optisch so stark aufgefrischt, dass der alte Name nicht mehr adäquat gewesen wäre. Ob Estate, auf Deutsch Anwesen, angemessener ist? Am Ende des Tests werden wir schlauer sein. Jedenfalls spricht Kabe mit seinem neuen Basismodell eine Käuferschicht an, die einen Ganzjahreswagen mit Warmwasserheizung zu einem vertretbaren Kurs sucht und darum vermutlich auch die Preislisten von Adria Alpina, Dethleffs Beduin Scandinavia, Eriba Nova (mit Arktis-Paket) und Polar auf dem Tisch oder auf der Festplatte liegen hat.

Wobei Kabe beim Estate wie so viele Hersteller auch den Weg über Ausstattungspakete beschreitet, um den Grundpreis attraktiver erscheinen zu lassen. Erwähnen muss man in diesem Kontext aber, dass prinzipiell alles Wesentliche in der Serienausstattung enthalten ist. Details zu Ausstattung und Preisgestaltung wie gewohnt im dazugehörigen Kapitel.

Beim Aufbau unterscheidet sich der Estate kaum von den teureren Kabe-Baureihen. Abgespeckt indes wurde die Ausstattung: Die beleuchtete Einspeisungs- und Außenversorgungsklappe fehlt ebenso wie das typisch skandinavische Boden-Ventilationssystem und getrennte Heizkreise. Ob sonst etwas Wichtiges fehlt? Lesen Sie selbst!

Die Baureihe

  • Preise: 34.500–58.700 Euro
  • Aufbaulängen: 5,58–8,05 m
  • Gesamtgewichte: 1.700–2.100 kg
  • Max. Auflastungen: 2.000–2.500 kg
  • Grundrisse: 10
Kabe Estate 600 GDL im Test
Redaktion
Grundriss des Kabe Estate mit einer Innenlänge von 600 cm.

Ab der Größenklasse 600 sind alle Kabe Estate 2,50 Meter breit (Kingsize im Kabe-Jargon). Bei 470 XL, 520 XL und 560 GLE haben Käufer die Wahl zwischen 2,30 und 2,50 Meter Breite. Kabe-typisch ist, dass innerhalb einiger Grundmodelle mithilfe von Grundrissmodulen variiert werden kann.

So gibt es die beiden GLE-Modelle wahlweise mit Einzelbetten oder Doppellängsbett und Etagenbetten daneben. Alle Stockbettwagen sind alternativ auch mit Dreier-Kinderbetten lieferbar. Bis zum 8,71 Meter langen 660 DGDL rollt der Estate auf Einzelachsen, erst der 780 DGDL ist ein Doppelachser. Ein aktuell angesagtes Raumbad hat der ebenfalls 8,14 Meter lange 600 TDL.

Wohnen

Laut Kabe werden Etagenbetten bei der neuen Einsteigerbaureihe Estate sehr häufig nachgefragt. Und obwohl der Estate die günstigste Art ist, einen Kabe zu fahren, erfordert die Anschaffung einen beherzten Griff in die (Familien-) Kasse. Drum verwundert es, dass sich die Schweden bei der Gestaltung des Kinderbereiches, der so auch in zwei anderen Estate-Modellen eingebaut wird, keine allzu großen Gedanken gemacht haben: Für den sicheren Aufstieg kleinerer Kinder fehlen der schmalen Holzleiter verlängerte Holme, die Reling des oberen Stockbetts ist zudem niedrig und kurz. Ein Netz oder sonstige Absturz-Verhinderer gibt es nicht. Dafür kassiert der Kabe Abzüge bei der Sicherheit. Ein Dreier-Stockbett gibt es bei Kabe übrigens ohne Aufpreis.

Ein Unikum im Estate-Portfolio ist die mittig postierte Rundsitzgruppe des 600 GDL, in deren Zentrum ein robustes Standard-Klapp-Hubtischgestell die Tischplatte trägt. In Wuchterei artet es aus, den Tisch für die Fahrt zwischen die Sitztruhen zu fädeln. Alle anderen Estate haben Bugsitzgruppen. Die straffen, passgenauen Sitzpolster sind von guter Qualität und mit strapazierfähigem Stoff bezogen – das gilt somit für alle Modelle. Die angenehmen Nackenstützen verkauft Kabe aber als Teil des Komfort-Pakets.

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Die Küchenauszüge sind zentral verriegelt. Die Kommode am Bett beherbergt auch die Batterie.

Die Küche zeigt wie einige andere Details im 600 GDL, der laut Kabe aus der Vorserienproduktion stammt, die schon öfter besungene Neigung der Schweden zu Praktikabilität und Robustheit, die ausgeprägter ist als jene zur handwerklichen Perfektion: Die Fronten der neun zentral verriegelten Schubladen und die drei Oberschrankklappen fluchten nicht perfekt. Die Funktion indes ist tadellos: Der mattschwarze Wasserhahn ragt hoch über die Spüle, der dreiflammige Herd ist ein bewährtes Modell mit Gussrost, und Kochdunst saugt ein starker Abzug mit Fettfilter ins Freie.

Und sollte die Arbeitsfläche knapp werden, lässt sich in der Mitte des Küchenblocks ein Schneidbrett aus der Front ziehen oder herausnehmen. Die zwei Steckdosen wären links über der Arbeitsplatte allerdings besser positioniert als rechts über der Spüle.

Der Möbelbau ist hochwertiger, als es die schlichten geraden Oberschrankklappen suggerieren: Alle Klappen werden von je zwei Gasdruckaufstellern offen und je einem Metall-Möbelschnäpper geschlossen gehalten. Auch Schranktüren und -türchen bleiben dank Schnapp- und Drehstangenschlössern zuverlässig zu.

Die Scharniere sind solider Bauart, die Umleimer tadellos aufgebracht. Die meisten Fachböden lassen sich zudem in der Höhe verstellen. Nachlässiger gearbeitet wurde dort, wo man selten hinschaut: Im Unterbau der Betten tauchen sägeraue Schnittkanten auf, der PVC-Bodenbelag lappt unter dem Bett wie reingeworfen an die Wände hoch.

Das Bett im Bug ist wegen der Kommode am Fußende nur 1,90 Meter lang. Zum Fußende verjüngt es sich von 1,40 auf 1,16 Meter Breite. Die Matratze mit zusätzlichem Topper ist so kuschelig weich, dass man den simplen Lattenrost darunter nicht wahrnimmt. Zwei Lesespots mit integrierten USB-Ladeports hat Kabe montiert – doch einen davon am Fuß- statt am Kopfende.

An Ablagen herrscht dank Nachtkästchen, Fensterbrett und TV-Kommode am Ende des Bettes und Oberschränkchen am Raumteiler kein Mangel. Das Betthaupt ist mit weichem Stoff bespannt. Dass es keine offenen Ablagen unterhalb der Oberschränke gibt, ist hier verzeihlich. An der Sitzgruppe gibt es zwar welche, aber die sind beinahe schlitzartig flach. Für ein Buch genügt es.

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Bad: zum Duschen nur eine Notlösung, aber als Wasch- und Toilettenraum tadellos.

Das Bad, von einer Schiebetür separiert, hat zwar eine Duschmöglichkeit, doch als Wasch- und Toilettenraum ist die Vorstellung des Raumes überzeugender. Kabe hat an Haken und Halter gedacht sowie viel Stauraum und Belüftungsmöglichkeiten implantiert. Auch mit der Spiegelfläche lässt sich im Campingalltag sehr gut klarkommen. Einen Hauch von Luxus bringt der optionale Handtuchwärmer ins Spiel.

Der Auftritt des Estate mit weißen Klappen und grünen Polstern (anthrazit optional) ist für Kabe-Verhältnisse progressiv, macht ihn damit aber auch für neue Kundenkreise attraktiv.

Beladen + Fahren

Oberschränke, die nach unten schmaler werden, erhöhen zwar die Bewegungsfreiheit und verbessern das Raumgefühl, reduzieren aber die nutzbare Stapel-Bodenfläche. Regalböden, die das verbessern, verkauft Kabe für 278 Euro. Mit wasserfesten Schubladen in den Sitztruhen, Stauraum unter dem Etagenbett, großem Wäscheschrank (auch als Hängeschrank zu verwenden), dem kleineren, beheizten und beleuchteten Hauptkleiderschrank und vielen weiteren Fächern und Schränken ist der 600 GDL gut gerüstet.

Zerklüftet und darum nur mühsam für Sperriges nutzbar ist der Bettstauraum. Im Kleiderschrank sind Körbe montiert, um Socken & Co. zu temperieren. Das ist die schwedische Fürsorge, die Kabe vermittelt. Die Lattenroste liegen im Estate auf Holzrahmen, die teureren Baureihen nutzen dafür Alu. Federn drücken die Liegefläche kräftig hoch, Ketten begrenzen den Öffnungswinkel: rustikal, funktional. Die Doppelböden mit ihren Klappwänden in allen Bodenstauräumen erlauben die bei Warmwasserheizungen wichtige Zirkulation der Warmluft, sind aber dünn, verletzlich und mit ihren umfallenden Seitenteilen ein Nervfaktor.

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Die dünnen Doppelböden in allen Bodenstauräumen sorgen für Luftzirkulation und schützen die Konvektoren.

Das Fahrwerk des Estate kommt inklusive Achsen, selbstnachstellender Bremsen und Auflaufeinrichtung von Zulieferer Knott – der Vorserien-Testwagen rollte noch auf einem Alko-Fahrwerk. An der hohen Zuladung ändert dieser Umstand nichts. Vorsicht ist wegen der großen Radlastunterschiede geboten: Die beladene Küche belastet den rechten der beiden jungen Conti-Markenreifen sehr viel stärker.

Technik

Die Warmwasserheizung mit Gasbrenner und Elektro-Heizpatrone (5,5/3 kW) ist über alle Zweifel erhaben. Warmwasser durchströmt beim Heizen immer auch den Fußboden und die Türschwelle. Neu bei der 3030-Serie von Alde ist der größere 10-Liter-Boiler. Der Gaskasten, in den Flaschen durch eine schmale Luke mit hoher, aber stabiler Ladekante gezirkelt werden müssen, wird von einem gut verriegelten Klappdeckel verschlossen. Dafür fehlt der für Wintercamper obligatorische Flaschen-Umschalt-Gasregler mit Crashsensor. Gaslecksensor und die Innenbeleuchtung sind dagegen Serie.

Damit die Wärme drinnen bleibt, fertigt Kabe ein hochwertiges Sandwich aus zwei Aluplatten, die XPS-Schaum und durchlüftete PVC-Leisten in die Zange nehmen. Die Innenwände und die Decke sind lückenlos mit dämmendem Teppich beklebt. Tatsächlich ist das Klima an Bord eines Kabe sommers wie winters sehr angenehm. Die Dachhaut besteht aus GfK, der Unterboden aus imprägniertem Sperrholz mit sichtbarer Maserung – das ist also kein Makel.

Und wenn draußen die Welt untergeht, kommt durch die Lüftungsklappe auch bei geschlossenen Fenstern frische Luft rein. Ebenfalls typisch: Quertraversen stützen und versteifen die Bodenplatte, was die Haltbarkeit bei Vielfahrern erhöhen soll. Die Kurbelstützen sind von der Seite prinzipiell gut erreichbar – nur wenn nah an der Parzellenhecke geparkt wird, kann das zum Problemchen werden.

Kabe Estate 600 GDL im Test
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Lose Strippen, überlappender PVC-Bodenbelag, durchhängende Kabelkanäle: Das darf nicht sein.

Die Elektrikinstallation zeigt Licht und Schatten: Gut sind die großen Schalter und Dimmer, großzügig die Kapazität der Batterie. Die Dunstabzugshaube ist stark, das Bordpanel übersichtlich und leicht bedienbar. Sobald die Lattenroste hochgeklappt werden (am Etagenbett fehlen Aufsteller), wird es sogar in den Bettstaukästen hell.

Und: Die Fahrlichter lassen sich als Parklicht aktivieren. Dass das im Testwagen alles funktioniert, ist beim Blick hinter die Skischublade überraschend. Hier baumeln 12-Volt-Käbelchen wie einst unter der Modelleisenbahn. Mit Steckdosen und USB-Ladeports ist der Kabe bestens bestückt. Auch die frostsichere Wasseranlage samt Füllstandskontrolle überzeugt.

Preise

Warmwasserheizung mit Heizschlingen im Boden, beheizter und isolierter Abwassertank, großer Bordakku, Dunstabzugshaube, dimmbares Licht, DAB-Radio, zentrales Bedienpanel mit Füllstandsanzeigen und Rahmenfenster: All das gibt es beim Estate serienmäßig. Alu-Felgen, Panoramadachfenster und Deichselabdeckung hingegen stecken für schwer nachvollziehbare 1761 Euro im Design-Paket.

Und für den 170-Liter-Kühlschrank, der als Kompressorvariante erhältlich ist, die Nackenkissen, die obligatorische Außenklappe zum Bugstauraum, den Trennvorhang fürs Kinderabteil sowie den 230-Volt-Handtuchtrockner erfindet Kabe das Komfort-Paket und klebt ein Preisschild über 2356 Euro dran. Diese Aufpreispolitik relativiert den konkurrenzfähigen Grundpreis und kostet ebenso Punkte wie das zwar wachsende, aber doch noch kleine Händlernetz.

Grundpreis: 44.800 Euro mit TÜV und Zulassungsbescheinigung II (990 Euro)
Testwagenpreis: 49.907 Euro

Komfort-Paket (171-L-Kühlschrank, Nackenkissen, Handtuchtrockner, Serviceklappe) (23 kg) 2.365 Euro (im Testwagen enthalten, empfehlenswert)
Komfort-Paket 2 (wie oben, aber mit Kompressorkühlschrank) (30 kg) 2.750 Euro
Design-Paket (Heki, Alufelgen, Tür mit Fenster, Deichselabd.) (28 kg) 1.761 Euro (im Testwagen enthalten)
City-Wasseranschluss (1 kg) 140 Euro (empfehlenswert)
Fachböden in Oberschränken (3 kg) 278 Euro (empfehlenswert)
Gasregler Duo-Control mit Eis-Ex (1,2 kg) 394 Euro (empfehlenswert)
Klimaanlage Dometic Freshjet (34 kg) 2.860 Euro
Elektrische Trittstufe (15 kg) 460 Euro

Kosten und Service

Steuer (2.000 kg zGG) 74,60 Euro
Dichtigkeitsgarantie/Kontrolle 7 Jahre/12 Monate
Servicestellen in Deutschland/Europa 16/117

Lichtcheck

Kabe Estate 600 GDL im Test
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Dank Dimmern lässt sich der Estate 600 GDL auch gemütlich illuminieren. Mit voller Power liefert er gute Ergebnisse ab.

angelehnt an DIN EN 12464-1

  1. Die Oberschrankform begünstigt den Lichteinfall auf die Arbeitsfläche. Das zahlt sich aus: Volle Punktzahl!
  2. Das Bad erreicht nur mittelmäßige Helligkeitswerte. Besonders im Spiegel wünscht man sich mehr.
  3. Der beleuchtete Baldachin und die optionale Panoramadachhaube werfen gleichmäßig Licht in die Sitzgruppe.
  4. Das Bugbett profitiert von den Deckenleuchten. Die maximale Helligkeit des Lesespots ist "gelb".

Das fiel uns auf

 Große Schalter und Dimmer an den richtigen Stellen – was zu Hause gut ist, gefällt auch im Caravan.
 Der große 130-Ah-AGM-Akku samt Ladegerät gehört zur Serienausstattung des Estate.
 Ein isolierter und beheizter 32-Liter-Abwassertank ist Standard in jedem Kabe-Caravan.

  Zwei starke Gasdruckaufsteller und ein Schloss pro Klappe, allerdings Ablagen mit abgedeckt.

 Lose Strippen, überlappender PVC-Bodenbelag, durchhängende Kabelkanäle: Das darf nicht sein.
 Im Winter gut, im Alltag manchmal lästig: schmale Tür mit obendrein hohem Einstieg.

Kabe Estate 600 GDL im Test
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Im Winter gut, im Alltag manchmal lästig: schmale Tür mit obendrein hohem Einstieg.

Manfred Teadcke, Area Sales Manager von Kabe, nimmt Stellung ...

... zum Kabelgewirr im Bugstauraum: Beim Testfahrzeug handelt es sich um ein Vorserienfahrzeug, das auf der Messe in Düsseldorf von vielen Besuchern betreten und immer wieder ausprobiert wurde. Wir vermuten, dass diese Mängel dort entstanden sind.

... zu den teuren Ausstattungs-Paketpreisen und der geringen Auswahl an Werksextras: Wenn man sich die Inhalte der Optionspakete näher anschaut, halte ich die Preisstellung für absolut angemessen. Kabe bietet in der Saison 2022 ab Werk über 80 % mehr Optionen für den Estate an als 2021 für das Vorgängermodell Classic. Insofern kann ich diese Anmerkung nicht teilen.

... zum fehlenden Handlauf und zur kurzen Reling am Kinderbett: Wenn die Leiter länger wäre, würde sie den Einstieg in das Bett erschweren. Wir prüfen die Anbringung eines Einstiegsgriffs im oberen Bett. Den Hinweis mit der längeren Reling nehmen wir gerne auf.

Wertung

Wohnen: 3,4 von 5 Punkten

 Sehr bequeme Matratze mit Topper.
 Hochwertige, bequeme Sitzpolster mit strapazierfähigem Stoff.
 Küche mit großer Arbeitsfläche, viel Stauraum im Korpus und in den Oberschränken. Dunstabzug.
 Kompaktes, als Waschraum ausreichend großes Bad.
 Starke Aufsteller an den Dachstauschränken, stabile Scharniere, mechanische Schlösser an allen Türen/Klappen.

 Bettenmaße im Bug relativ klein.
 Sicherheitsdefizite an den Etagenbetten.
 Hohe Rückenlehnen sind Extra.
 Fronten der Küchenschubladen und Oberschränke nicht sehr exakt positioniert.
 Dusche nur Notlösung.

Beladen: 4,3 von 5 Punkten

 Schubladen in Sitztruhen mit Abtropfwannen.
 Serienmäßiges Zwei-Tonnen-Chassis mit großen Zuladungsreserven.
 Große Zahl an Schränken und Fächern plus Skischublade. Verstellbare Fachböden.

 Ungleiche Radlasten – rechts wegen Küche deutlich schwerer und näher am Traglast-Limit der Reifen.
 Zerklüfteter Bugstauraum, schmale Außenklappe nur optional.

Fahren: 3,6 von 5 Punkten

 Stabiles, sicheres Fahrverhalten.
 Sanft einsetzende, kräftige Bremswirkung.
 Markenreifen mit jungem Produktionsdatum.
 Parkbeleuchtung ohne Zugfahrzeug aktivierbar.
 Versteifte Bodenplatte.

 Luftdruckangaben nicht an Radlauf oder im Deichselkasten vermerkt.
 Keine Stützlastwaage, kein elektronisches Stabilisierungssystem.

Technik: 3,9 von 5 Punkten

 Aufwendiger Aufbau. Nachweislich wintertaugliche Sandwichkonstruktion und Bordtechnik.
 Autarke, vollständige und hochwertige Bordtechnik.
 Viele Lichtebenen mit dimmbaren LED-Leuchtmitteln. Viele Steckdosen und USB-Ladeports.
 Viel vollisolierte und von Warmwasserheizung erwärmte Bordtechnik.

 Niedrige Reling und kurze Leiter an Etagenbett.
 Im Detail nachlässige Verarbeitung (Stauräume, Elektrik).

Preis & Service: 3,1 von 5 Punkten

 Hohes technisches Ausstattungsniveau schon in Serienausstattung.
 Konkurrenzfähiger Grundpreis.

 Aktuell nur 16 Händler in Deutschland.
 Nur zwei teure Pakete verfügbar mit hauptsächlichen Optik-Zugaben.
 Kleine Auswahl an Extras ab Werk.

Fazit

Die Liebe zum Detail

Die Kernpunkte, die einen Kabe ausmachen, erfüllt auch die neue Einstiegsbaureihe Estate: Kompromisslose Wintertauglichkeit dank Top-Aufbau und Warmwasserheizung, Autarkie ab Werk und durchdachte Funktion. Und zwar serienmäßig. Alles, was die Produktplaner in Tenhult für nicht zwingend notwendig halten, kostet Aufpreis. Und zwar satt. Vor diesem Hintergrund wiegt es irgendwie schwerer, dass es Kabe hier und da nicht ganz so genau nimmt mit der Verarbeitung. Selbst wenn diese Nachlässigkeit keinen Einfluss auf die Funktion hat, so wünscht man sich doch, dass einem Hersteller klar ist, dass auch 44.800 Euro sehr viel Geld sind. Da darf man Liebe zum Detail schon erwarten, finde ich.

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