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Hobby in Fockbek: Runde Zahlen

Der 400 000. Caravan, das 10 000. Reisemobil in genau 20 Jahren und erstmals mehr als 1000 Mitarbeiter: Hobby in Fockbek wartet mit vielen bemerkenswerten Ziffern auf.

Es ist beinahe typisch für Hobby, dass jüngst eine Fabel-Marke erreicht wurde, aber niemand großes Aufsehen darum machte: Vor wenigen Tagen lief in Fockbek der 400 000. Wohnwagen vom Band – ein absoluter Weltrekord. Kein anderes Unternehmen auf dem Globus hat jemals mehr Freizeitfahrzeuge produziert. Auch die Jahresproduktion von 20 500 Caravans in diesem Geschäftsjahr ist eine neue Rekordmarke. Zum ersten Mal wurde die magische Ziffer von 20 000 Wohnwagen „geknackt“. Ohnehin ist 2004 offensichtlich das Jahr der runden Zahlen bei dem norddeutschen Caravan- und Reisemobilhersteller: Die Hobby-Reisemobilproduktion stieg nach der Inbetriebnahme der neuen Fertigung von 400 im Jahr 2003 auf 1000 in dieser Saison an – ein stolzer Zuwachs von 250 Prozent. Einher geht ein ebenfalls stattlicher Umsatzzuwachs um außergewöhnliche 24,3 Prozent. 2003 setzte Hobby 185 Millionen Euro um. Im Geschäftsjahr 2004 waren es 230 Millionen Euro. Zwei bemerkenswerte Daten wurden immerhin in Fockbek gewürdigt: Fast auf den Tag genau 20 Jahre, nachdem Europas größter Wohnwagenproduzent sein erstes Reisemobil, den Hobby 600, vorstellte, lief das 10 000. Hobby-Mobil vom Band. Dieses Exemplar, ein Alkovenmobil des Typs 615 KM, feierte Hobby-Gründer Harald Striewski (67) mit der Belegschaft der Reisemobil-Produktion.

130 Mitarbeiter, die mit der Konstruktion, dem Bau und dem Verkauf von Hobby-Reisemobilen beschäftigt sind, freuten sich mit dem Patron über das Doppeljubiläum. Stellvertretend für alle Kollegen überreichte Reisemobildisponentin Tanja Modersbach einen Blumenstrauß an Harald Striewski. Der zeigte sich zuversichtlich: Die nächsten 10 000 Hobby-Reisemobile sollen in deutlich kürzerer Zeit gebaut werden. Eigentlich hätte man in Fockbek sogar noch eine weitere runde Ziffer würdigen können: Seit exakt zehn Jahren werden dort Alkoven-Reisemobile gefertigt. 1994 wurde die Produktion der „Nasenbären" aufgenommen. Und noch mehr: Erstmals überschritt die Mitarbeiterzahl 2004 die Schwelle von 1000. Dank des anhaltenden Markterfolges stehen derzeit 1063 Beschäftigte auf der Hobby-Lohnliste. Innerhalb nur eines Jahres wurden damit rund 150 neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Unternehmenskennziffern sind umso bemerkenswerter, als Firmengründer Harald Striewski 1967 die Produktion mit nur einem Mitarbeiter aufnahm. Eine Woche dauerte es damals, bis ein Wohnwagen fertig gestellt war. Heute verlässt alle paar Minuten ein Caravan das Band. Bei den Wohnwagen ist Hobby längst Marktführer in Deutschland, in den Niederlanden, in Norwegen, Dänemark, Österreich, Belgien, Polen und in Tschechien. Zum Konzern gehören Caravan-Hersteller Fendt im bayerischen Mertingen, die Rendsburger Feuerverzinkerei und die Nordland-Zeltfabrik.

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