LED-Beleuchtung: Wohnwagen aufrüsten

LED-Beleuchtung im Wohnwagen LED-Update für den Caravan

Bei älteren Caravans und Wohnmobilen wurden konventionelle Glühlampen verbaut. Wer jetzt auf zeitgemäße LED-Technik umstellt, spart nicht nur Energie, sondern genießt auch mehr Helligkeit.

LED-Beleuchtung Philipp Heise
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Die abendliche Beleuchtung gehört in Campingmobilen zu den Selbstverständlichkeiten, die erst in den Fokus rücken, wenn ein Glühfaden oder eine Diode dunkel bleibt. Dabei lohnt sich der Blick hinter die Blenden und Abdeckungen in betagteren Modellen, selbst wenn keine akuten Probleme auftreten.

Geschichte der LED-Beleuchtung

Im Falle unseres älteren Fendt-Caravans war das Ergebnis gleich doppelt spannend, und das sogar im Wortsinne: Zum einen arbeitet seine Beleuchtung mit zwei verschiedenen Betriebsspannungen – 230 Volt Wechselspannung sowie 12 Volt Gleichspannung – und zum anderen gibt es einen bunten Querschnitt an Sockeln.

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Bad- und Ambientelicht arbeiten mit 12 Volt und Bajonettsockeln.

Warum gibt es hier überhaupt ein ergänzendes 230-Volt-Wechselstrom-Netz? Technischer Hintergrund war der damalige Energiebedarf der Hauptbeleuchtung. Eine konventionelle Glühbirne (Sockel E27), von denen allein zwei über der Sitzgruppe vorgesehen sind, braucht zwischen 40 und 60 Watt.

Das sind Leistungswerte, die heute fast für die gesamte Beleuchtung eines mittelgroßen Caravans genügen. Zu verdanken haben wir diese Energieeffizienz Licht emittierenden Dioden, besser bekannt als LED. Allerdings war diese Technik erst 2007, also sieben Jahre nach der Geburtsstunde unseres Caravans, marktreif.

Gibt es LED in warmweiß?

Gemütlich wurde das LED-Licht dann im Jahr 2010 mit der Entwicklung warmweißer Lichtfarben. Dass die Umstellung auf LED-Leuchten heute problemlos funktioniert, liegt an den sogenannten Retrofit-Lampen. Sinngemäß bedeutet Retrofit, dass es die moderne Technik mit klassischen Sockeln wie etwa der E27- oder der E14-Variante gibt.

Austausch von Leuchtmitteln im Caravan

Der Austausch der Beleuchtung ist denkbar einfach. Alle notwendigen Leuchtmittel gibt es im Baumarkt, Fachhandel oder online. Vor dem Tausch gilt es allerdings, einige Sicherheitsregeln zu beachten: So sollte sichergestellt sein, dass mindestens der jeweilige Lichtschalter auf "aus" steht. Noch besser ist es, gleich den gesamten Caravan durch Ziehen des Außensteckers vom Stromnetz zu trennen. Anschließend kann fröhlich geschraubt und gesteckt werden.

Das LED-Upgrade unseres Wohnwagens

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Über der Küchenarbeitsfläche des Fendt-Caravan gibt es zwei E14-Sockel. Die neue Kerzenleuchte rechts ist zwar nur unwesentlich heller, dafür aber sparsamer.

Über der Sitzgruppe des Fendt wurden die Glühlampen offenbar schon gegen frühe Energiesparleuchten getauscht. Trotzdem sind die beiden neuen LED-Lampen mit insgesamt 24 Watt deutlich heller als die träge anlaufenden Energiesparlampen mit je 9 Watt. Somit lässt sich auch der leicht gestiegene Strombedarf gut verschmerzen.

Einen Lichtgewinn bei nahezu halbierter Leistung erreichen die fünf ehemaligen Halogen-Lesespots an Sitzgruppe und Bett. Durch ihre GU5.3-Sockel fließen jetzt nur noch je 5,5 statt zehn Watt bei 12 Volt.

Gleiches gilt für die Küche, wo jetzt zwei kompakte LED-Kerzenleuchten mit E14-Sockel (je 5,6 Watt statt je 25 Watt) ihr Licht spenden.

In etwa Gleichstand bei der Helligkeit herrscht am Waschtisch. Die beiden LEDs mit Stiftsockel sind aber deutlich sparsamer und haben, wie alle Dioden, noch einen weiteren Vorteil: Während ein Glühdraht einen Großteil der Energie in Wärme umsetzt, ist die Licht-Effizienz von LEDs so viel höher, dass sie vergleichsweise kalt bleiben.

Gemütlichkeit im Caravan
Zubehör

Preise & Extras

Für etwa 25 Euro ist die Beleuchtung nun in vielen Bereichen heller – und das mit deutlich weniger Energieeinsatz. Addiert wurde die Leistung der verbauten Leuchten von 138 auf etwa 65 Watt gesenkt – und das ohne Berücksichtigung der Bajonettsockel-Leuchten.

Wer sich mehr Funktionen wünscht, bekommt auch Retrofit-Lampen mit integriertem Funkmodul oder Bluetooth-Lautsprecher. Darüber lässt sich das Licht dimmen und in der Farbe anpassen oder die Musik vom Smartphone abspielen. Smart-Home-Systeme wie zum Beispiel Philips Hue wären die Krönung des aktuell Machbaren. Allerdings erfordern diese komplexen Systeme ein WLAN-Netzwerk und eine Steuerzentrale in Form eines sogenannten HUB, damit die Fernsteuerung per Smartphone gelingt.

Sockelkunde

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Eine derartige Überschneidung zu Sockeln aus dem Hausgebrauch ist bei modernen Wohnmobilen und Caravans nicht mehr üblich. Der Trend geht zu einer ab Werk dimmbaren Beleuchtung, deren einzelne Leuchtmittel nicht mehr austauschbar sind. Man setzt hier auf die hohe Lebenserwartung der LED-Technik.

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Diese Leuchten waren in unserem Wohnwagen verbaut.

Fazit

Mit zeitgemäßer LED-Technik können Sie in ihrem Wohnwagen mehr Helligkeit bekommen und sparen obendrein auch noch Strom. Wir erklären, wie Sie Leuchtmittel austauschen, was Sie wie ersetzen können und zeigen, wie wir unseren Caravan mit LEDs ausgestattet haben.

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