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Mercedes M-Klasse: Mächtig muskulös

Die ab Juli erhältliche Mercedes M-Klasse tritt nicht nur optisch stark auf.

Markanter und dynamischer als ihr Vorgänger rollt die neue Mercedes M-Klasse ins Rampenlicht der Detroit Motor Show. Die nun selbsttragende Karosserie ist nicht nur 150 Millimeter länger, 71 Millimeter breiter und acht Millimeter flacher geworden, sondern duckt sich auch erfolgreicher unter dem Fahrtwind hindurch (cw-Wert 0,34 statt 0,39) als die rundliche Blechhülle des 1997 präsentierten Vorgängers. Zur neuen Optik passen die vier Motoren, die bis zu 38 Prozent mehr Leistung und Drehmoment bereitstellen, aber dank Aerodynamik-Feinschliff und serienmäßigem Siebengang-Automatikgetriebe (mit Lenkrad-Wählhebel und -Tipptasten) bis zu 10 Prozent weniger verbrauchen als die Maschinen der Ahnenbaureihe.

Ob und, wenn ja, wie sich die Abkehr vom Leiterrahmen auf die Anhänge- und Stützlasten ausgewirkt hat, verrät Mercedes nicht. Klar ist nur, dass auch die neue M-Klasse die schwenkbare Anhängekupplung mit im Hals integrierten Steckdosen bekommen wird. Drei der vier M-Klasse-Aggregate sind Neuentwicklungen. Den 2,7-Liter-Reihenfünfzylinder-Turbodiesel des ML 270 CDI ersetzt ein neuer V6-CDI in zwei Leistungsstufen. Im ML 280 CDI leistet er 140 kW (190 PS), im ML 320 CDI 165 kW (224 PS). Bei 440 respektive 510 Newtonmeter Drehmoment läuft Caravanern das Wasser im Mund zusammen. Mit nur 9,4 Litern Diesel auf 100 Kilometer sollen sich M 280 und M 320 CDI bescheiden. Ebenfalls neu ist der ML 350, dessen 3,5-Liter-V6-Benzinmotor 200 kW (272 PS) und 350 Newtonmeter Drehmoment leistet.

Der V8 des ML 500 markiert mit 225 kW (306 PS) die Spitze des Motorenprogramms. Den Allradantrieb 4-ETS hat Mercedes um Bergabfahrhilfe, Anfahrassistent und Offroad-ABS erweitert. Ein Reduktionsgetriebe ist nur noch im 60 Kilogramm schweren Offroad-Paket enthalten, in dem neben der Luftfederung auch zwei automatisch und manuell sperrbare Differenziale enthalten sind. Die Luftfederung Airmatic ist aber auch für den Straßen-ML zu haben. Auch ob Mercedes ein elektronisches Anhängerstabilitätsprogramm auf ESP-Basis bringt, wird noch nicht verraten. Jedoch ist davon auszugehen. Schließlich haben die Hauptkonkurrenten VW Touareg und BMW X5 auch solche Systeme. Auch wenn die neue M-Klasse der alten in allen Punkten überlegen sein soll: Die Preise sollen sich ausstattungsbereinigt auf deren Niveau bewegen.

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