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Mit dem Rollstuhl über die Alpen

Joachim W. A. Friedrich fährt in vierzig Tagen von Hamburg nach Rom. Er sitzt seit 35 Jahren im Rollstuhl, denn er ist wie schätzungsweise 150.000 Menschen in Deutschland unheilbar an Muskelschwund erkrankt.

Friedrich ist Vorstandsvorsitzender des Deutschen Muskelschwund-Hilfe Vereins und rund um die Uhr auf fremde Hilfe angewiesen. Er bewältigt die rund 2000 Kilometer lange Strecke nach Rom mit einem Elektro-Rollstuhl. Sein Ziel ist eine Generalaudienz am 24. September bei Papst Benedikt XVI. Er will ihn um Beistand bitten, denn er möchte mit der spektakulären Aktion auf den Pflege-Notstand in Deutschland hinzuweisen, ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit, Zuwendung, Solidarität, aber auch Eigenverantwortung.

Friedrich wird begleitet von einem siebenköpfigen Team in drei Fahrzeugen, einem Reisemobil und zwei Caravans. Ein Wilk S4 wurde im Werk individuell für die besonderen Bedürfnisse des Pilgers umgebaut. Wichtig war vor allen Dingen ausreichend Platz für die Pfleger und Raum für das Krankenbett, das quer im Heck steht. Infos: Telefon 040/3232310, www.muskelschwund.de.

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