Eriba Touring Ingolf Pompe
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Wer unter 1,70 groß ist, kann im Touring auch bei geschlossenem Hubdach noch stehen.
Eriba Touring 60 Edition
Eriba Touring 60 Edition 19 Bilder

Überblick 2021: Hub- und Klappdach-Caravans

Hub- und Klappdach-Caravans im Überblick Mehr Wohnraum im Caravan dank Klapp- und Hubbdach

Hub- und Klappdachcaravans zeichnen sich durch ihre kompakten Maße aus. Meist hängen sie leicht und aerodynamisch an der Anhängerkupplung. Erst auf dem Campingplatz entfalten sie dann ihr volles Potential.

Ein Hubdach ist Grundlage für kompaktere Bauweise. Im Fahrbetrieb duckt sich der Caravan, um möglichst wenig Angriffsfläche für den Gegenwind zu bieten. Außerdem wird durch die Bauart der Schwerpunkt gesenkt. Aus beidem begründet sich der Ruf der hervorragenden Nachläufer mit Hubdach. Auf dem Campingplatz verhilft das aufgestellte Hubdach dann zur Stehhöhe im Caravan.

So funktioniert der Aufstellmechanismus

Die Konstruktion der Hub- und Klappdächer ähnelt sich prinzipiell. Die GfK-Dachschalen werden entweder parallel nach oben gedrückt oder klappen, einseitig angeschlagen, wie ein Taschenmesser auf. In beiden Fällen unterstützen Gasdruckheber die Bemühungen der Camperin oder des Campers. Eine Scherenmechanik hält die Schale auf dem richtigen Weg bis zu ihrem Endpunkt. Die Lücken zwischen dem Dach und Hubdach werden durch Stoffbahnen, die Faltenbalgs, oder durch Kunststoffteile geschlossen.

Während früher zahlreiche Hersteller kleine Wohnwagen mit Hub- oder Klappdachlösungen anboten, ist die Zahl heute geringer. Doch gibt es auch heute noch einige Hersteller, die an der Technik festhalten. Wir haben die aktuellen Modelle der Saison 2020/2021 für Sie zusammengefasst.

1. Eriba Touring

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Ob der Hymer Eriba Touring der erste Caravan mit Hubdach war, lässt sich, zumindest weltweit, nur noch schwer feststellen. Auf jeden Fall ist er hierzulande der bekannteste seiner Art. Seit 1958 wird er mit einem hohen Wiedererkennungseffekt bis in die jüngste Generation gebaut.

Im Moment listet der Hymer-Prospekt elf Touring-Modelle. Der Grundriss des kleinen Familia 310 zeigt eine Dinette und ein Querbett und kommt ohne Sanitärraum aus. Der Familia 320 hat zwar die selben Maße, dafür aber eine Toilette und eine zum Bett umbaubare Sitzgruppe eingebaut. Triton 430 und Troll 540 haben einen ähnlichen Grundriss ohne fest verbautes Bett, dafür mit einem kompakten Sanitärraum. Der Triton 420 verfügt über eine Frontküche. Die restlichen Modelle unterscheiden sich neben der Größe durch die Form der Betten. Es gibt entweder Einzelbetten oder ein Querbett zur Auswahl. Der Eriba Touring Troll 550 ist der Größte von ihnen mit einer Länge von 5,79 Metern.

Alle Tourings sind mit eingezogenem Hubdach 2,26 Meter hoch. Die Ausstattung ist den kompakten Maßen angepasst. Die Karosse basiert beim Touring auf einem robusten, selbsttragenden Stahlrohrkäfig, der mit Aluminium beplankt ist. Das zulässige Gesamtgewicht reicht von 900 bis 1400 Kilogramm und der Grundpreis liegt zwischen 18.250 und 22.890 Euro.

Hymer Eriba Touring
Modelle: 11
Zul. Gesamtgewicht: 900 bis 1400 kg
Personen: 2-3
Länge/Breite/Höhe: 4,83-5,56/2,0- 2,10/ 2,24 Meter
Grundpreis: ab 18.250 Euro

2. Eriba Feeling

Eriba Feeling 427
U. Seitz/C. Maier/P. Heise
Der Eriba Feeling 425 ist ein ausgewachsener Caravan mit Hubdach.

Die zweite Hubdach-Caravan-Baureihe von Hymer umfasst drei Grundrisse, trägt den Namen Feeling und ist nach der klassischen Methode aus Sandwichwänden aufgebaut. Im Gegensatz zum Touring handelt es sich hier um ausgewachsene Caravans mit Aufbaulängen zwischen 6,07 und 6,47 Meter Länge bei einer Breite von 2,17 Meter und einer fahrbereiten Höhe von 2,24 Meter. Außerdem haben Interessenten hier die Wahl zwischen einem Hub- und einem Klappdach mit Betten. Ist das Hubdach geschlossen, wird im Innenraum, wie im Touring, kaum Stehhöhe erreicht.

Im Feeling 425 stehen eine vollwertige Küche und ein kompaktes Bad zur Verfügung. Im Heck befindet sich ein Querbett und im Bug eine Dinette. Beim 442er bekommt der Caravaner sogar zwei ordentliche Einzelbetten. Auch im 6,47 Meter langen Feeling 470 gibt es Einzelbetten, allerdings dieses Mal im Bug und eine gemütliche Sitzgruppe im Heck. Möbel und technische Ausstattung erreichen hier Mittelklasseniveau. Auch bei den Preisen, die zwischen 19.350 und 20.350 Euro liegen. Übrigens: 2018 musste sich der Eriba Feeling 425 als Dauertester bei uns beweisen.

Eriba Feeling
Modelle: 3
Zul. Gesamtgewicht: 1200 bis 1500 kg
Personen: 2-3
Länge/Breite/Höhe: 6,07-6,47/2,17/2,24 Meter
Grundpreis: ab 19.350 Euro

3. Kip Shelter, Kompakt und Vision

Premiere, Messe-Neuheiten, Kip Shelter Plus
Dieter S. Heinz
Der Kip Shelter Plus ist klein, hat aber alles nötige an Bord.

Das niederländische Pendant zu Eriba ist Kip, ein Unternehmen mit Tradition bei den Hubdach-Caravans. Drei von vier Baureihen (Shelter, Kompakt und Vision) der Marke verfügen über ein Hubdach. Der Kip Kompakt Adventure ist beispielsweise auf zwei Personen ausgelegt. Er bietet eine Heckküche und eine zum Doppelbett umbaubare Dinette. Der Kompakt Travel kann sogar bis zu drei Personen beherbergen mit einer zusätzlichen kleinen Sitzgruppe im Heck. Die Baureihe gibt es ab 22.250 Euro. Etwas teurer wird es mit 23.750 Euro im Vision. Hier gibt es ebenfalls zwei Modelle namens Adventure und Travel, die dank zwei Sitzgruppen jeweils für drei Personen geeignet sind.

Der kleinste von allen ist der Kip Shelter. Er wiegt gerade einmal 760 Kilogramm und kostet in der Basisversion 12.950 Euro. Es gibt ihn in drei Varianten. Alle drei eignen sich dank großer Klappe gut für den Transport von Sport-Geräten. Aufgrund des geringen Platzes sind sie nur mit dem Nötigsten ausgestattet. Sprich mit einer Sitzgruppe, die Nachts zum Bett umgebaut wird und einer kleinen Küchenzeile. Der Shelter Offroad ist vor allem für Reisen abseits asphaltierter Straßen gedacht.

Kip
Modelle: 7
Zul. Gesamtgewicht: ab 750 kg
Personen: 2-3
Länge/Breite/Höhe: 4,60-5,94/1,85/2,15 Meter
Grundpreis: ab 12.950 Euro

4. Mini Freestyle

Mini Freestyle 270
Mini Freestyle
Mit dem Mini Freestyle kann man praktisch sein Motorrad transportieren.

Ursprünglich wurden die kleinen Wohnwagen unter dem Markennamen Silver vertrieben. Dann hat sich die Tochtermarke der Trigano-Gruppe in zwei Marken gespalten: Mini Freestyle und Silver.

Die vier Modelle von Mini Freestyle sind auf Transport ausgelegt. Neben ihren Camping-Eigenschaften, eignen sich die Niederflur-Wohnwagen vor allem dazu ein Motorrad oder Fahrräder von A nach B zu transportieren. Über die große Heckklappe können die Zweiräder eingeladen werden. Trotzdem sind sie zusammengeklappt gerade einmal 1,98 Meter hoch.

Das kleinste Modell ist der 3,95 Meter lange Mini Freestyle 270. Er bietet eine kleine Küche und eine Dienette, die zum Bett umgebaut wird sowie ordentlich Stauraum in Form von zwei Schränken. Eine Nummer Größer ist der 4,42 Meter lange 290 mit zusätzlichem Bad an Bord. Das größte Modell ist der 5,18 Meter lange Mini Freestyle 390 mit bis zu drei Schlafplätzen. Auf dem Caravan Salon 2020 präsentierte die Marke den Mini Freestyle 300 Racing Edition. Neben einer Beklebung im Racing-Look mit Streifen in grau, rot und schwarz, bietet er mit einer absenkbaren Rampe zum Einladen von Motorrädern auch praktische Besonderheiten. So können Motorradfahrer ihr Bike besonders komfortabel einladen. Den Mini Freestyle 300 Racing Edition gibt es ab 18.024 Euro.

Mini Freestyle
Modelle: 4
Zul. Gesamtgewicht: 750 bis 1000 kg
Personen: 2-3
Länge/Breite/Höhe: 3,95-5,18/1,95/1,98 Meter
Grundpreis: ab 10.713 Euro (Racing Edition: 18.024 Euro)

5. Silver Evasion

Silver Evasion 430 CP
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Die vier Modelle von Silver sind im Gegensatz zu den Modellen von Mini Freestyle etwas größer und erinnern an klassische Wohnwagen. Vergleichbar ist der Sprung vom Eriba Touring zum Eriba Feeling. Allerdings sind die Silver-Modelle gerade einmal 1,99 Meter hoch und 1,98 Meter breit. Sie eignen sich daher gut fürs Abstellen in einer Garage. In Frankreich umgeht man dank der geringen Höhe sogar der Maut für Wohnwagen.

Das kleinste Modelle ist der 5,37 Meter lange Evasion 390 TDE. Er bietet eine kompakte Küchenzeile und ein Bad im Heck sowie eine große Sitzgruppe im Bug, die sich nachts wahlweise zu Einzelbetten, einem Quer- oder Längsdoppelbett umbauen lässt. Der Evasion 390 CP bietet dank Querbett im Bug und einer zusätzlichen Dinette im Heck bis zu drei Schlafplätze. Die größeren beiden Modelle sind die 5,98 Meter Evasion 430 LJ und CP. Der 430 LJ hat eine Sitzgruppe im Heck, Küche und Bad in der Mitte und Einzelbetten im Bug. Der CP hat ein Querbett im Heck und eine kompakte Dinette in der Mitte, 2018 haben wir ihn ausführlich getestet.

Silver verwendet keinen Faltenbalg am Hubdach, sondern isolierte Kunststoffplatten. Im ausgeklappten Zustand erreichen die Silver-Modelle im Inneren eine Stehhöhe von 1,95 Meter. Das günstigste Modell gibt es ab 22.990 Euro.

Silver Evasion
Modelle: 4
Zul. Gesamtgewicht: 750 bis 1200 kg
Personen: 2-4
Länge/Breite/Höhe: 3,95-5,90/2,0/1,90 Meter
Grundpreis: 22.990 Euro

6. LMC Style, Vivo und Musica

LMC Vivo Aufstelldach
LMC
Im LMC Aufstelldach finden zwei weitere Personen einen Schlafplatz.

Im Gegensatz zu Eriba, wo zwischen Hub- und Klappdach gewählt werden kann, bietet LMC ausschließlich Aufstelldächer als optionale Dacherweiterung. Das Klappdach, das einen zusätzlichen Schlafplatz für zwei Menschen bietet, ist für die Baureihen Style, Vivo und Musica verfügbar.

Während Familien mit bis zu sechs Personen die Zielgruppe der Style-Baureihe sind, handelt es sich bei den Musica-Modellen um die Top-Baureihe des Herstellers. Daher richtet sich die LMC-Dachoption an verschiedenste Campingfans.

Alle LMC-Wohnwagen besitzen mit einer Höhe von 2,60 Metern Standardmaße und bieten auch ohne Dach bereits ausreichend Stehhöhe. Das Aufstelldach wird zusätzlich auf den Wohnwagen aufgesetzt. Mithilfe einer Leiter gelangt man durch eine Luke nach oben. Für das Aufstelldach von LMC zahlen Kunden 4.350 Euro extra beim jeweiligen Modell.

LMC
Modelle: 14
Zul. Gesamtgewicht: 1.300-200 kg
Personen: 2-6
Länge/Breite/Höhe: 5,54-6,89/2,18-2,38/2,58-2,60
Grundpreis: ab 16.990 Euro

Fazit

Wer einen kleinen Wohnwagen sucht, der sich leicht ziehen lässt, findet unter den vorgestellten Hub- und Klappdach-Caravans sicherlich das Richtige für sich. Vorteile sind neben einem besseren Fahrgefühl auch, dass diese Modelle beispielsweise beim Einwintern nicht so viel Platz wie große Caravans benötigen.

Allerdings muss man bei einem Hubdach-Caravan auch Kompromisse eingehen, sei es die niedrige Eingangstür oder die Tatsache, dass sie nicht gerade wintertauglich sind.

LMC Style
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