FOXX-Konzeptstudie von Michael Studer. Studer Design

Caravan-Studie: Einer für alle(s)

Caravan-Studie FOXX Einer für alle(s)

Platz dort, wo und wenn man ihn braucht, und eine Sitzgruppe, die alles kann: Michael Studers Konzept-Studie wäre genau so umsetzbar – und nicht teurer als andere Caravans.

"Die Außenform erinnert ein wenig an den Knaus Trend von 1986", gibt Michael Studer zu, der zwar schon zig Caravans und Reisemobile innen und außen gestaltet hat, jedoch noch keines für Knaus. Etliche Dethleffs-Modelle und einige Vorzelte tragen die Handschrift des 56-Jährigen, der ziemlich wenig über sich selbst spricht. Und wenn, dann meist nur, um zu betonen, dass es ihm nicht darum gehe, sein gestalterisches Schaffen für die Caravan- und Reisemobilbranche zu vermarkten, sondern darum, sie mit Ideen "wachzurütteln", wie er das nennt.

Für seinen jüngsten Weckruf, der den Projektnamen Foxx trägt, hat der Diplomdesigner CARAVANING als Lautsprecher und Sie, liebe Leserinnen und Leser, als Meinungsgeiger auserkoren. Im Kern dreht sich das Studersche Schaffen um die Themen Raumnutzung, Effizienz, Vielseitigkeit und Kostenreduzierung. Und natürlich auch darum, Fahrzeuge zu zeichnen, die sich vom weißen Einerlei abheben.

Aber bleiben wir zunächst noch bei Form und Abmessungen. Ein leicht gepfeilter Sandwich-Aufbau ist bei gleichem Konstruktions- und Materialaufwand stabiler und vermutlich aerodynamischer als ein Quader. Da Studer seinen 5,70 Meter langen Foxx mit 2,18 Meter Breite (innen: 2,08 Meter) und Stehhöhe nur dort, wo man sie wirklich braucht, konzipiert hat, soll die Konstruktion Gewicht sparen.

Wichtiger als die Außenform jedoch sind die Ideen für das Interieur, wobei natürlich beides voneinander abhängt. Folgende Kernfradatei gen hat sich Michael Studer gestellt:

  • Warum muss man sich beim Caravankauf für eine Sitzgruppenform entscheiden?
  • Müssen Bäder/Toilettenräume immer so raumgreifend sein, obwohl man sie nur 30 Minuten täglich benutzt?
  • Festes Bett, Hubbett oder Umbau bett: Ist das alles?
  • Wetter, Jahresablauf, Lebensphasen, Mitreisende: Könnte ein Caravan auch innerhalb von Sekunden darauf angepasst werden?
  • Wohin mit Fahrrädern, Motorroller, Freizeitgerät? Und:
  • Würden zwei flexible Grundrisse nicht ausreichen?

Die Antworten quasi ausgemalt hat der Designer im 3D-Programm: Da ist der Bug des Foxx, in dem vier Lochstangen nicht nur dem Aufbau Stabilität verleihen, sondern auch als Ankerpunkt für zwei herausnehmbare und an die Stirnwand klappbare Betten fungieren. Die so entstehende Garage löst das Transportproblem.

Schauen wir ins Heck, das die Wandlungsfähigkeit des Foxx am besten darstellt. Hinten quer an der Wand steht tagsüber, ähnlich wie ein Schrankbett, das an zwei stabilen Drehpunkten aufgehängte Bett. Die patentierte Konstruktion ist leichter und beansprucht den Aufbau weniger als ein Hubbett. An der Rückseite des Klappbettes befestigt ist die ausgeformte hohe Rückenlehne der so entstehenden Sitzbank. Nachts legt sich das Konstrukt mit seiner 2,0 mal 1,55 Meter großen Matratze über die fest stehende linke Sitztruhe. Die restlichen Sitzgelegenheiten formieren sich aus zwei bis drei Würfel-Sitzmodulen, die als Zweiersitzbank und Einzelsitze so in das Ensemble eingefügt werden können, dass von Rundsitzgruppe bis Lounge fast alles möglich ist.

Und das Bad? Das lässt sich mit einem Handgriff vergrößern. Die gesamte Front gleitet an Wandschienen samt Tür und Garderobe schräg nach vorn. Mit der Tür des rechten Stauschrankes lässt sich der gesamte Bugbereich separieren.

Wie finden Sie die Ideen? Wir freuen uns, wenn Sie die untenstehenden fünf Fragen beantworten.

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Wie gefällt Ihnen die Außenform? *
Wie gefällt Ihnen der variable Bug mit Betten und Stauraum? *
Wie gefällt Ihnen das über Schwenktüren 2-fach vergrößerbare Bad? *
Wie gefällt Ihnen die variable Sitzgruppe mit Modulwürfeln? *
Wie gefällt Ihnen das herunterklappbare Heckbett mit Sofa? *

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