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Camping-Liebeserklärungen Dominic Vierneisel
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Sechs Camping-Liebeserklärungen aus der Redaktion

Sechs Gründe, warum die Redaktion Camping liebt Camping ist für uns mehr als Business

Ob mit Zelt, Caravan oder Wohnmobil: Camping ist vielseitig. Dass der ungezwungene Urlaub für die Redaktion viel mehr als nur Business ist, zeigen diese sechs Liebeserklärungen.

1. Grund: Einfach überall zu Hause

Dominic Vierneisel: Was für eine bombastische Aussicht, nicht wahr? Und dieser Wolkendunst! Als hätte hier sogar das Klima einen Hang zur Dramatik. Hier, das sind übrigens nicht die Anden rund um die legendäre Inkastadt Machu Picchu, sondern die Apuanischen Alpen, ein nordwestlicher Ausläufer des italienischen Apennin-Gebirges in der nördlichen Toskana. Tatsächlich waren wir eher auf gut Glück hier hochgefahren zum Campocecina oberhalb der Marmorbrüche von Carrara – geklettert wäre der

bessere Ausdruck, eine enge Kehre nach der anderen –, ohne genau zu wissen, was uns da oben erwartet. Ein Wanderparkplatz der einfachsten Sorte, ein einmaliger Blick auf die weißen Terrassen der umliegenden Steinbrüche, im Westen das Meer und sonst gar nichts. Nicht mal Touristen. Moment mal, wir stören hier doch niemanden. Das machen wir zwar selten, aber warum bleiben wir nicht einfach über Nacht? Das Bett haben wir ja dabei, genau wie alles andere auch. Muss ich eigentlich noch mehr sagen?

2. Grund: Näher dran geht nicht

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Steffen Zink
Steffen Zink: Schöner kann ein Tag für mich nicht beginnen. Mit noch leicht verschlafenen Augen öffne ich die Schiebetür des Campingbusses, direkt vor mir das glasklare Meer.

Steffen Zink: Schöner kann ein Tag für mich nicht beginnen. Mit noch leicht verschlafenen Augen öffne ich die Schiebetür des Campingbusses, direkt vor mir das glasklare Meer. Nichts wie rein! Während ich meine herrlich erfrischenden Bahnen ziehe, bereitet meine Frau den Frühstückstisch direkt am Strand. Ganz allein sind wir hier in dieser kleinen Bucht etwas südlich von Koroni auf der griechischen Halbinsel Peloponnes. So schmeckt das Frühstück doch am besten. Diese Momente sind es, die ich am Campen so liebe. Ganz nah dran an der Natur, ein Hauch von Freiheit und Abenteuer und das Gefühl, der Zivilisation zumindest für diese Augenblicke ein klein wenig entronnen zu sein. Klar, diese Plätze muss man suchen, aber mit etwas Pfadfindergeist und den richtigen Insider-Tipps kann man sie überall finden.

Kleine "Freisteher-Paradiese" sind für uns Norwegen, Sardinien und eben Griechenland. Eigentlich haben wir die Bucht nur für einen Badestopp angesteuert, geblieben sind wir letztendlich zwei Tage. Sich treiben lassen, ohne vorher alles exakt durchplanen zu müssen, ganz spontan einfach dort bleiben, wo man es gerade so richtig toll findet, das ist es, was das Reisen im Camper so unvergleichlich schön macht. Doch Vorsicht: Es besteht Suchtgefahr!

3. Grund: Reizvolle Kombinationen

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Jürgen Bartosch
Jürgen Bartosch: Für mich gibt es viele gute Gründe fürs Campen.

Jürgen Bartosch: Für mich gibt es viele gute Gründe fürs Campen. Einen, den wir letzten Sommer wieder mal besonders schätzen gelernt haben, ist der, dass Campen andere Outdoor-Hobbys noch intensiver erlebbar macht. In diesem Fall geht es ums Paddeln. Mit dem Kanu Flüsse und Seen zu erkunden, mitten in der Natur, ist einfach ein tolles, entschleunigendes Erlebnis, ein Perspektivwechsel – wir lieben das. Insbesondere in so einer aquatischen Landschaft wie der Mecklenburgischen Seenplatte.

Und wenn man dann Zelt, Schlafsack, Isomatte, Kocher und ein paar Vorräte ins Boot packt und mehrere Tage auf dem Wasser unterwegs ist, wird der Abstand zum Alltag immer größer. Dabei schätzen wir durchaus auch den Komfort eines Wohnmobils. Aber das Zelt ist eben die einzige Unterkunft, die man im Boot mit dabeihaben kann – oder beim Fahrradfahren oder beim Wandern oder ...

4. Grund: Das Leben durchcampen

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Timo Großhans
Timo Großhans: Die Gründe fürs Campen ändern sich, wie sich die Rahmenbedingungen des Lebens eben auch wandeln.

Timo Großhans: Die Gründe fürs Campen ändern sich, wie sich die Rahmenbedingungen des Lebens eben auch wandeln. Früher campte ich wegen des Geldes (ein bisschen). Zelt auf Moped, Feuer machen, das Ganze am See. Ein paar Tage später war man in Prag. Dann die Lust an der Flexibilität mit VW Bus. Raus, los, immer parat, rein ins Abenteuer, losziehen und bleiben. Aufbrechen, ausbrechen. Leben im Hier und Jetzt. Barfuß fahren, Bus fahren, barfuß leben. Jetzt gern das große Wohnmobil. Vor allem wenn die Patchworkfamilie gemeinsam urlaubt. Weil das Kind doch mehr Aufmerksamkeit verdient hat, als dauernd den VW Bus auf- und umzuräumen. Und eine Dusche da ist und ein großer Kühlschrank.

Da kann man sich konzentrieren, zum Beispiel darauf, dem Kind das Fahrradfahren auf dem Campingplatz beizubringen. Ein guter Ort dafür. Dann zuletzt das Zelt. Im Bild oben rechts. Der Bus war Küche, war Transporter. Das große Zelt war spannender – jedenfalls fürs Kind. Mit großer Schlafkoje. Da konnten wir zu dritt in einem Matratzenknäuel beieinanderliegen. Der Regen trällerte im gleichmäßigen Rhythmus aufs Dach. Die Sonne weckte uns, frische Luft strömte herein. Das Einhorn sagte: "Auf zum See." Und wir trugen das Kajak, den Sonnenschirm, die Strandmuschel, das Einhorn selbst und noch viel mehr an den Strand. Camping ist auch irgendwie die Lust an der Materialschlacht.

5. Grund: Entspannung mit Hund

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Philipp Heise
Philipp Heise: Eines meiner wichtigsten Argumente fürs Camping ist unser Hund.

Philipp Heise: Eines meiner wichtigsten Argumente fürs Camping hat vier Pfoten, einen entspannten Charakter und kann bis zu 17 Stunden am Tag schlafen – richtig! Es geht um unseren Hund. Er genießt die Tage unter freiem Himmel so ausgiebig, dass sein entspanntes Wesen geradezu ansteckend ist. Ohne Kinder reisen wir am liebsten in der Nachsaison mit minimaler Vorplanung. Überfüllte Campingplätze und Strände gibt es im September eh kaum. Am Urlaubsort angekommen, sind es Kleinigkeiten wie der Mittagsschlaf am offenen Ausstellfenster oder das sanfte nächtliche Prasseln des Regens, die das Camping für uns so extrem reizvoll machen.

Apropos reizvoll: In der Saison 2020 wollen wir Campen mit unserem zweiten Hobby, dem Motorradfahren, kombinieren. Aktuell richten wir uns deshalb einen Transport-Caravan her, während wir den ersten Trip mit dem eigenen Motorrad an Bord kaum erwarten können.

6. Grund: Einfach ein gutes Gefühl

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Ulrich Kohstall
Ulrich Kohstall: Das Foto entstand in den Osterferien 1983: Urlaub mit Kumpels auf einem Campingplatz in Frankreich.

Ulrich Kohstall: Ich habe mal tief unten in der Bilderkiste gekramt, um die Frage zu beantworten. Das Foto entstand in den Osterferien 1983: Urlaub mit Kumpels auf einem Campingplatz in Frankreich. Wir fuhren spontan mit Auto und Zelt los, ohne Vorbereitungen, ohne Ahnung vom Thema Camping. Familiäre Vorbildung hatten wir alle nicht. Einen freieren Urlaub konnten wir uns nicht vorstellen. Wir sahen die Welt aus einem neuen Blickwinkel, lernten tolle Leute kennen, unternahmen Dinge, die nicht alle nachahmenswert sind.

Es war einfach ein gutes Gefühl. Das ist geblieben, als ich endlich einen VW Bus fahren durfte, bis ihm der Rost den Rest gab, als ich zum ersten Mal mit den eigenen Kindern einen Campingplatz ansteuerte und auch heute – wenn unser Campingurlaub sorgfältig geplant wird.

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