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Caravan-Renovierung: Möbel und Wände richtig streichen

Caravan-Makeover Teil 3 Die Möbel bekommen eine frische Farbe

Wir starten mit der Caravan-Renovierung. Erster Schritt des Makeovers: Möbel und Wände im Innenraum bekommen eine frische Farbe.

Endlich ging es los mit dem Renovieren – nachdem wir den Gebrauchtcaravan-Kauf gemeistert und viel Inspiration aus DIY-Caravan-Projekten im Netz geholt haben, krempelten wir selbst die Ärmel hoch. Tische, Polster, Gardinen und alles was nicht fest im Caravan verschraubt war, wanderte in die Garage. Wir schraubten alle Schrankfronten und deren Griffe ab und klebten in Vorbereitung auf das Streichen die Fenster mit Malerkrepp ab.

Möbel von Fett und Schmutz befreien

Als nächstes befreiten wir alle Möbel von Fett und Staub. Denn nur so haftet die Farbe später richtig gut auf den Möbeln. Dazu kann man mit Reinigungsalkohol oder mit einem Anlauger und Entfetter arbeiten. Wir haben uns für letzteres entschieden. Anlauger gibt es in jedem Baumarkt. Wir hatten ein Granulat, das in Wasser aufgelöst wird. Mit der entstandenen Flüssigkeit wischten wir mit einem Schwamm alle Möbel ab.

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Erst schrauben wir alle Möbelklappen und Griffe ab. Auch die Polster und Vorhänge wandern in die Garage.

Als Alternative zum Streichen hätten wir die Möbel auch mit Folie beziehen können. Doch aus Erfahrung wusste ich bereits, dass es echt viel Geduld erfordert die Folie glatt und ohne Luftblasen auf die Möbelfronten zu bekommen. Da erschien uns das Streichen die einfachere Variante zu sein.

Die Wahl der Farbe

Jetzt musste Farbe her. Grundsätzlich gibt es verschiedene Farbarten, die sich für das Streichen der Möbel im Wohnwagen eignen. Vorab sollte man sich folgende Fragen stellen: Aus welchem Material sind die Möbel? Soll der Anstrich widerstandsfähig sein? Soll der Caravan einen Shabby-Chic-Look bekommen?

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Lack
Lack eignet sich besonders gut für Möbelstücke und Accessoires, die hohen Belastungen ausgesetzt sind. Die Gefahr ist recht gering, dass er abblättert oder zerkratzt. Voraussetzung dafür: Der Lack muss auf ein gut vorbereitetes Objekt aufgetragen werden, also gereinigt und grundiert. Im Vergleich zu anderen Farben ist Lack recht günstig im Baumarkt zu erwerben.

Kreidefarbe
Total im Trend und hoch im Kurs bei Wohnwagen-Renovierungen ist Kreidefarbe. Sie eignet sich super für einen Vintage-Look. Denn im Vergleich zum Acryllack kann man Kreidefarbe schleifen und so einen Shabby-Chic-Style erzeugen. Hier ein Beispiel für ein DIY-Caravan Projekt mit Kreidefarbe.

Allerdings ist Kreidefarbe empfindlicher als ein Acryllack und blättert leichter ab. Den Anstrich mit Kreidefarbe muss man am Ende zusätzlich versiegeln, um ihn abwaschbar und widerstandsfähig zu machen.

Zu Kreidefarbe sollten CamperInnnen vor allem dann greifen, wenn sich die Wände und Decken PVC-artig anfühlen und eindrücken lassen. Da die Kreidefarbe flexibel bleibt, splittert sie auf diesen Untergründen nicht ab.

Sprühlack
Wer nicht so gern den Pinsel schwingt, kann auch zu Sprühlack greifen. Wie genau das funktioniert, lesen Sie in diesem Artikel. Doch aufgepasst: Auch der Umgang mit Sprühdosen braucht etwas Übung. Ich selbst konnte mit Sprühfarben keinen gleichmäßigen Anstrich fabrizieren. Bei mir war das Ergebnis immer fleckig, so dass ich am Ende doch wieder zu Pinsel und Farbrolle greifen musste.

Möbel individuell aufwerten
P. Heise
Der Umgang mit Sprühlack braucht etwas Übung.

Das richtige Material

Da unsere Schränke nicht aus Echtholz, sondern nur furniert waren, und wir keinen Shabby-Look wollten, entschieden wir uns klassisch für einen Lack. Im Fachgeschäft bekamen wir die Empfehlung eine Grundierung auf Lösungsmittelbasis zu wählen. Der Grund: Gerade auf Furnier soll diese Grundierung besser halten. Wir kauften also eine Grundierung und dazu einen glänzenden Weißlack.

Das Grundieren

Die Grundierung ließ sich wirklich prima auftragen und deckte von Anfang an gut ab. Aber: Der Geruch machte mich wahnsinnig. Die Lösungsmittel stinken abscheulich. Wenn von der Grundierung mal etwas daneben ging, bekam man es kaum mehr ab. Wochen später hatte ich noch weiße Farbspritzer in den Haaren.

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Erst grundieren, dann lackieren. Das Ergebnis überzeugt.

Um einen Vergleich zu haben, strich ich eine kleine Ecke im Wohnwagen mit einer auf Wasser basierenden Grundierung vor. Und siehe da: Sie hielt genauso gut. Unseren nächsten Wohnwagen werde ich auf jeden Fall nur mit auf Wasser basierenden Lacken und Grundierungen behandeln.

Das Streichen

Nachdem alle Möbel grundiert und getrocknet waren, strichen wir die Möbel mit Weißlack. Er deckte überraschend gut und ließ sich auch gleichmäßig streichen. Das Ergebnis stellte uns voll und ganz zufrieden. Nur an manchen Stellen mussten wir eine zweite Schicht Farbe auftragen.

Caravan-Makeover
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Gestrichen wird mit einem Weißlack.

Das Ergebnis

Das Streichen hat schlussendlich doch einige Stunden Arbeit gekostet. Doch der Vorher-Nachher-Effekt im Wohnwagen war überwältigend. Allein durch den weißen Anstrich wirkte unser Wohnwagen viel heller und freundlicher. Er war auf einmal gemütlich.

Drei Jahre ist das jetzt her und der Lack hält noch immer sehr gut. Mit einem feuchten Tuch lassen sich die Möbel gut abwischen und der Lack ist nur an ganz wenigen Stellen abgesplittert. Und das auch nur, weil wir mit etwas dagegengedonnert sind.

Tipps & Tricks

Alle Tipps zum Caravan-Streichen im Überblick

  • Alle Möbelklappen und Griffe abschrauben, Türen aushängen.
  • Alles sorgfältig mit Malerkrepp abkleben.
  • Boden und Arbeitsfläche mit Malerfolie auslegen und festkleben.
  • Alle Möbel von Fett und Staub befreien. Funktioniert gut mit einem Anlauger.
  • Sind die Möbel aus Echtholz, lohnt es sich die Möbel einmal anzuschleifen, damit die Farbe besser hält.
  • Die Möbel mit einer Grundierung auf Wasserbasis streichen.
  • Danach die Farbe oder Lack, ebenfalls auf Wasserbasis, dünn mit dem Pinsel oder der Farbrolle auftragen.
  • Tipp: Besser mehrere dünne Schichten Farbe auftragen!
  • Kreidefarbe muss am Ende versiegelt werden.
  • Nicht am Material sparen.
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Im frisch gestrichenen Wohnwagen fühlen wir uns richtig wohl.

Unser Caravan-Makeover in der Übersicht

Fazit

Bevor es mit dem Streichen losgeht, muss man sich für eine Farbe entscheiden. Je nachdem wie das Ergebnis aussehen soll, eignet sich Lack oder Kreidefarbe für den Anstrich. Erst wird grundiert und dann gestrichen.

Die Arbeit hat sich auf jeden Fall gelohnt – und hält bereits seit drei Jahren. Durch die weiße Farbe wirkt der Wohnwagen viel heller und freundlicher.

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