Mother with daughter relaxing at a caravan Stone RF

5 Camping-Tipps für Einsteiger

So vermeiden Sie Stress beim ersten Mal Camping

Urlaub ist die schönste Zeit im Jahr. Damit sie nicht von kleinen Unwägbarkeiten gestört wird, zeigt CARAVANING fünf Strategien gegen häufige Nervfaktoren vom Stau bis zum Regenwetter.

Trotz Urlaub kann man stressigen Situationen nicht immer entkommen. Daher bereitet man sich am besten bereits vorab auf diese vor. Fünf häufige Stresssituationen haben wir zusammengetragen und geben Tipps, wie Sie als Camperneuling am besten mit diesen umgehen.

1. Im Stau stehen

Nicht dann fahren, wenn alle fahren: Clevere Routenplanung hilft gegen die Staufalle.
Petair - Fotolia
Im Stau stehen ist besonders mit Kindern eine Herausforderung.

"Sind wir bald da?" Wer mit Kindern reist, kennt diese im Minutentakt gestellte Frage sicherlich. Kommt zur eh schon langen Fahrt in den Urlaub auch noch Stau hinzu, liegen die Nerven oft blank. Welche Regeln Wohnwagen-Fahrer in Europa kennen sollten, lesen Sie übrigens hier.

Um Staus von vorneherein zu vermeiden, bieten sich Nachtfahrten an, im Idealfall schlafen die Kinder dann und man kann richtig Strecke machen. Steht man tagsüber im Stau, sind Hörbücher ein guter Zeitvertreib. Bei kleinen Kindern helfen auch einfache Spiele wie "Ich sehe was, was du nicht siehst” oder gemeinsames Singen.

2. Moskitoangriff

Das hohe Sirren einer Stechmücke ist wahrscheinlich das nervtötendste Geräusch, das einem im Campingurlaub begegnet. Um die kleinen Plagegeister gar nicht erst ins Wageninnere kommen zu lassen, sollte man die Fliegengittertür stets geschlossen halten. Bei Bedarf kann man sie auch nachrüsten, bei Fritz Berger gibt es etwa einen Moskito-Vorhang für 25 Euro. Dasselbe gilt für den Fliegenschutz an den Fenstern.

Repellents versprechen durch ihren Geruch Schutz vor Stechtieren, viele basieren auf dem Wirkstoff DEET, der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen wird. Weniger zuverlässig sind Hausmittelchen wie Zitronenöl oder Nelken.

3. Hitze

Thema des Monats: Schutz gegen Sommerhitze
Range Rover, I. Wagner, I. Pompe, Hersteller
Frühmorgens ist es noch kühl. Also schnell alle Fenster und Luken aufmachen.

Die Kehrseite von sonnigem Wetter ist Hitze im Caravan. Vor allem in Südeuropa kann sie während der Sommermonate erholsamen Schlaf verhindern. Als erste Maßnahme hilft Lüften während der kühleren Nacht- und Morgenstunden. Manche Modelle heizen sich schneller auf als andere, hier hilft es, auch tagsüber Fenster offen zu lassen, damit ein Luftzug die Wärme zumindest erträglicher macht. Den Luftzug verstärken kann man mit Ventilator-Dachhauben, die weniger Platz brauchen als herkömmliche Standventilatoren.

Eine Dach-Klimaanlage ist im Kampf gegen Sommerhitze das Nonplusultra, allerdings auch die teuerste Maßnahme. Wer lieber auf Bordmittel setzt, dem hilft in heißen Nächten auch ein mit kaltem Wasser angefeuchtetes Handtuch, das man über die Beine legt.

4. Genervte Kinder

Vor allem bei langen Autofahrten werden die Nerven von Eltern und Kindern oftmals strapaziert. Um Langeweile zu vertreiben, kann das Daddeln mit Handy oder Tablet helfen, Zeit zu überbrücken. Streiten sich die Kinder im Fond, ist ein Platztausch eine Möglichkeit.

Vorausgesetzt, eventuell benötigte Kindersitze können auch auf dem Beifahrersitz montiert werden, spricht nichts dagegen, dass der Nachwuchs vorne und ein Erwachsener hinten mitfährt. Kinder ab zwölf Jahren dürfen auch ohne Kindersitz vorne sitzen.

5. Regenwetter

Spaßbad Aqua-Magis NRW
Aqua-Magis
Mit Rutschen wirbt das Erlebnisbad Aqua-Magis im nordrheinwestfälischen Plettenberg - ideal für Regenwetter im Campingurlaub.

Weder Reisezeit noch Reiseziel sind ein Garant dafür, dass am Urlaubsort immer eitel Sonnenschein herrscht. Bei Regenwetter bieten vor allem große Campingplätze viel Abwechslung für Kinder: Bastelstunden, Indoorspielplätze oder kindgerechte Animation lassen auch Regentage wie im Flug vergehen. Auch in Schwimmbädern mit Rutschen und Kinderbereichen lässt sich ohne Weiteres ein ganzer Tag mit dem Nachwuchs verbringen.

Wer ohne Kinder reist, überbrückt trübe Tage in der Therme oder beim Wellness. In vielen Urlaubsregionen gibt es außerdem tolle Museen, der Besuch von Schlössern und Burgen erfordert ebenfalls kein gutes Wetter, und auch ein Abstecher ins Kino ist eine Option. Mit einer Auswahl an Brettspielen macht man im Campingurlaub nichts falsch. Es kann sogar richtig gemütlich sein, in der Sitzgruppe zusammenzusitzen und zu spielen. Wenn alle Strängereißen und das Wetter einfach nicht besser werden will, kommt ein weiterer Vorteil des Campingurlaubs zum Tragen: Man kann einfach weiterfahren, der Sonne hinterher.

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