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Gasumschaltanlage Duomatic
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Gasumschaltanlage Duomatic 13 Bilder

Der automatische Gasflaschen-Wechsel erklärt

Funktionen und Marktübersicht der Umschaltanlagen

Nie mehr nachts rausmüssen, um die Gasflasche zu wechseln. Das versprechen Gasdruckregler mit Umschaltautomatik. Wie sie funktionieren, lesen Sie hier.

Die Zähne halten die Taschenlampe, im Gaskasten sind dennoch die Umrisse der Anschlüsse nur schemenhaft zu erahnen. Natürlich ist es kalt an diesem Abend – und es regnet. Aber nützt ja nix, das Gas ist leer und die Reserveflasche klemmt sich nicht von alleine an. Ein Szenario, das vielen Campern nicht unvertraut ist. Wer es einmal erlebt hat, sucht nach Möglichkeiten, sich weitere Male zu ersparen. Dabei stößt er oder sie schnell auf Gasregler mit Umschaltautomatik. Die erledigen, so das Versprechen, das Umschalten von der leeren auf die volle Flasche automatisch. Der eigentliche Flaschentausch leer gegen voll kann bei nächster Gelegenheit stattfinden.

Funktionsweise der DuoControl CS von Truma

Ist die Flasche leer, springt einfach die angeschlossene Reserveflasche ein. Das bekannteste System mit dieser praktischen Funktionsweise ist die Gasregelanlage von Truma – früher mal Duo Matic genannt, heute als DuoControl CS auf dem Markt.

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Der Gasdruckregler mit Umschalttechnik wird mit zwei Gasflaschen verbunden.

Ihr grundsätzlicher Aufbau unterscheidet sich nicht von dem eines normalen Ein-Flaschen-Reglers: Ein Hochdruckschlauch verbindet den Gaszylinder mit dem Druckregler, der den Gasfluss ins Bordnetz reguliert. Bis zu 16 bar kann der Flaschendruck betragen, abhängig von der Außentemperatur. Er würde Heizung, Kühlschrank und Co. in Stücke reißen, denn die sind auf einen Betriebsdruck von 30 Millibar (0,03 bar) ausgelegt. Deshalb mindert der Regler den Druck über ein Ventil, das von einer federunterstützten Membrane permanent geöffnet und geschlossen wird, auf den vorgegebenen Wert. Die DuoControl CS regelt schwankende Eingangsdrücke für eine sichere Umschaltung zunächst auf einen Mitteldruck ein. Die nachgeschaltete Ausgangsregelung sorgt dann für einen konstanten Betriebsdruck von 0,03 bar.

Regler mit Umschaltautomatik haben entsprechend zwei Anschlüsse für beide Gasbehälter. Welche die aktuelle Betriebsflasche ist, zeigt bei der DuoControl eine Markierung auf dem Drehknopf der Umschaltanlage an. Grün hinterlegte Schaugläser machen deutlich, dass die Flasche noch Gas enthält. Je geringer der Flaschendruck wird, desto weiter ändert sich die Stellung von Feder und Membrane im Inneren des Reglers. Ist ein bestimmter Wert unterschritten, wird die Umschaltung auf die Reserveflasche ausgelöst und die Anzeigen auf der Abdeckung färben sich rot. Die leere, ehemalige Betriebsflasche kann nun getauscht werden, ohne die Gaszufuhr zu Geräten unterbrechen zu müssen. Nach dem Tausch dreht man den Knopf der Umschaltanlage um 180 Grad – die Markierung weist auf die ehemalige Reserveflasche als neue Betriebsflasche.

Für Caravans Pflicht: Absperreinrichtung für die Gasanlage

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Der Crashsensor der DuoControl CS arbeitet nach dem Schwerkraftprinzip und funktioniert darum nur in korrekter Einbaulage.

Ob eine oder zwei Flaschen – wenn die Gasanlage auch während der Fahrt betrieben werden soll, ist bei Caravans mit einer Erstzulassung ab 2007 eine Absperreinrichtung Pflicht. Sie verhindert bei einem Unfall, dass unkontrolliert Gas austritt. Die Duo Control besitzt dafür einen sogenannten Crashsensor, kurz CS. Im Falle einer Verzögerung von mehr als 3,5 g – das entspricht einem Aufprall mit ca. 15 bis 20 km/h – schließt er das Ventil im Gasdruckregler. Ein gelber Knopf, der aus der Gehäuseabdeckung springt, zeigt an, dass der Crashsensor ausgelöst hat. Damit das Gas wieder fließt, muss nur dieser Knopf wieder zurückgedrückt werden.

Noch komfortabler wird die Duo-Control-Umschaltanlage mit der optionalen Fernanzeige. Damit lässt sich ohne Mühe überwachen, ob noch die Betriebs- oder schon die Reserveflasche im Einsatz ist.

Ein wichtiges Zubehör für Gasregelanlagen ist der Gasfilter. Wie groß die Gefahr ist, wegen verunreinigtem Gas tatsächlich Probleme zu bekommen, ist zwar schwer vorherzusagen. Doch mit Filter ist man auf der sicheren Seite. Truma knüpft seine Garantieleistungen für die DuoControl CS gar an das Vorhandensein der vorgeschalteten Filter. Beschädigungen, die durch unreines Gas bedingt sind, werden sonst nicht abgedeckt. Im Filterpad bleiben unerwünschte Partikel hängen, bevor sie die Funktion des Reglers beeinträchtigen können. Die Pads sollten bei jedem Flaschenwechsel erneuert werden – ein Zehnerpack kostet rund 15 Euro.

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Hochdruckschläuche mit Bruchsicherung sind Pflicht, wenn die Anlage während der Fahrt aktiv ist.

Nach zehn Jahren müssen Gasdruckregler und Druckschläuche grundsätzlich ausgetauscht werden – so schreibt es der Gesetzgeber vor. Der Wechsel ist zwar unkompliziert, sollte aber aus Sicherheitsgründen trotzdem immer einem Fachmann überlassen werden.

Wie Crashsensoren funktionieren, zeigen wir in der Bildergalerie.

Diese Modelle gibt es auf dem Markt

Ohne Schläuche und Zubehör kostet die Truma DuoControl CS ab 199 Euro. Etwas günstiger gibt es die Caramatic DriveTwo von GOK. Das Unternehmen aus Marktbreit produzierte bis 2018 das Vorgängermodell der DuoControl CS im Auftrag von Truma. Nun vertreibt GOK die "alte" Duo Matic in überarbeiteter Form weiter unter diesem neuen Namen für 164 Euro. In Optik und Bedienung unterscheidet sich das GOK-System zwar vom neuen Truma-Modell, in der Funktionsweise, bis auf technische Details beim Aufbau des Crashsensors, aber kaum. Laut GOK ist die DriveTwo sogar weiterhin kompatibel mit dem Truma-Zubehör wie der Reglerbeheizung für den Winterbetrieb oder der Fernanzeige.

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Die Basic-Two-Anlage von GOK wird direkt auf den Gasflaschen montiert. Sie benötigt deshalb zwei Regler: einen Zentralregler (im Bild vorne) und einen Umschaltregler (hinten).

Daneben bietet GOK mit der Caramatic BasicTwo für 210 Euro auch noch eine Umschaltanlage an, die direkt auf die Flaschen geschraubt wird. Mit ihrem Zentral- und Umschaltregler schaltet die BasicTwo die beiden Flaschen praktisch in Reihe. Integrierte Manometer zeigen zudem den jeweiligen Füllstand an. Das Prinzip des automatischen Wechsels ist identisch. Eine Absperreinrichtung besitzt das System jedoch nicht, weshalb die Anlage nicht während der Fahrt betrieben werden darf.

Die Sorge um den unverhofften Flaschenwechsel können Umschaltanlagen nehmen. Ob sich die Investition lohnt, hängt davon ab, wie gerne man nachts im Regen steht...

Tipps zum Caravan-Gas

Safety first! Gas ist in Verbindung mit Sauerstoff hochexplosiv. Montagearbeiten an der Gasanlage sollten daher ausschließlich von Profis durchgeführt werden. Außerdem gelten folgende Grundregeln:

  • Gasflaschen sind Gefahrgut und müssen stets geschlossen und mit Schutzkappen versehen transportiert werden. Sind sie angeschlossen, gelten sie dagegen als Betriebsmittel.
  • Keine elektrischen Zündquellen im Gaskasten. Dazu gehören auch batteriebetriebene LED-Lampen.
  • Die Belüftungsöffnung im Gaskastenboden darf niemals verschlossen werden.
  • Bei Gasgeruch im oder am Fahrzeug sofort offene Flammen löschen und alle Absperrhähne schließen.
  • Für den Wechsel des Reglers und der Hochdruckschläuche nach zehn Jahren ist der Betreiber verantwortlich. In Frankreich müssen Schläuche bereits nach sechs Jahren ersetzt werden.
  • Schlauchbruchsicherungen sind an den meisten Hochdruckschläuchen vorinstalliert. Ab einer Schlauchlänge von 1,5 Metern sind sie Pflicht – zum Beispiel bei Anschluss eines Gasgrills vor dem Caravan. Bei Betrieb der Gasanlage während der Fahrt sind Bruchsicherungen ebenfalls generell vorgeschrieben.
  • Gasdruckregelanlagen dürfen nicht in geschlossenen Räumen verwendet werden. Deshalb verfügen Caravans über einen separaten Gaskasten.
  • Bei Caravans ab Baujahr 1/2007 muss gemäß der Heizgeräterichtlinie 2001/56/EG mit den Ergänzungen 2004/78/EG und 2006/119/EG für den Betrieb der Gasanlage während der Fahrt eine Sicherheits-Absperreinrichtung vorgesehen sein.
  • Für ältere Modelle gilt der sogenannte Bestandsschutz. Sie benötigen generell keine Absperreinrichtung. Spätestens beim vorgeschriebenen Tausch des Reglers sollte man im eigenen Sicherheitsinteresse jedoch eine entsprechende Anlage nachrüsten.
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