DIY-Projekt: Ferdinand Fendt
Ferdinand Fendt
LED, Lampe, Austausch, Leuchtmittel greg801/iStockphoto/Gettyimages
Beleuchtung umrüsten
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So klappt's: LED-Lampen im Caravan nachrüsten

LED-Lampen nachrüsten Bei hellerem Licht Strom sparen

Konventionelle Glühlampen sind bei älteren Caravans gang und gäbe. Wer mit der Zeit auf moderne LED-Technik umstellt, spart nicht nur viel Energie, sondern macht es sich gleichzeitig auch heller.

Licht gehört heute zu den Selbstverständlichkeiten, die erst dann in den Fokus rücken, wenn ein Glühfaden oder eine Diode dunkel bleibt. Dabei lohnt sich der Blick hinter die Blenden und Abdeckungen im Caravan, selbst wenn noch alles funktioniert.

Im Falle unseres Dauertestwagens Ferdinad Fent war das Ergebnis gleich doppelt spannend, und das sogar im Wortsinne: Zum einen arbeitet seine Beleuchtung mit zwei verschiedenen Betriebsspannungen – 230 Volt Wechselspannung sowie 12 Volt Gleichspannung – und zum anderen gibt es einen bunten Querschnitt an Sockeln.

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Philipp Heise
Die neue Kerzenleuchte rechts ist zwar nur unwesentlich heller, dafür aber sparsamer.

Grund für das ergänzende 230-Volt-Wechselstrom-Netz war der damalige Energiebedarf der Hauptbeleuchtung. Eine konventionelle Glühbirne (Sockel E27), von denen allein zwei über der Sitzgruppe vorgesehen sind, braucht zwischen 40 und 60 Watt. Das sind Leistungswerte, die heute fast für die gesamte Beleuchtung eines mittelgroßen Caravans genügen.

Retrofit-LED für den Caravan

Zu verdanken haben wir diese Energieeffizienz Licht emittierenden Dioden, besser bekannt als LED. Allerdings war diese Technik erst im Jahr 2007, also sieben Jahre nach Ferdis Geburtsstunde, marktreif. Gemütlich wurde das LED-Licht erst im Jahr 2010 mit der Entwicklung warmweißer Lichtfarben. Dass die Umstellung auf LED-Leuchten heute problemlos funktioniert, liegt an den sogenannten Retrofit-Lampen. Sinngemäß bedeutet Retrofit, dass es die moderne LED-Technik mit klassischen Sockeln wie beispielsweise der E27- oder der E14-Variante gibt.

Der Austausch der Beleuchtung ist denkbar einfach. Alle notwendigen Leuchtmittel gibt es im Baumarkt, Fachhandel oder online. Vor dem Tausch gilt es allerdings, einige Sicherheitsregeln zu beachten:

  • So sollte sichergestellt sein, dass mindestens der jeweilige Lichtschalter auf aus steht.
  • Noch besser ist es, gleich den gesamten Caravan durch ziehen des Außensteckers vom Stromnetz zu trennen.
  • Anschließend kann fröhlich geschraubt und gesteckt werden.

Der Austausch im Dauertestwagen

Über der Sitzgruppe wurde die Beleuchtung anscheinend schon einmal getauscht. Trotzdem sind die beiden neuen LED-Lampen mit insgesamt 24 Watt deutlich heller als die träge anlaufenden Energiesparlampen mit je 9 Watt. Somit lässt sich auch der leicht gestiegene Energiebedarf gut verschmerzen.

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Philipp Heise
Bei den Leseleuchten ist der Helligkeitsvorteil direkt erkennbar. Die Lampen lassen sich einfach abziehen, so dass der Wechsel leicht gelingt.

Einen Lichtgewinn bei nahezu halbierter Leistung erreichen die fünf ehemaligen Halogen-Lesespots an Sitzgruppe und Bett. Durch ihre GU5.3-Sockel fließen jetzt nur noch je 5,5 statt zehn Watt bei 12 Volt. Gleiches gilt für die Küche, wo jetzt zwei kompakte LED-Kerzenleuchten mit E14-Sockel (je 5,6 Watt statt je 25 Watt) ihr Licht spenden.

Etwa Gleichstand bei der Helligkeit herrscht am Waschtisch. Die beiden LEDs mit Stiftsockel sind aber deutlich sparsamer und haben, wie alle Dioden, noch einen weiteren Vorteil: Während ein Glühdraht einen Großteil der Energie in Wärme umsetzt, ist die Licht-Effizienz von LEDs so viel höher, dass sie vergleichsweise kalt bleiben.

Überzeugt vom Ergebnis, werden wir nun auch den Wechsel des 12-Volt-Netzes mit Bajonettsockeln zeitnah angehen.

Kleine Sockelkunde bei Glühbirnen

Eine derartige Überschneidung zu Sockeln aus dem Hausgebrauch ist heute nicht mehr üblich. Der Trend geht vielmehr zu einer ab Werk dimmbaren Beleuchtung, deren einzelne Leuchtmittel nicht mehr austauschbar sind. Aufgrund der hohen Lebenserwartung der LED-Technik funktioniert das meist fehlerfrei.

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Dieter Peters
Das Schaubild liefert die Antworten, wie die gebräuchlichsten Sockel heißen und woher die Zahlen in den recht kryptischen Bezeichnungen stammen.

Unser Tipp: Achten Sie beim Lampenkauf auch auf die gewünschte Abstrahlcharakteristik.

Fazit

Das Umrüsten auf LED lohnt sich: Für etwa 25 Euro ist die Beleuchtung im Dauertest-Wohnwagen nun in vielen Bereichen heller – und das mit deutlich weniger Energieeinsatz. Addiert wurde die Leistung der verbauten Leuchten von 138 auf etwa 65 Watt gesenkt – und das ohne Berücksichtigung der Bajonettsockel-Leuchten.

Wer sich mehr Funktionsumfang wünscht, bekommt heute auch Retrofit-Lampen mit integriertem Funkmodul oder Bluetooth-Lautsprecher. Darüber lässt sich das Licht dimmen und in der Farbe anpassen oder die Musik vom Smartphone abspielen. Moderne Smart-Home-Systeme wie zum Beispiel Philips Hue wären die Krönung des aktuell Machbaren. Allerdings erfordern diese mit dem Zigbee-Standard arbeitenden Smart-Home-Systeme ein WLAN-Netzwerk und eine Steuerzentrale in Form eines sogenannten HUB, damit die Smartphone-Fernsteuerung gelingt.

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