Praxis: Tapeten-Reperatur
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Praxis: Tapeten-Reperatur 4 Bilder

Praxis: Wohnwagen Tapeten-Reparatur

Wie Sie leichte Schäden an der Tapete kaschieren

Leichte Verletzungen an der Caravan-Tapete sind kein Beinbruch. Hier zeigen wir, wie der Schaden mit wenig Aufwand kaschiert werden kann.

Das Problem: Seit Jahren leistet das Freizeitfahrzeug treue Dienste. Doch jedes Mal, wenn man zur Tür hinausgeht, fällt der Blick auf dieses hässliche Loch in der Tapete. Ein Bild von Oma darüberzuhängen kommt an dieser Stelle nicht in Frage.

Verdecken ist oft besser als mühselige Flickarbeit.

Doch soviel Aufwand ist gar nicht nötig, meint Frank Woelcke aus Heimsheim bei Stuttgart, Erbauer von maßgeschneiderten Reisemobilen und ausgestattet mit dem Blick für praxisgerechte Problemlösungen. Und dann exerziert er in Windeseile vor, wie das geht. Zunächst mal eine Schablone machen. Karton, etwas fester als Tonpapier, eignet sich gut dafür. Die neue Blende soll der Form des seitlichen Spritzschutzes an der Küche folgen. Die Form wird auf ein Stück Sperrholz übertragen. Mit der großen Tischkreissäge geht das fix, aber es tut auch eine Stichsäge, zur Not sogar der gute alte Laubsägebogen.
Dann greift sich Woelcke einige Stoffballen aus dem Regal. Die Farbe soll ja zum Rest der Einrichtung passen. Die Wahl fällt auf eine karamellfarbene Mikrofaser – verblüffend schmutzunempfindlich, trotzdem angenehm weich. Etliche Textilanbieter wie Gisa Tex, Höpke oder Capiro tummeln sich auf dem Markt. Polste­reibetriebe, wie die Polstermacher (Tel. 06701/7969) oder Junglas Design (Tel. 07824/6649670), helfen weiter.

Bei der Tapetenausbesserung ist Kreativität gefragt.

Die bestehende Tapete mit dem ursprünglich verwendeten Mate­rial so auszubessern? So, dass man es nicht sieht? Ganz zu schweigen von dem Aufwand, dieses Uraltdekor noch irgendwo aufzutreiben. Absolut unmöglich!

Perfektion in Stoff

Bei richtiger Materialwahl ist sogar eine deutliche optische Aufwertung möglich. Mit Cutter oder Schere wird der Stoff grob zugeschnitten. Woel­cke sprüht Tuch und Brett satt mit Sprühkleber ein. Nach kurzem Ablüften verklebt er beide Teile sorgfältig. Alles glatt, keine Falten? Gut! Der Cutter flitzt erneut die Kanten entlang, lässt etwa drei Zentimeter Zugabe am Rand. Damit sich das Tuch auch faltenfrei um die Ecken legen lässt, werden sie im stumpfen Winkel angeschnitten. Genau auf der Spitze bleibt ein schmaler Steg stehen. Und noch mal Sprühkleber drauf. Vorsichtig mit der flachen Hand wird das Gewebe Stück für Stück um die Kanten gestrichen. Fertig! Man kann die Blende natürlich festschrauben. Sikaflex hält auch, und man sieht keine Schraubenköpfe. Oben kommen noch zwei Handtuchhaken hin, damit das Ganze auch einen praktischen Nutzen hat. Und der Wohnraum sieht wieder top aus.

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