Reise-Fotografie Teil 2 Ingolf Pompe
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Reise-Fotografie Teil 2 22 Bilder

Reise-Fotografie Teil 2 So machen Sie mehr aus Ihren Urlaubs-Fotos

Die Kameras von Smartphones werden immer besser, die Möglichkeiten zur nachträglichen Bildbearbeitung auch. Fotoprofi Ingolf Pompe aus dem CARAVANING-Team gibt praktische Tipps und erklärt, wie Sie das Optimum aus Ihren Smartphone-Bildern herausholen und ganz einfach schöne Bilderpräsentationen erstellen.

Sie kennen das vielleicht: Der Urlaub ist zu Ende, der Alltag macht einen Kavalierstart, und die Erinnerungsfotos liegen ausgebremst auf dem Handy. Zu viele, zu viele ähnliche und auch noch etliche schlechte Fotos, um daraus eine ansprechende Präsentation zu machen.

Irgendwann beginnt man auf dem Handy wild hoch und runter zu scrollen, um wenigstens ein paar Bilder zeigen zu können. Schade, denn die digitale Technik macht es immer leichter, beeindruckende Bilder und Präsentationen zu erstellen. Befolgt man einige wenige Regeln und nutzt die Technik, so gelingt das ohne allzu großen Zeitaufwand. Die digitalen Helferlein müssen nur zielgerichtet gefüttert werden, um eine präsentable Urlaubserinnerung zu kreieren.

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Fotos suchen, bearbeiten und verwalten – diese Funktionen lassen sich leicht miteinander verbinden.

Mobiltelefone und Tablets basieren auf zwei Betriebssystemen: Apples iOS und Android, wie es z.B. Samsung benutzt. Es gibt apps, die auf beiden Betriebssystemen laufen, aber auch welche, die nur auf einem von beiden funktionieren. Ich habe mich für das Apple-iOS-System entschieden. Grundsätzlich läuft es auf Android ähnlich ab. Die auf Apple- und Android-Handys vorinstallierten Fotoapps reichen für die meisten Zwecke aus. Für den, der mehr will, gibt es etliche spezielle Fotoapps zum Herunterladen im Apple App Store oder im Google Play Store.

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Die Auswahl an spezialisierten Fotoapps für jeden Anspruch ist nahezu unbegrenzt.

In der kostenlosen Variante ist oft die Funktionalität eingeschränkt, durch sogenannte In-App-Käufe kann man gegen Gebühr alle Funktionen freischalten. Bezahlt wird einmalig oder im Abo. Ständig werden die Grenzen des technisch Möglichen verschoben und neue Apps tauchen auf. Deshalb kann meine Einführung nur einen aktuellen Überblick liefern.

Bilder editieren

Entscheidend für einen effektiven Ablauf ist Disziplin von Anfang an. Schon zu Beginn legen Sie fest, wie lange Ihre Arbeit an den Bildern dauern soll. Und zwar durch die Begrenzung der schieren Menge. Sortieren Sie konsequent die doppelten, die schlecht beschnittenen, die unglücklichen Gesten oder einfach nur die langweiligen Bilder aus, und investieren Sie lieber die Zeit in die verbleibenden, besseren Motive. Sie müssen dann in der Folge weniger sichten, bearbeiten und ordnen. Die strenge, enge Auswahl zu Anfang ist der größte Hebel zur Zeitersparnis. Weniger ist mehr, das gilt auch hier. Am besten löschen Sie ungenügende Fotos gleich nach der Aufnahme vom Handy. Seien Sie streng zu sich, Sie werden belohnt.

Bilder mit Standard-Apps bearbeiten

Fotoapps mit ihren Presets, Filtern und neuerdings künstlicher Intelligenz (KI) machen es leicht, den Bildern einen besonderen Touch zu geben. Noch nie war es für Laien so einfach, Bilder zu verändern und zu verbessern. Zwar kann sich die Bedienung auf dem kleinen Handybildschirm etwas schwierig gestalten, bei einem Tablet ist das aber kein Problem mehr. Man kann sich dabei auf die schon im Smartphone vorinstallierten Fotoapps beschränken. Das hat den Vorteil, dass es nichts kostet und es übersichtlich bleibt.

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Auch bei Google Fotos kann man Einstellungen und Änderungen jederzeit rückgängig machen.

Bei Apple ist es die Apple-Fotoapp mit der iCloud, bei Android sind verschiedene vorinstallierte Apps wie die Samsung-Gallery-App zu finden. Meistens wird jedoch auf Android die Google-Fotoapp benutzt, die einen ähnlich großen Funktionsumfang wie die Apple-iOS-Fotoapp hat und ebenfalls einen Cloud-Service bietet.

Grundsätzliche Verbesserungen sowie einige Filter bietet jede vorinstallierte Fotoapp. Unter dem Button "Bearbeiten" erscheinen verschiedene Menüpunkte: automatisch verbessern, Helligkeit, Farbe, Kontrast, Schatten aufhellen, beschneiden, drehen usw. Flaue Bilder und Landschaften vertragen mehr Kontrast, Porträts sollten etwas weicher sein. Bei dunklen Bildern reicht es vielleicht, die Schatten aufzuhellen, und bei überstrahlten kann man die Lichter reduzieren. Farbstiche lassen sich auch vermindern.

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Wie alle anderen Apps bietet Lightroom vorinstallierte Filter an. Die Variationen sind fast unbegrenzt: Antik, verkratztes Foto, mit/ohne Rahmen, Morgenstimmung, entsättigt, schwarzweiß – probieren Sie einfach alles aus.

Probieren Sie ruhig die einzelnen Funktionen aus. Die meisten Apps arbeiten zerstörungsfrei. Sie können natürlich auch eine Kopie speichern. Wenn Ihnen das Ergebnis nicht gefällt, können Sie das Original jederzeit wieder herstellen. Es ist immer noch gespeichert. Reizvoll können auch die integrierten Filter mit den verschiedenen Stimmungen sein. Ob Vintage, Cold oder Urban. Klicken Sie sich durch, vielleicht gefällt Ihnen ja einer.

Spezial-Apps

Darüber hinaus gibt es spezielle Bildbearbeitungs-Apps, die noch vielmehr Features bieten. Bekannt sind Snapseed oder Adobe Lightroom, die vielfältigere und genauere Einstellungen für den engagierten Fotoliebhaber erlauben. Es gibt Apps, die sich besonders auf Filter, d.h. bestimmte Farbstimmungen oder Vintage-Wirkungen, spezialisiert haben. Zum Beispiel Hypocam für Schwarz-Weiß-Bilder oder Foodie für bessere Essensaufnahmen.

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Störende oder nicht passende Personen und Objekte werden per Fingerwischer auf dem Screen entfernt.

Ganz neu sind Apps, die Unerwünschtes inhaltsbasiert wegretuschieren oder einen grauen Himmel durch Sonnenschein ersetzen, wie etwa Lightleap. Diese Apps setzen dazu künstliche Intelligenz ein. Sie erkennt störende Objekte wie Strommasten oder unbeteiligte Personen und ersetzt sie durch einen neu erzeugten, passenden Hintergrund. Ein Daumenwischer über die entsprechende Stelle reicht schon. Umgekehrt geht es auch: Der App Store schlägt eine App vor, die das Gegenteil macht, die "interessante Menschen in langweilige Landschaften wirklichkeitsgetreu einsetzt".

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Die künstliche Intelligenz baut den frei werdenden Hintergrund nach. Klappt bei eindeutigen Situationen gut. Hier mit Lightleap.

Gerade wegen der vielfältigen und verlockenden Möglichkeiten, Bilder zu verändern, rate ich zum vorsichtigen Umgang mit der Technik. Übertreibt man es damit, den Himmel zu dramatisieren und Personen wegzuretuschieren, kann es sein, dass man in ein paar Jahren die Reise, den Ort oder das Ereignis nicht mehr wiedererkennt oder als überaus verfälscht wahrnimmt.

Bilder verwalten

Das Einfachste ist es, die Handybilder automatisch in einer Cloud zu speichern. Dazu muss man sich bei einem Cloudanbieter registrieren lassen und die App entsprechend konfigurieren. Damit entlastet man den lokalen Speicher seines Smartphones, hat eine geräteunabhängige Sicherung in der Cloud und kann mit dem Heimcomputer sofort darauf zugreifen. Eine Internetverbindung – am besten WLAN – ist dafür Voraussetzung. Google, Amazon oder Apple mit der iCloud sind hier die Hauptakteure. Natürlich gibt es gute Gründe, sich diesen Datenkraken nicht anzuvertrauen, aber wer alle technischen Möglichkeiten und später eine einfache Präsentation der Bilder nutzen will, kommt nicht darum herum, diese Dienste zu nutzen und damit Daten von sich preiszugeben.

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Das Suchen vonFotos wird durch Fotoapps leicht gemacht. Orte, bekannte Gebäude, markierte Personen oder gar Stichworte wie Freude oder Caravan werden automatisch erfasst und sind abrufbar.

Die großen Cloudanbieter ermöglichen eine auf künstliche Intelligenz gestützte Bildersuche, die ständig auf dem aktuellsten Stand ist und im Hintergrund auf der Cloud mitläuft. Die Bilder werden zunächst nach Datum geordnet und entsprechend in der vorinstallierten Fotoapp gelistet. Wenn man GPS bei der Aufnahme aktiviert hatte, ordnen sich die Bilder auch nach geografischen Orten. Auf einer Landkarte sieht man die Bilder gepinnt. Alles noch keine Raketenwissenschaft. Erst die künstliche Intelligenz bringt die Überraschung. Die Programme sind in der Lage, einmal markierte Personen auf anderen Bildern zu finden.

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Die Suche ist noch nicht perfekt, wird aber kontinuierlich verfeinert.

Suchbegriffe wie Auto, Boot, Schnee, Feuer und Wasser, aber auch abstrakte Begriffe wie kalt oder lachend werden gefunden, ohne dass man jemals die Bilder mit solchen Stichwörtern versehen hätte. Verschiedene Begriffe sind im Suchfeld kombinierbar, um die Auswahl zu präzisieren. Bei der Google-App werden die Bilder zusätzlich mit Informationen aus dem Netz beschrieben. Teilweise bekommt man noch falsche oder unvollständige Resultate, es wird aber nur eine Frage von kurzer Zeit sein, bis auch das präzise funktioniert.

Fazit

Wie so oft bei diesen technischen, sehr innovativen Themen heißt es Learning by Doing. Jede Anleitung von heute ist oft schon morgen veraltet. Finden Sie unter all den Buttons, Menüs und scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten Ihren eigenen Weg. Etwas Geduld ist notwendig, aber tüfteln Sie nicht zu lange selbst an einem Detail rum, sondern fragen Sie gleich das Internet. Es hat fast immer die passende Antwort.

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