Zeltkind - Interview Yvonne Wolter
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Interview mit der Gründerin Ivonne Wolter von Zeltkinder

Interview mit Zeltkinder-Gründerin Ivonne Wolter „Auf dem Zeltplatz können wir sein, wie wir wollen“

Zelturlaub mit Kindern liegt wieder voll im Trend. Ivonne Wolter hat für Camper-Eltern eine eigene Plattform ins Leben gerufen. Wir wollten mehr über zeltkinder.de wissen und haben sie interviewt.

Ivonne Wolter ist Mutter und leidenschaftliche Zelt-Camperin. Mit der Kombination dieser beiden Themen hat sie in ihrer Facebook-Gruppe 4400 Mitglieder versammelt. Auch auf Instagram und Pinterest sind die "Zeltkinder" vertreten. Ganz neu ist www.zeltkinder.de mit Zeltplatz-Datenbank und Erfahrungsberichten.

Zeltkind - Interview
Yvonne Wolter
Die Gründerin der Plattform: Yvonne Wolter.
Du hast die Zeltkinder-Community ins Leben gerufen. Wie kam es dazu?

Ich liebe es, draußen zu sein, liebe die Natur und ohne Schuhe unterwegs zu sein. Seit ich denken kann, bin ich im Zelt unterwegs und begeisterte Wasserwanderin. Das wollte ich mir als Mutter nicht nehmen lassen. Auch nicht, als ich die ersten Male allein mit den Kindern unterwegs war. Damals gab es noch wenig Information für das Zelten mit Kindern, und viele hielten es für keine gute Idee. Trotz all der Bedenken bin ich, seit die Kids fünf Jahre alt waren und schwimmen konnten, mit Zelt und Kajak unterwegs. Es war nicht immer einfach. Aber wir haben jedes Mal dazugelernt und wurden mutiger. Diese Erfahrung wollte ich weitergeben. Als Online-Marketing-Managerin war es ein kleiner Schritt, erst zur Facebook-Seite und dann zur Gruppe.

Welche Resonanz erlebst du aktuell auf www.zeltkinder.de?

Die Begeisterung und Unterstützung für zeltkinder.de ist überwältigend. Besonders rührt mich das Dankeschön der Leser, die durch die Zeltkinder den Schritt wagen, mit ihren Kindern zu zelten. Die Zugriffszahlen der Website sind sehr erfreulich. Im ersten Monat nach der Bekanntmachung der Website Mitte Mai haben wir auf Anhieb 2600 Zeltbegeisterte erreicht. Die Website eröffnet ungeahnte Wege und führt zu neuen Bekanntschaften und immer mehr Ideen. So möchte ich soziale Hilfen ausbauen. Auch inhaltlich soll es neue Projekte geben, etwa die Erweiterung der Karte um Zwischenstopp-Empfehlungen für Familien auf Reisen in den Zelturlaub.

Suchen campingerfahrene Eltern oder Einsteiger die Community?

In den letzten beiden Jahren war das Verhältnis 50:50. Das war hilfreich beim Austausch, und jede Frage wurde geduldig und liebevoll beantwortet. Dieses Jahr sind es mehr Neulinge als üblich. Ich schätze, dass das Verhältnis bei 70:30 liegt.

Zeltkind - Interview
Yvonne Wolter
Auf der Website dreht sich alles rund um den Zelturlaub mit Kindern.
Wie klappt es beim Zelten mit der Erholung für die Eltern?

Ehrlich gesagt, für mich ist Campingurlaub mit meinen Kindern viel entspannter als ein Hotelaufenthalt. Auf dem Zeltplatz können wir so sein, wie wir wollen, essen, wann wir wollen, und völlig selbstbestimmt leben. Zudem finden die Kinder und ich schnell Kontakt zu anderen Campern. Die Kinder sind den ganzen Tag an der frischen Luft und können toben. Sie schlafen viel besser und streiten sich deutlich weniger.

Sicherlich gibt es Situationen, da kann es anstrengend werden. Zum Beispiel, wenn der Campingplatz nicht den Erwartungen oder dem Alter der Kinder entspricht. Die Erholung kann auch darunter leiden, wenn man sich ständig Sorgen machen muss, dass sich die Kinder verirren. Hier helfen Regeln und bei kleinen Kindern das Bändchen am Handgelenk mit der Handynummer. Die Aufgaben aufzuteilen sorgt nicht nur für mehr Erholung bei uns Eltern, sondern gibt Kindern gleichzeitig das Gefühl, Verantwortung tragen zu können. Es ist toll, die Kinder morgens stolz in der Brötchenschlange stehen zu sehen. Letztlich liegt es an einem selbst, wie viel Aufwand während des Zelturlaubs betrieben wird, ob einen etwas Dreck im Zelt oder an den Kinderfüßen abends stört. Mit etwas Gelassenheit und einigen Tricks kann man sich das Campingleben einfacher machen.

Ist das Zelten für Familien immer noch ein günstiger Urlaub?

So wie wir zelten, ist es immer noch preiswert. Denn wir suchen uns kleine, naturnahe Campingplätze ohne viel Angebot. Es gibt auch heutzutage noch viele Plätze, auf denen man zu dritt mit 40 bis 50 Euro pro Tag für Unterkunft und Verpflegung hinkommt. Die Ausrüstung kann man gebraucht kaufen, sich im Freundeskreis leihen oder bei uns in der Zeltkindergruppe.

Verrätst du uns deinen Lieblingscampingplatz?

Es gibt so viele großartige Ziele und Plätze. Auf meinem Lieblingsplatz möchte ich mit meinen Kindern aus dem Zelt direkt ins Wasser springen und mit dem Kajak lospaddeln können. Genau deshalb habe ich die schönsten Erinnerungen an den Naturcamping zum Hexenwäldchen und den Biber Ferienhof Camping in Mecklenburg.